Doerrwerk: Obst retten durch doerren

Manche Ideen sind so genial, dass man sie immer wieder neu erfinden muss. Zum Beispiel die Haltbarmachung von frischem Obst durch Dörren. Eigentlich eine gut bekannte Kulturtechnik, doch bedarf das Entziehen von Wasser  vergleichsweise viel Energie und das Endprodukt schmeckt nicht jedem: Trockenobst ist in der Regel zäh und schrumpelig. Also machten sich die drei Freunde Zubin, Jonas und Philipp daran, die tradierten Dörrmethoden komplett zu umzustellen. Sie trocknen jetzt computergestützt und sparen damit so viel Energie ein, dass sie dafür sogar einen Umweltpreis gewonnen haben. Und was dabei rauskommt ist nicht zähl und klebrig, sondern knusprig wie Chips- und auch dafür hat das Team von Doerrwerk einen Preis gewonnen: Den Sweetie 2017, den Preis der Rundschau für den Lebensmittelhandel für die innovativsten Süßwaren und Snacks, für ihr Fruchtpapier und die Tomatenchips ohne Fett. Doch Technologie ist nur die eine Seite der Medaille und da ich mich hier vor allem mit dem Marketing von Süßigkeiten beschäftige, spielt das die größte Rolle in dem kleinen Videointerview, das ich mit Jonas Bieber gemacht habe. Hier geht es zum Film auf YouTube. 

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Jetzt Probier-Set bestellen: 3 x Tomatenchips & 3 X Fruchtpapier

 

Viba-Nougatwelt besucht: Kochbuch zu gewinnen

„Appetit auf Nougat“ heißt das Video, dass in der Nougatwelt von Viba gedreht habe. Ich hätte nicht gedacht, was alles aus Nougat gemacht wird – guckt es euch selbst an!

Wodurch unterscheidet sich Nougat von Schokolade, was sind die Marketinginstrumente von Viba und wie sieht es überhaupt aus in der riesigen Nougatwelt von Viba? Der kleine Film meines Besuchs in Thüringen gibt Antworten auf diese Fragen. Übrigens verlosen Naschkater.com und Viba Sweets zusammen ein Nougat-Kochbuch von Christian Senff mit 54 süßen, aber auch herzhaften (!) Rezepten – komplett mit einem Nougat-Starterpaket. Für eine Teilnahme einfach bis zum 15. August 2017 eine E-Mail an info@naschkater.com schreiben und folgende Frage beantworten: In welcher Stadt befindet sich die Viba-Nougatwelt?* 

Übrigens: Viele weitere Gewinnspiele gibt es hier.

*Eine Teilnahme ist nicht möglich für Mitarbeiter von Viba. Versand nur innerhalb Deutschlands. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.  

Gratis-Probierpakete mit Süßigkeiten und Nespresso-Kapseln

Probierpaket mit neuen Süßigkeiten von Amazon.de

Zurzeit bietet Amazon.de zwei Probierpakete für seine PRIME-Mitglieder an: Für Süßigkeiten-Innovationen und für verschiedene Nespresso-Maschinen kompatible Kapseln. Ich habe beide bestellt und den Inhalt begutachtet. Die Süßigkeiten-Testbox beinhaltet Sallos mit Kirschgeschmack, Kaubonbons von ChupaChups, eine kleine Tüte Skittles , Brotchips von Snatt’s, ein „Danke“-Kartönchen mit Ritter Sport Mini, Jogurtgums von Katjes mit schokoladiger Unterseite und eine Stange Fruchtgkaubonbons von Mentos, ein Mini-Snickers und einen Kölln-Hafer-Schoko-Riegel. Es sind, würde ich einschätzen, neue Sortenvarianten (Sallos mit Kirsche, Jogurtgums mit Schokolade) oder in Deutschland noch wenig verbreitete Produkte (Skittles, Snatt’s-Chips), die hier günstig an interessierte Verbraucher gestreut werden, um diese als neue Stammkunden zu gewinnen. Ich war positiv überrascht von den Skittles, hier insbesondere den roten mit Erdbeergeschmack. Die Kaubonbons von Chupa Chups mit Erdbeergeschmack enthalten angeblich um 30% weniger Zucker als andere Kaubonbons (immerhin noch 350 Kalorien pro 100 Gramm); Konsistenz und Geschmack sind sehr gut, allerdings klebt das Papier zum Teil sehr fest am Bonbons und lässt sich kaum entfernen. Die Brotchips waren sehr dick, außen überwürzt und innen fad, die Sallos kannte ich bereits vom Sweetie-Award (wo wir sie 2017 als Innovation ausgezeichnet haben), ganz furchtbar war der unfassbar klebrigsüße Köln-Hafer-Riegel, der gefühlt nur aus Zucker und Weizenkleber bestand. Von den Katjes Jogurtgums mit Schokolade ist mir schlecht geworden, aber nur weil ich während der Autofahrt die ganze Tüte alleine aufgefuttert habe, weil ich nicht aufhören konnte. Ist aber nicht jedermanns Sache könnte ich mir vorstellen.

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Sweetie Award 2017: So sähen Sieger aus

Die Jury des Sweetie Awards 2017 (auf dem Bild fehlt – wo war er gerade?!- Gunar Brune)

Die Jury des „Sweetie Awards“ von der Rundschau für den Lebensmittelhandel hat sich letzte Woche in Frankfurt durch einen riesigen Berg von Süßigkeiten und Snacks genascht. Zum Expertengremium gehören unter anderem die Konditormeisterin Jennifer Schorr von der (DLG), die Marktforscherin Ines Imdahl (Rheingold Salon), die YouTuberin Sally (Sallys Tortenwelt), der Marketingspezialist Gunar Brune (Tricolore Marketing), Vertriebsprofi Wilfried Schmidt, Andreas Bertram von der Solinger Süßwaren-Akademie und ich als Candy-Blogger. Wir haben uns durch sämtliche 23 Produktkategorien von Speiseeis, über salzige Snacks, Gebäck, Kekse und Schokolade bis zu Kaugummi und Lakritz durchprobiert, um am Ende die Siegerprodukte zu küren.

Die Gewinner in diesem Jahr sind… „Sweetie Award 2017: So sähen Sieger aus“ weiterlesen

5 Erfolgsrezepte für kleine Süßwarenproduzenten

Auf der diesjährigen ISM habe ich mich vielen kleineren Süßwarenherstellern unterhalten, von denen sich einige darüber beklagten, nur schwer in die Listung der großen Supermarktketten zu kommen und dann deren Preisdiktat zu unterliegen. Oft bleiben es für die „kleinen“ nur die schlechteren Regalplätze und Zweitplatzierungen wenn überhaupt nur gegen Bares. Und zum Dank würden viele Innovationen in kürzester Zeit vom Handel imitiert und als Eigenmarke herausgebracht. Wie soll sich da eine junge Marke entwickeln?! Keine Frage, es ist ein hartes Geschäft und es findet ein gnadenloser Unterbietungs- und Verdrängungswettbewerb statt. Deshalb, liebe kleinen Hersteller und Sweet-Start-ups, berücksichtigt die folgenden 5 Erfolgsrezepte, die ich im Rahmen meiner Tätigkeit für den Sweetie Award erkannt habe: „5 Erfolgsrezepte für kleine Süßwarenproduzenten“ weiterlesen

Neuheiten im Frühjahr 2017

Leider ohne Extraplatzierung zum Valentinstag: Die Schoko- und Erdbeer-Herzen aus Zwieback von Brandt: Wunderschön verpackt sind die!
Leider ohne Extraplatzierung zum Valentinstag: Die Schoko- und Erdbeer-Herzen aus Zwieback von Brandt: Wunderschön verpackt sind die!

Wieder eine wilde Mischung aus Neuzugängen in meinem Revier: Gefunden im Supermarkt, online gesehen und bestellt oder von Freunden und Kollegen als Geschenk erhalten. Es wurde so viel, dass es nirgendwo sonst hinpasste als in einen eigenen Beitrag: diesen hier! (more to come soon)

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Fabrikverkauf, Werksverkauf, Flagschiff-Läden der deutscher Süßwarenhersteller

img_8840Ich liebe das Sammeln und Sortieren: lückenlose Vollständigkeit und makellose Ordnung sind meine Ansprüche. Deshalb dauert bei mir alles etwas länger bzw. wird nie fertig. Das Internet ist deshalb genau mein Medium, weil hier nie etwas fertig werden muss, sondern immer im Werden begriffen ist. Deshalb kann ich diese angefangene Liste mit exklusiven, extratollen Fabrikverkaufs-Adressen schon jetzt veröffentlichen, wohlwissend, dass sie eine jahreslange Baustelle sein wird so wie ein Gaudiischer Kathedralenbau, um mal eine andere als die ewige Flughafen- bzw. Konzerthausanalogie zu bemühen. Viele der hier aufgeführten Ladengeschäfte habe ich selbst besucht, etliches gekauft und viel zu viel davon probiert. Manchmal gibt es überraschende Einblicke, mitunter auch echte Schnäppchen – aber immer ist es ein kleines Erlebnis, so nah an den Geburtshäusern der geliebten Naschereien zu sein, dass ihr Duft bereits beim Verlassen des Fahrzeugs in die Nase steigt. Ich hoffe, für jede Leserin und jeden Leser ist wenigstens ein Fabrikverkauf oder ein Flagschiffladen in meiner Liste, den sie oder er noch nicht kannte.

Eins noch: Alle Angaben sind ohne Gewähr, da sie sich permanent ändern können.

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Erste Eindrücke von der ISM Cologne: geschäftig, vielfältig, aber nicht vollständig

img_8660Keine Frage, wer wie ich das erste Mal die Internationale Süßwarenmesse in Köln besucht, ist beeindruckt: Von der schieren Menge der Aussteller und ihren oft aufwändig gestalteten Ständen, aber auch von der reinen Menge und Vielfalt der angebotenen Produkte. Dazu kommt die labyrinthische Anlage der Kölner Messehallen, mit versetzen Durchgängen, so unpräzisen wie winzigen Lageplänen und praktisch ohne Ausschilderung innerhalb der Hallen, die von der Koelnmesse sicher bewußt so angelegt wurden, um die desorientierten Besucher auf ihrer Suche nach Ausgängen auch in die letzten Winkel zu locken. Keine Frage, die ISM sollte in Berlin stattfinden – hier gibt es viel bessere Messehallen und deutlich mehr, günstigere und modernere Hotelbetten. Außerdem hätte ich es dann nicht so weit. Was mir noch auffiel: Die Abschottung der größeren Markenhersteller wie Ritter Sport, Trolli oder Haribo, deren Stände (im Falle Haribos eine eigene Halle) gegen Otto-Normal-Besucher abgeschirmt waren wie Trutzburgen und die blanke Abwesenheit der wirklich großen nationalen wie internationalen Marktführer wie Storck und Bahlsen, Ferrero, Mars, Kellogg’s oder Mondelez. Die haben es wohl einfach nicht nötig, sich mit den kleinen und mittleren Unternehmen aus aller Welt, den traditionellen wie den Start-ups und Newcomern gemeinsam zu präsentieren. Sie schotten sich dadurch aber auch gegen kleinere Einkäufer und das Fachpublikum ab und verhindern einen fachlichen Austausch unter Kollegen. Keine „Solidarität“ angesichts gemeinsamer Herausforderungen wie steigenden Rohstoffpreisen und preisdrückenden Discountern, Nudging-Bestrebungen der Politik und fehlenden Fachkräften – es gäbe viele gemeinsame Themen zu besprechen… Umso so erfreulicher, dass der Veranstalter einige Akzente gesetzt hat, wie mit der Ausstellung „Sweet Traditions“ mit innovativen Produkt- und Verpackungsideen von Studierenden der Kölner School of Design“ oder der (leider kaum zu findenden) Newcomer-Area. Überhaupt war die Stimmung bei Standbetreibern wie Besuchern bis auf wenige Ausnahmen aufgeschlossen und unbeschwert, man kam meist leicht ins Gespräch und mit etwas Glück ergeben sich viele neue geschäftliche Verbindungen. Lediglich Marketing und kanalübergreifende Kommunikation scheinen bei manchen alteingesessenen Familienbetrieben noch ein etwas stiefmütterliches Dasein zu fristen – viel mit dem hashtag #ismcologne getwittert wurde nicht. Aber vielleicht fehlte dafür vor lauter Geschäftsabschlüssen bisher einfach die Zeit…

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Brand Extension: Whiskey als Praline, Bier als Chips – immer mehr Lizenzprodukte auf fremden Terrain

Bildschirmfoto 2016-08-01 um 18.24.34Einige Food Brands verkaufen die Lizenzrechte für die Herstellung von Lebensmittelprodukten außerhalb ihres üblichen Terrains an Spezialisten, die dann dort die Marke exklusiv nutzen dürfen, ohne selbst in Erscheinung zu treten. (Anders als in der Rubrik „Crossover: Zwei Food Brands in einem Produkt“, bei der beide Marken sichtbar sind bzw. extra beworben werden.) Besonders häufig und vermutlich erfolgreich kommen solche Brand Extensions bei Alkohol und Kaffee vor, die durch das Branding aromatisch aufgepeppt werden. Ebenfalls naheliegend ist die Verwendung von Schokolade-Labeln für Backmischungen, aber auch hier vermute ich Lizenzhandel und dass die Schokoladen-Firmen die Backmischungen nicht selbst hergestellt haben. Allerdings kann man selten mit Bestimmtheit sagen, ob der Hersteller auch der Inhaber der Marke ist oder eine Lizenz an einen Dritten verkauft hat. Eher wahrscheinlich ist das bei Molkereiprodukten wie Eis, Milchdrinks und Joghurts etwa von Oreo, M&M, Skittles, Bounty oder After Eight, die sich in den Kühlregalen finden. Den umgekehrten Weg ist das Brand „Magnum“ gegangen: Sie wurde als Eiscreme berühmt und wird inzwischen auch als Schokolade (mit fair gehandelten Zutaten!) angeboten. Die Kaffeevariationen von Jacobs sind Mischformen, weil sich hier zwei Unternehmen zusammen geschlossen haben (Jacobs Douwe Egbert mit 51% Besitzanteilen und Mondelez mit 49%), um ihr Kaffeegeschäft zu bündeln. Offensichtlich darf die gemeinsame Tochter die Schokomarken der Partner auf ihren Packungen vermarkten. Ob sie dafür eine Lizenzgebühr bezahlen oder verrechnen müssen, ist mir allerdings nicht bekannt. Wäre interessant zu wissen, ob es bei internationalen Großkonzernen wie Mondelez analog zum externen auch eine Abteilung für internes Licensing gibt… Und wann kommen endlich die Milka-Lippenpflegestifte?! Im folgenden zeige ich ein paar Beispiele für Brand Extensions im Food Bereich (es werden ständig mehr)… „Brand Extension: Whiskey als Praline, Bier als Chips – immer mehr Lizenzprodukte auf fremden Terrain“ weiterlesen

Finden Sie anzügliche Naschereien erotisch? Wirklich?

Und auch das gehört dazu: Marshmallow Willies in zartem Rose.

Aus der Rubrik „Schenkelklopfer für die Skatrunde“ oder auch „Dinge,die die Welt nicht braucht“ kommen Süßigkeiten in Form und/oder Farbe von Geschlechtsorganen, euphemistisch als „erotische Süßigkeiten“ bezeichnet. Nun will ich als stets innovations-offener Candy-Blogger auch nicht zu oberlehrerhaft und spaßbremsig daher kommen und diese Variante des Naschens an dieser Stelle gern würdigen.

Zu bestellen sind diese Köstlichkeiten in der Form von Geschlechtsorganen aus Weingummi, Marshmallow oder Lakritz zum Beispiel bei dem Webshop mit der persönlichen Note naschig.de, beim Süßwarenversandimperium mit der wohl größten Auswahl erotischer world-of-sweets.de oder auch direkt beim Hersteller, wie dem Schaumzucker-Traditionsbetrieb aseli.de, der die wirklich wohlschmeckenden Bussen und Hinterteile aus Pfirsichmarshmallow gießt.

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