Expertenplauderei über Hochzeiten und Süßigkeiten

Autorin und Hochzeitsexpertin Silke Andrea Schuemmer
Autorin und Hochzeitsexpertin Silke Andrea Schuemmer

Dokumentation eines Gesprächs zwischen zwei ehemaligen Autorenpreisträgern, die sich zwischenzeitlich zu Experten auf den unwahrscheinlichsten Fachgebieten gemausert haben: Dr. Silke Andrea Schuemmer, Autorin und Hochzeitsrednerin (www.hoch-zeit.com) plaudert mit Naschkater Oliver Numrich.

Oliver: Liebe Silke, vor 24 Jahren haben wir beide uns beim Treffen junger Autoren in Berlin kennen gelernt. Inzwischen bist du Buchautorin und Hochzeitsrednerin und ich Journalist und Candy Blogger. Wir sind also unserer Liebe zu gut gewählten Worten treu geblieben und haben doch ganz unterschiedliche „Zusatzqualifikationen“ errungen.

Silke: Das kann man so sagen, du hast dir da ein tolles Thema ausgesucht, ich beneide dich um die Recherchen und Selbstversuche. Als ich mir dein Blog angesehen habe, war ich wirklich überrascht, wie viele verschiedene Aspekte Süßigkeiten haben können.

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Experten-Prognose: Das werden die Süßwaren-Tends 2018

Süßwaren-Marekting-Blogger und Naschkater Oliver Numrich
Süßwaren-Marekting-Blogger Oliver Numrich

Lieber Oliver, als Süßwaren-Marketing-Blogger hast Du die Branche fest im Blick. Welche Trends stehen uns 2018 bevor?
Oliver Numrich: Ich sehe drei Metatrends auf den Naschmarkt zukommen: Erstens die sich auch 2018 fortsetzende Marktsegmentierung, zweitens die Label-Optimierung und drittens noch vielfältigere Personalisierung von Produkten.

Was verbirgt sich im Einzelnen dahinter?
Oliver Numrich: Wir werden auch im nächsten feststellen können, dass die Verbraucher immer individuellere Vorlieben entwickeln. Wo früher drei Sorten Schokolade – Zartbitter, Vollmilch und Nuss -ausreichten, ist die Auswahl heute gigantisch groß. Und das setzt sich 2018 fort. Die Entwicklung ist Ausdruck mehrerer Phänomene…

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Was steckt hinter Bubble Gum-Aroma? Naschkater recherchiert…

Schmecken will gelernt sein! Vor allem in der Kindheit wird der Geschmackssinn geprägt. Was uns gefällt oder missfällt ist abhängig von individuellen Vorlieben, aber auch vom kulturellen Umfeld. Interessant finde ich, wie sich dieser Geschmackssinn im Laufe der Zeit – kulturell und technologisch bedingt – verändert, internationalisiert und mit Begriffen, Farben und Konsistenzen verbindet. Besonders sichtbar wird es bei zeitgenössischen Bündeln aus Aroma, Farbe und sensorischen Eigenschaften, für die ein eigener Name gefunden wurde.

Zum Beispiel hätte vor 20 oder 30 Jahren niemand gewusst, was er sich unter den Geschmacksrichtungen Energydrink oder Schlumpf vorstellen sollte. Zu letzterem könnte heute jedes Kind sofort die passenden Adjektive liefern. Ein nicht mehr taufrisches, aber immer noch sehr beliebtes und zeitgemäßes Aromenbouquet ist übrigens „Cola„, das sich im wesentlichen zusammensetzt aus Limette, Vanille und würzigen Subnoten wie Zimt. Ältere „Geschmacksmuster„, etwa aus den Wirtschaftswunderjahren, sind inzwischen weitgehend aus dem allgemeinen Sprachgebrauch verschwunden, so zum Beispiel „Mokka“ (das in den USA mit leicht abweichender Bedeutung weiter existiert) oder „Tuttifrutti„, das uns einst als Eiskremesorte aus Italien erreichte.

Eine Geschmacksrichtung fasziniert mich allerdings ganz besonders: Bubble Gum…

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Look-O-Look im Interview: Fantasien aus Marshmallow und Weingummi

Dirk Köhm, Accountmanager von Look-O-Look in Deutschland.

Ich bin mir sicher, jedem sind die bunten und witzigen Weingummi- und Marshmallow-Produkte wie die Candy Pizza oder das Candy Sushi von Look-O-Look schon einmal aufgefallen – sie sind einfach ein Augenschmaus! Einer der Verantwortlichen dieses ursprünglich holländischen Unternehmens, das zur Perfetti Van Melle Group (u. a. Mentos und ChupaChups) gehört ist Dirk Köhm. Er hat sich freundlicherweise die Zeit genommen, um meine vielen Fragen, die ich an dieses Unternehmen habe, zu beantworten.

naschkater.com: Lieber Dirk, ich habe gerade die Halloween Candy Pizza probiert und bin wieder mal begeistert! Wie kriegt ihr das so weich und fruchtig hin? Wer hat eigentlich das allererste Rezept entwickelt?

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Nestlé verändert KitKat-Rezeptur: Doch bleibt der Geschmack erhalten? Naschkater fragt nach…

Dr. Ulrike Weichert Nestlé
Dr. Ulrike Weichert ist bei Nestlé Deutschland Pressesprecherin für Ernährung und Gesundheit

Die großen roten Plakate mit der neuen KitKat-Werbung überall im Stadtbild sind sicherlich nicht nur mir aufgefallen: Nestlé nimmt eine Umstellung des Rezepts zum Anlass, um großflächig für den vierrippigen Schokoriegel zu werben. Ich habe mich beim Anblick des Plakats als erstes gefragt, wieviel mehr Milch denn wohl wirklich drin steckt und wieviel Zucker weniger und ob das nicht den Geschmack, der mir ehrlich gesagt ziemlich perfekt erscheint, nicht verfälscht?! Also habe ich kurzerhand in der Pressestelle von Nestlé angerufen und Dr. Ulrike Weichert, ihres Zeichens Pressesprecherin Ernährung und Gesundheit, persönlich meine drängendsten Fragen gestellt. Hier sind ihre Antworten…

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Jelly Belly Bean: Was ich schon immer wissen wollte!

Frederik Luzki ist Key Account Manager bei Jelly Belly Bean in Deutschland.

Auf der diesjährigen ISM habe ich Frederik Luzki von Jelly Belly Deutschland kennengelernt und ihn gleich mal alles gefragt, was ich schon immer über die kleinen Geleebohnen wissen wollte, etwa wo sie hergestellt werden, wie sie sich von Mitbewerbern abgrenzen und welche die in der Herstellung teuerste Sorte ist. Hier seine Antworten…

Fangen wir locker an: Lieber Frederik, was ist Ihre Lieblingsgeschmacksrichtung und warum?
Frederik Luzki: Auf jeden Fall „Apfelkuchen“. Diese Bean schmeckt wie ein echtes Stück Apfelkuchen, nur eben im Miniformat – und ich liebe Kuchen!

Wo kommen eigentlich die Jelly Belly Beans her, die wir in Deutschland kaufen können – auf meinen Packungen stand Thailand – stimmt das oder waren das nur die Samples von der Messe? Schmecken Jelly Belly Beans überall auf der Welt immer gleich?
Frederik Luzki: Ja, die in Deutschland erhältlichen Jelly Belly Beans werden in Thailand hergestellt, da diese Produktionsstätte optimal auf den Export ausgelegt ist. Unabhängig vom Herstellungsort schmecken die unterschiedlichen Sorten Jelly Belly Beans zwar überall auf der Welt gleich, allerdings gibt es länderspezifische Sorten wie „Guaraná“ in Brasilien. Saisonale Schwankungen können wir hierzulande nicht feststellen.

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Viba-Geschäftsführer Dr. Steffen im Interview: Dreimal so viel Nougat in Ostdeutschland

Dr. Andreas Steffen ist einer von drei Geschäftsführern der Viba Sweets GmbH und zuständig für das Marketing.

Herr Dr. Steffen, ich gratuliere zur Auszeichnung Ihres Produkts #funnyfaces mit dem Sweetie Award 2017. Wird es in Zukunft mehr solcher Innovationen von Viba geben?

Andreas Steffen: Eindeutig ja. Wir haben in unseren Shops ja bereits heute ein Sortiment, das auch Kinder anspricht. Aber neu ist, dass wir nun mit den #funnyfaces über alle Vertriebskanäle jüngere Personen und Familien ansprechen. Und das werden wir natürlich ausweiten!

Viba war mir – als in Ostfriesland sozialisierter Süßwarenliebhaber – bis vor kurzem kein Begriff, dabei sind Sie in Deutschland Marktführer im Nougat-Segment. Ist mir Nougat nicht wichtig genug oder bin ich zu weit westlich aufgewachsen?

Andreas Steffen: Also, ich bin sicher, dass Ihnen Nougat wichtig ist. Nur wird Nougat in Westdeutschland tatsächlich anders gesehen und zu anderen Anlässen gekauft. Pralinen, mit Nougat gefüllte Schokolade und Nougat zu Weihnachten kennt jeder. Aber im Grunde ist Nougat im Westen immer nur eine besondere Form von Schokolade geblieben. Im Osten dagegen wird Nougat wie ein Riegel zu jeder Gelegenheit genascht. Da wird auch ganz klar unterschieden zwischen Nougat und Schokolade.

Gibt es bei Süßigkeiten generell regional unterschiedliche Vorlieben?

Andreas Steffen: Oh ja. Der Kopfverbrauch von Nougatartikel – also purem Nougat – ist in Ostdeutschland dreimal so hoch wie in Westdeutschland. Und es wird auch gern sehr süss gegessen. Ein ähnliches Phänomen zeigt sich auch in Österreich. Im Großraum Wien und Niederösterreich ist Nougat sehr begehrt, in den anderen Bundesländern deutlich weniger. Geht man in andere Länder, dann hapert es schon am Begriff Nougat. Da wird dann etwas ganz Anderes verstanden, nämlich der Montelimar oder weisser Nougat. Unser Nougat ist dann eher als Praliné bekannt. In Italien wiederum ist der Begriff Giuanduja gebräuchlich. Asien kennt Schokolade, aber Nougat überhaupt nicht. Aber wenn wir eine Positionierug als tolles Haselnussprodukt hinbekommen, dann gibt es auch in der Region gute Absatzchancen. Denn Haselnuss ist ein beliebtes Produkt – vor allem in China.

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