Jelly Belly Bean: Was ich schon immer wissen wollte!

Auf der diesjährigen ISM (2017) habe ich Frederik Luzki von Jelly Belly Deutschland kennengelernt und ihn gleich mal alles gefragt, was ich schon immer über die kleinen Geleebohnen wissen wollte, etwa wo sie hergestellt werden, wie sie sich von Mitbewerbern abgrenzen und welche die in der Herstellung teuerste Sorte ist. Hier seine Antworten…

naschkater.com: Fangen wir locker an: Lieber Frederik, was ist Ihre Lieblingsgeschmacksrichtung und warum?
Frederik Luzki: Auf jeden Fall „Apfelkuchen“. Diese Bean schmeckt wie ein echtes Stück Apfelkuchen, nur eben im Miniformat – und ich liebe Kuchen! „Jelly Belly Bean: Was ich schon immer wissen wollte!“ weiterlesen

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Viba-Geschäftsführer Dr. Steffen im Interview: Dreimal so viel Nougat in Ostdeutschland

Dr. Andreas Steffen ist einer von drei Geschäftsführern der Viba Sweets GmbH und zuständig für das Marketing.

Herr Dr. Steffen, ich gratuliere zur Auszeichnung Ihres Produkts #funnyfaces mit dem Sweetie Award 2017. Wird es in Zukunft mehr solcher Innovationen von Viba geben?

Andreas Steffen: Eindeutig ja. Wir haben in unseren Shops ja bereits heute ein Sortiment, das auch Kinder anspricht. Aber neu ist, dass wir nun mit den #funnyfaces über alle Vertriebskanäle jüngere Personen und Familien ansprechen. Und das werden wir natürlich ausweiten!

Viba war mir – als in Ostfriesland sozialisierter Süßwarenliebhaber – bis vor kurzem kein Begriff, dabei sind Sie in Deutschland Marktführer im Nougat-Segment. Ist mir Nougat nicht wichtig genug oder bin ich zu weit westlich aufgewachsen?

Andreas Steffen: Also, ich bin sicher, dass Ihnen Nougat wichtig ist. Nur wird Nougat in Westdeutschland tatsächlich anders gesehen und zu anderen Anlässen gekauft. Pralinen, mit Nougat gefüllte Schokolade und Nougat zu Weihnachten kennt jeder. Aber im Grunde ist Nougat im Westen immer nur eine besondere Form von Schokolade geblieben. Im Osten dagegen wird Nougat wie ein Riegel zu jeder Gelegenheit genascht. Da wird auch ganz klar unterschieden zwischen Nougat und Schokolade.

Gibt es bei Süßigkeiten generell regional unterschiedliche Vorlieben?

Andreas Steffen: Oh ja. Der Kopfverbrauch von Nougatartikel – also purem Nougat – ist in Ostdeutschland dreimal so hoch wie in Westdeutschland. Und es wird auch gern sehr süss gegessen. Ein ähnliches Phänomen zeigt sich auch in Österreich. Im Großraum Wien und Niederösterreich ist Nougat sehr begehrt, in den anderen Bundesländern deutlich weniger. Geht man in andere Länder, dann hapert es schon am Begriff Nougat. Da wird dann etwas ganz Anderes verstanden, nämlich der Montelimar oder weisser Nougat. Unser Nougat ist dann eher als Praliné bekannt. In Italien wiederum ist der Begriff Giuanduja gebräuchlich. Asien kennt Schokolade, aber Nougat überhaupt nicht. Aber wenn wir eine Positionierug als tolles Haselnussprodukt hinbekommen, dann gibt es auch in der Region gute Absatzchancen. Denn Haselnuss ist ein beliebtes Produkt – vor allem in China.

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Experten-Interview: Können Produkte aus der sozialistischen Diktatur Kuba wirklich „fair“ sein?

El Puente Cuba Libre
El Puente Cuba Libre mit Zutaten aus Kuba.

Naschkater: Frau Labode, Sie sind beim Hersteller von Fairtrade-Süßwaren El Puente zuständig für Information und Kommunikation. Wie stellt El Puente bei der Verwendung von Produkten aus Kuba sicher, dass nicht Gelder an den Staatsapparat fließen? 
Als Fairhandels-Unternehmen sehen wir es als unsere Aufgabe Menschen, die strukturell oder aus anderen Gründen benachteiligt sind, einen möglichst direkten Marktzugang zu eröffnen, damit sich durch den Fairen Handel ihre Lebenssituation verbessern kann. Wir stehen in der Regel mit den Produzenten vor Ort in Kontakt, besuchen unsere Handelspartner und einzelne Produzenten regelmäßig. Im Bereich der Überprüfung versuchen wir Synergie-Effekte zu schaffen und erkennen bestimmte Zertifizierungen anderer Fairhandels-Akteure an. Wo andere Zertifizierungen oder Überprüfungen nicht greifen, greift unser eigenes Internes Monitoring System, bei dem die Handelspartner umfassende Auskünfte zur Verfügung stellen. Somit erfassen wir so genau wie möglich, wie die Situation der Menschen vor Ort aussieht. Zahlungen gehen an unsere Handelspartner, die wiederum mit den Produzenten zusammenarbeiten. Bis vor Kurzem gab es keine Möglichkeit, direkt mit den Produzenten in Kuba zusammenzuarbeiten – Handel (Export) war nur über die Verarbeiter der Produkte möglich, die sich in Staatsbesitz befinden. Um die Menschen in Kuba durch Handel zu unterstützen, mussten wir demnach die Produkte über staatseigene Firmen beziehen, auch wenn die Rohstoffe von Kleinbauern stammen.

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Interview: Wofür brauchen Gastro-Gründer einen Businessplan, Herr Wagner?

Billy Wagner Nobelhart+Schmutzig
Billy Wagner, Chef vom Nobelhart & Schmutzig, Berlin

Am Rande des Gastro-Gründertags von Orderbird, am 16. Oktober in Berlin, gelang mir ein Interview mit dem Macher des  VIP-Restaurants Nobelhart & Schmutzig, Billy Wagner, zu den Herausforderungen einer Gründung in der Gastronomie.

Herr Wagner, haben Sie in Ihren Businessplan noch einmal reingeschaut, nachdem er fertig war? 
Billy Wagner: Seit ich meinen Businessplan fertig geschrieben habe, musste ich da nicht mehr reingucken – ich weiß ja, was ich geschrieben habe. Aber es ist gut, ein Konzept zu schreiben, in dem man alles einmal strukturiert durchdacht und festgehalten hat. Auch um den anderen Leuten, mit denen man zusammenarbeitet, zu zeigen, was in meinem Kopf so vorgeht und was ich da eigentlich genau vorhabe.

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