Voodoo Doughnut in Portland: Lustvolle Fett-Zucker-Fantasien

Logo Voodoo Doughnuts PortlandIch habe schon viel von Voodoo Doughnuts in Portland gehört und dann überall in der Stadt Menschen gesehen, die deren rosa Pappschachteln wie Trophäen mit sich herum trugen. Endlich an der Bäckerei angekommen hieß es zunächst: In die professionell abgesperrte Zickzack-Schlange vor dem Eingang einreihen und mit den Dutzenden anderen Touristen und Foodys auf Einlass warten.

Derweil konnte man schon mal die Speisekarte studieren und den überaus schwierigen Auswahlprozess anwerfen: Für welche Donuts soll ich mich eigentlich entscheiden, wenn ich endlich an die Reihe komme?! Diese Entscheidung wird einem nicht leicht gemacht, zeichnet sich Voodoo Doughnuts doch durch die vielen originellen und kreativen Varianten des Fettgebäcks aus: So gibt es neben den namensgebenden Voodoo-Figürchen mit Gesichtern und ausgestreckten Armen aus Brandteig („Voodoo Doll„) auch den „Captain My Captain„-Donut mit Cap’n Crunch-Cornflakes und Vanille-Fondant, den Butterfingering, den Old Dirty Bastard, den Voodoo Bubble (Gum) oder den Bacon-Maple-Doughnut mit gebratenem Speck und Ahornsirup und viele andere mehr…

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Was steckt hinter Bubble Gum-Aroma? Naschkater recherchiert…

Schmecken will gelernt sein! Vor allem in der Kindheit wird der Geschmackssinn geprägt. Was uns gefällt oder missfällt ist abhängig von individuellen Vorlieben, aber auch vom kulturellen Umfeld. Interessant finde ich, wie sich dieser Geschmackssinn im Laufe der Zeit – kulturell und technologisch bedingt – verändert, internationalisiert und mit Begriffen, Farben und Konsistenzen verbindet. Besonders sichtbar wird es bei zeitgenössischen Bündeln aus Aroma, Farbe und sensorischen Eigenschaften, für die ein eigener Name gefunden wurde.

Zum Beispiel hätte vor 20 oder 30 Jahren niemand gewusst, was er sich unter den Geschmacksrichtungen Energydrink oder Schlumpf vorstellen sollte. Zu letzterem könnte heute jedes Kind sofort die passenden Adjektive liefern. Ein nicht mehr taufrisches, aber immer noch sehr beliebtes und zeitgemäßes Aromenbouquet ist übrigens „Cola„, das sich im wesentlichen zusammensetzt aus Limette, Vanille und würzigen Subnoten wie Zimt. Ältere „Geschmacksmuster„, etwa aus den Wirtschaftswunderjahren, sind inzwischen weitgehend aus dem allgemeinen Sprachgebrauch verschwunden, so zum Beispiel „Mokka“ (das in den USA mit leicht abweichender Bedeutung weiter existiert) oder „Tuttifrutti„, das uns einst als Eiskremesorte aus Italien erreichte.

Eine Geschmacksrichtung fasziniert mich allerdings ganz besonders: Bubble Gum…

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Auch die Peanuts von Charles M. Schulz haben Werbung für Süßes gemacht

Kürzlich habe ich gemeinsam mit einem Freund Kalifornien, Oregon und Washington State bereist und dabei meine Candy-Vorräte wieder gehörig aufgefüllt. Nebenbei haben wir viele nette Menschen, viel Natur (u. a. Reedwoods) und auch Kultur kennengelernt. Unter letzteres fasse ich das Charles M. Schulz-Museum in Santa Rosa. Dort hat uns ein ausgesucht freundlicher Guide durch die Ausstellungen geführt und mit viel Begeisterung alles erklärt. Für mich war natürlich von besonderem Interesse, was das berühmte „LizenzproduktPeanuts – und allen voran natürlich Hündchen „Snoopy“ – früher schon im Bereich Lebensmittel vermarktet haben. Heute findet man vor allem dank des 2015 veröffentlichten Peanut-3D-Films hier und da ein paar Peanuts-Figürchen, u.a. auf Bahlsen-Keksen, PEZ-Spendern und einem Adventskalender.

Aber so richtig rund läuft das Geschäft mit den Peanuts-Lizenzen nicht mehr – die Comic Strips sind doch etwas in die Jahre und auch die Zeichentrickserie wird kaum noch irgendwo gezeigt. Es ist möglich, dass die Peanuts in einigen Jahren dem jüngeren Publikum – insbesondere außerhalb seinem kulturellen Ursprungsort USA – gar nicht mehr geläufig sind. Das wäre schade…

Aktuelle Lizenzfiguren, zu denen ich eigene Beiträge verfasst habe, sind etwa die Minions, Star Wars und die Schlümpfe.

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Boom bei Adventskalendern: Immer größer und bunter – das sind die besten!

Die einen klagen über die zunehmende Kommerzialisierung des Weihnachtsfests, die anderen freuen sich einfach, dass nun auch das Segment der Adventskalender Beachtung erfährt und die angeboten Varianten deutlich aufgewertet werden. Die Lebensmittelindustrie bringt inzwischen neben den klassischen, flachen und mit meist 80 Gramm Schokolade gefüllten Kalendern immer größere, das heißt vor allem auch schwerere und aufwändiger gestaltete Kalender auf den Markt, hinter dessen 24 Türchen sich Schokolade, aber auch viele andere leckere Sachen finden wie etwa Marzipan, GummibärchenChipsCerealienSäfte, Tee und sogar Bier! An dieser Stelle muss ich mich allerdings auf die Süßigkeiten und salzige Snacks beschränken und kümmere mich nicht weiter um Kalender mit Getränken; ebenso bleiben Adventskalender mit Spielzeug, Pflege- und Beautyprodukten und diesem ganzen Schnickschnack außen vor.

Positiver Nebeneffekt der Entwicklung zu schwereren Kalendern ist, dass immer mehr Herstellern gesonderte Kalender für einzelne Marken und Untermarken produzieren: So findet sich dieses Jahr unter den Adventskalendern welche von M&M, Milka, Jelly Belly, Haribo, After Eight, Smarties, Hello von Lindt und natürlich KINDER von Ferrero mit vielen verschiedenen Motiven und Formen. Der Nachteil ist, dass aufgrund der gestiegenen Größe und aufwändigen Gestaltung die Kalender natürlich auch teurer werden! Ich habe mir deshalb die Mühe gemacht, Preise und Grammturen der Kalender in Relation zu setzen und den besten Deal heraus zu finden…

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Schnäppchenparadies: Asia-Großmarkt Dong Xuan in Lichtenberg

Pocky Erdbeer
Pocky Erdbeere: Asiatisches Laugengebäck mit Erdbeercouvertüre.

Von hier kommen also die perlmutfarbenen, mit Delphinen und Pfauen dekorierten Vasen, die elektrischen Aschenbecher und gold-schwarzen Plastikbilderrahmen, die es beim Asia-Shop um die Ecke zu kaufen gibt: aus dem Asia-Großmarkt Dong Xuan in Berlin-Lichtenberg! In sechs riesigen Messehallen an der Herzbergstraße kann man ganzjährig neben Dekorations- und Geschenkartikeln auch Kleidung wie Lederwaren, Schuhe, Jeans und Jacken erhalten, außerdem Technik, Uhren, Schmuck, Kurzwaren, Kunstblumen und natürlich original asiatische Lebensmittel von der Glas- oder Reisnudel über erlesene Gewürze und fernöstliches Gemüse bis hin zum exotischen Obst wird hier fast alles angeboten. Natürlich auch die (wenigen verfügbaren) asiatischen Süßigkeiten und Snacks wie etwa Glückskekse, Mochis, Grüntee-Gebäck, die süßen Pretz– und Pocky-Laugenstäbchen, exotische KitKat mit Grüntee-Geschmack, diverse Gelees und Wasabi-Nüsse, z. B. von Koh-Kae (mit dem verrückten Comic-Professor drauf). Das beste: Die vietnamesischen, chinesischen, indischen und pakistanischen Händler bieten all das zu entzückenden Niedrigpreisen an.

Auch finden sich hier Dienstleister, darunter eine vietnamesische Werbeagentur, Reisebüros und ein Übersetzungsbüro. Die Kunden des ungewöhnlichen Großmarkts betreiben zwischen Rostock und Dresden China-Restaurants, Asia-Imbisse oder -Märkte oder sind fliegende Markthändler. 1.000 kommen pro Woche, bescheren dem ältesten Asia-Center (seit 1998) Berlins einen Jahresumsatz von 15 Mio. Euro. Für die Einhaltung deutscher Brandschutz- und Flutwegeverordnungen, die ein Chinatown-Flair nicht richtig aufkommen lassen, sorgt Centermanager Le Luong Can, 53: „Textilien laufen dieses Jahr schlecht“, sagt er, „aber Lebensmittel expandieren, die Menschen müssen immer essen.“

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Keine Hexerei: Es gibt originellere Lebkuchenhäuser

Lambertz Spukschloss Lebkuchenhaus
Keine Backmischung sondern einen Bausatz für ein ungewöhnliches Lebkuchenhaus präsentiert Hubert Vogel, Konditor und Produktentwickler bei Lambertz, hier auf der ISM in Köln: eine gelungene Weiterentwicklung des Hexenhauses zum Spukschloss aus Lebkuchen. Schön gestaltet und mit echten Haribo-Dekofiguren zum Einsetzen.

Eine typische vorweihnachtliche Beschäftigung, an die ich mich sehr gern erinnere, ist das gemeinsame Basteln eines süßen Hexenhauses mit meiner Mutter. Sie hatte immer mehr Geduld und Fingerspitzengefühl als ich, aber das Öffnen des Kartons mit allen benötigten Zutaten, das Zusammensetzen und Verkleben der Lebkuchenblöcke, das anschließende Dekorieren und Verzieren mit Zuckerguss und natürlich später das Abbrechen und Verknuspern des (inzwischen steinharten) Lebkuchens ist eine wunderbare Kindheitserinnerung. Das beste daran war wahrscheinlich einfach das intensive Zusammensein, das Teamwork und gemeinsame Erschaffen eines nützlichen und schönen Gegenstands. Dass uns das Hexenhaus-Baukastenset dabei geholfen hat, habe ich gar nicht weiter wahrgenommen. Hexenhäuser sind hoffentlich immer noch (ich muss mal beim Süßwarenverband nachfragen, ob die eine Statistik haben, füge ich dann hier ein) beliebt in Deutschland. Aber sie kommen nicht mehr ganz so schlicht und eindimensional daher! Denn mittlerweile gibt es sie auch in tollen Varianten etwa als Spukschloss oder mit unter Kindern populären Figuren als „Testimonials“. Ich hoffe, in den nächsten Jahren gibt es hier (wie bei Adventskalendern) noch mehr kreative Ideen und Weiterentwicklungen!

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Kuchenteig zum Naschen? Den gibt es jetzt immer öfter!

Es mag schon zehn Jahre her sein, dass ich erstmals die Sorte „Keksteig“ (englisch: Cookie Dough) als Eiskreme von Ben & Jerry’s wahrgenommen habe, später bemerkte ich noch „half baked„, ebenfalls von Ben & Jerry’s. Aber inzwischen setzt sich diese Gechmacksrichtung mehr und mehr auch bei anderen Süßigkeiten durch: So gibt es schon ein KitKat Chunky mit Cookie Dough (noch mehr Sorten und Infos zur Rezeptveränderung bei KitKat gibt es hier), Poptarts, aromatisierte Erdnussbutter und ebensolcher löslicher Kaffee, Sirup für den Kaffee und eine ganze Reihe von Cookie Dough Bites („Keksteigbissen“) mit Editionen wie Fudge Brownie und Geburtstagskuchen. Oft kommt Cookie Dough zusammen mit Chocolate Chip – das scheint im angelsächsischen Raum ein geläufiges Geschmacksversprechen zu sein. Besonders viele Produkte dieser Art habe ich bei Proteinriegeln festgestellt. Sportler mögen es offenbar gern teigig mit Schokostückchen…

Am allerbesten haben es jedoch Berliner: In unserer Hauptstadt gibt es sogar ein Café, in dem ausschließlich ungebackener Keksteig zum Löffeln serviert wird: „Spooning“ in der Kollwitzstraße 56 in Prenzlauer Berg. Da dieser spezielle Teig ohne Eier und Backpulver hergestellt wird, besteht nicht die Gefahr von Bauchschmerzen. Jedenfalls wenn man nicht zu viel davon ist – und das gilt für alle hier vorgestellten Produkte!

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Nussig, würzig, knallgrün: Pistazie wird immer beliebtere Zutat

Die Kraft des Urstromtals: Hirsch Pistazie Cayenne
Die Kraft des Urstromtals: Ein Riegel aus Hirschfleisch und Pistazien, gewürzt mit Cayennepfeffer. Das ist jetzt echt mal ein ungewöhnlicher Snack! Hoffentlich nehmen Sie am Sweetie 2018 teil (da werden auch die besten salzigen Snacks ausgezeichnet)

Haselnüsse, Erdnüsse und Mandeln sind in sehr vielen Süßigkeiten enthalten, entweder pur oder in zermahlener Formen als Nougat, Erdnussbutter oder Marzipan. Und wenn nicht als ständige Zutat, dann doch zumindest als Sonderedition. Eine Nussart ist (noch) relativ selten in den deutschen Supermärkten zu finden, obwohl sie in Südosteuropa stark verbreitet ist: Die Pistazie! Mal abgesehen von den gerösteten und gesalzenen Pistazien, die man mitsamt Schale kaufen und wie Chips knuspern kann, stecken Pistazien auch in ein paar Süßigkeiten und Snacks drin, die  ich hier aufführe. Am bekanntesten davon ist sicherlich die Mozartkugel, denn im Originalrezept findet sich ein Kern aus Pistazienmarzipan, um den die anderen Zutaten herum geschichtet werden. Aber über den Umweg Italien, indem nicht nur mehr Pistazie konsumiert, sondern auch angebaut wird, kommen auch wir Deutschen langsam auf den Geschmack. Es folgen ein paar Beispiele für die kreative Verwendung der Zutat Pistazie…

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Bonbons, Fudge und Eiskreme: Sweets Etc. in Portland bietet handkuratierte Süßigkeiten

Gleich neben dem „Fat City“ Frühstückscafé auf dem Capitol Highway in Multnomah Village, Portland, befindet sich das liebenswertes, schnuckelige Süßwarengschäft Sweets Etc. von Tricia Leahy und ihrem Team. Vor ein paar Jahren hieß es noch „Hattie’s“ (nach Tricias Oma) und hatte sogar eine Filiale in der Innenstadt von Portland. Doch inzwischen sind die Expansionspläne auf Eis gelegt und an den alten Namen erinnern nur noch die Fudge-Kartons, die selbstverständlich weiter aufgebraucht werden. Chocolatiére Tricia bietet handverlesene Süßigkeiten, darunter insbesondere Schokolade und Pralinen, selbst gemachtes Fudge (Mürbkonfekt aus Zucker, Butter, Milch, Sahne und die Geschmacksrichtung bestimmenden Zutaten wie Vanille, Honig oder Schokolade, Minze, Nüssen oder ähnlichem), typische US- und importierte Süßigkeiten (z. B. von Haribo und Ritter Sport), 35 verschiedene Sorten Lakritz und 15 Sorten Eiskreme der Marke Umpqua. Ein Besuch lohnt sich allein schon, weil der Laden so nett gemacht ist. Außerdem findet man beim Stöbern mit größter Wahrscheinlichkeit besonders originelle oder rare Zuckerwaren, die das Herz des Candy Lovers erfreuen oder sich vorzüglich verschenken lassen.

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See’s Candy in South San Francisco: Traditionelle amerikanische Süßigkeiten

Wer den Fabrikverkauf von See’s Candy in South San Francisco besucht, direkt an deren zentralen Produktions- und Verwaltungssitz, und die nostalgischen Pralinen-Verpackungen mit dem Portrait von Oma Mary See’s darauf sieht, wird überrascht sein zu erfahren, dass das 1921 gegründete Unternehmen inzwischen über 200 Geschäfte in den USA und Asien betreibt und zum Portfolio der Birkshire Hathaway von Starinvestor Warren Buffet gehört. See’s Candy ist mit anderen Worten ein echter Big Player auf dem US-amerikanischen Süßwarenmarkt. Umso überraschender, dass die Produkte sehr klassisch daher kommen: Pralinen, in Schachteln vorsortiert oder nach freier Auswahl aus der Vitrine, Tafelschokoladen, FudgeKrokant- und Karamell-Spezialitäten, ein exklusives Sortiment von Lollies, Weingummis und Lakritz sowie saisonale Produkte. Ich war überrascht, dass sie auch einen dunklen Schokoriegel und Brittles ohne Zucker anbieten. Das Key Lime Truffle, das Scotchmallow und das Divinity Puff, welche ich gekostet habe, waren geschmacklich recht grobschlächtig, die Schokolade längst nicht so fein wie hierzulande. Dennoch waren sie deutlich teurer (24,50$ für 450 Gramm) als Pralinen bei uns. Nicht zuletzt deshalb scheint es für See’s gut zu laufen, Warren Buffet hat die Anteile am Unternehmen bisher behalten…

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