Gratis-Probierpakete mit Süßigkeiten und Nespresso-Kapseln

Probierpaket mit neuen Süßigkeiten von Amazon.de

Zurzeit bietet Amazon.de zwei Probierpakete für seine PRIME-Mitglieder an: Für Süßigkeiten-Innovationen und für verschiedene Nespresso-Maschinen kompatible Kapseln. Ich habe beide bestellt und den Inhalt begutachtet. Die Süßigkeiten-Testbox beinhaltet Sallos mit Kirschgeschmack, Kaubonbons von ChupaChups, eine kleine Tüte Skittles , Brotchips von Snatt’s, ein „Danke“-Kartönchen mit Ritter Sport Mini, Jogurtgums von Katjes mit schokoladiger Unterseite und eine Stange Fruchtgkaubonbons von Mentos, ein Mini-Snickers und einen Kölln-Hafer-Schoko-Riegel. Es sind, würde ich einschätzen, neue Sortenvarianten (Sallos mit Kirsche, Jogurtgums mit Schokolade) oder in Deutschland noch wenig verbreitete Produkte (Skittles, Snatt’s-Chips), die hier günstig an interessierte Verbraucher gestreut werden, um diese als neue Stammkunden zu gewinnen. Ich war positiv überrascht von den Skittles, hier insbesondere den roten mit Erdbeergeschmack. Die Kaubonbons von Chupa Chups mit Erdbeergeschmack enthalten angeblich um 30% weniger Zucker als andere Kaubonbons (immerhin noch 350 Kalorien pro 100 Gramm); Konsistenz und Geschmack sind sehr gut, allerdings klebt das Papier zum Teil sehr fest am Bonbons und lässt sich kaum entfernen. Die Brotchips waren sehr dick, außen überwürzt und innen fad, die Sallos kannte ich bereits vom Sweetie-Award (wo wir sie 2017 als Innovation ausgezeichnet haben), ganz furchtbar war der unfassbar klebrigsüße Köln-Hafer-Riegel, der gefühlt nur aus Zucker und Weizenkleber bestand. Von den Katjes Jogurtgums mit Schokolade ist mir schlecht geworden, aber nur weil ich während der Autofahrt die ganze Tüte alleine aufgefuttert habe, weil ich nicht aufhören konnte. Ist aber nicht jedermanns Sache könnte ich mir vorstellen.

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Enttäuschung: Muh-Muhs Dessertsoße ist dünn, klar und fad

Seit Jahren teste ich Möglichkeiten, den Kaffee aufzupeppen: ob Sirups mit Vanille-, Karamell oder Minz-Aroma, Kaffeesahne mit Geschmack, aromatisierte Kaffeebohnen, z. B. mit Haselnuss von Dunkin‘ Donuts oder Kaffeeweißer mit unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen wie Coffemate von Nestlé – die Möglichkeiten sind vorhanden, aber alle nicht wirklich zufriedenstellend: zu süß, zu aufdringlich oder zu schwach.

Jetzt habe ich Original Muh-Muhs Toffee Soße im Supermarktregal entdeckt und gedacht: Wenn die so lecker cremig-karamellig ist wie deren Kuhbonbons, dann ist das, worauf ich immer gewartet habe…

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Brand Extension: Whiskey als Praline, Bier als Chips – immer mehr Lizenzprodukte auf fremden Terrain

Bildschirmfoto 2016-08-01 um 18.24.34Einige Marken verkaufen Lizenzrechte für die Herstellung von Lebensmittelprodukten außerhalb ihres üblichen Terrains an Spezialisten, die dann dort die Marke exklusiv nutzen dürfen, ohne selbst in Erscheinung zu treten. Bei dieser Markenerweiterung (Brand Extension oder Category Extension sagt der Fachmann) wird die bestehende Marke auf ein Produkt in einer neuen Produktkategorie übertragen. Je nach den Eigentumsverhältnissen an Marken kann dies intern (im eigenen Unternehmen) oder extern (durch Lizenzierungen fremder Marken) geschehen. Besonders häufig und vermutlich erfolgreich kommen solche Brand Extensions bei Alkohol und Kaffee vor, die durch das Branding aromatisch aufgepeppt werden. Ebenfalls naheliegend ist die Verwendung von Schokolade-Labeln für Backmischungen, aber auch hier vermute ich Lizenzhandel und dass die Schokoladen-Firmen die Backmischungen nicht selbst hergestellt haben (mehr über originelle Backmischungen gibt es hier).

Allerdings kann man selten mit Bestimmtheit sagen, ob der Hersteller auch der Inhaber der Marke ist oder eine Lizenz an einen Dritten verkauft hat. Eher wahrscheinlich ist das bei Molkereiprodukten wie Eis, Milchdrinks und Joghurts etwa von Skittles, Bounty oder After Eight, die sich in den Kühlregalen finden. Den umgekehrten Weg ist das Brand „Magnum“ gegangen: Sie wurde als Eiscreme berühmt und wird inzwischen auch als Schokolade (mit fair gehandelten Zutaten!) angeboten. Die Kaffeevariationen von Jacobs sind Mischformen, weil sich hier zwei Unternehmen zusammen geschlossen haben (Jacobs Douwe Egbert mit 51% Besitzanteilen und Mondelez mit 49%), um ihr Kaffeegeschäft zu bündeln. Offensichtlich darf die gemeinsame Tochter die Schokomarken der Partner auf ihren Packungen vermarkten. Ob sie dafür eine Lizenzgebühr bezahlen oder verrechnen müssen, ist mir allerdings nicht bekannt. Wäre interessant zu wissen, ob es bei internationalen Großkonzernen wie Mondelez analog zum externen auch eine Abteilung für internes Licensing gibt… Und wann kommen endlich die Milka-Lippenpflegestifte?! Im folgenden zeige ich ein paar Beispiele für Brand Extensions im Food Bereich (es werden ständig mehr).

Brand Extensions von Oreo habe ich übrigens in einem separaten Beitrag zu Oreo aufgeführt und lasse die hier weg.

Ich unterscheide übrigens von der Brand Extension…

  1. Line Extensions: Also neue Sorten oder Geschmacksrichtungen bereits eingeführter Produkte, siehe dazu der entsprechende Beitrag über „Marken-Spin-offs“ hier;
  2. die Nutzung von Non-Food-Lizenzen wie zum Beispiel Comicfiguren, die auf einem Lebensmittel zusätzlich abgebildet sind;
  3. Produkte, auf denen zwei Marken abgebildet sind (davon mindestens eine aus dem Lebensmittelbereich). Letzteres nenne ich Marken-Crossover und stelle es in einem separaten Beitrag vor: „Crossover: Zwei Food Brands in einem Produkt“.

Der allerneuste Trend: Food Brands werden für Lippenpflegestifte verwendet. Weil das so viel war, habe ich dazu einen eigenen Beitrag verfasst.  „Brand Extension: Whiskey als Praline, Bier als Chips – immer mehr Lizenzprodukte auf fremden Terrain“ weiterlesen

Kräuter-Cocktails im „Herr Lindemann“ am Richardplatz

Herr Lindemann besaß Ende des 19. Jahrhunderts eine Heilkräutermanufaktur an der pfälzischen Weinstraße und eröffnete in den 1920er Jahren eine Dependance in Berlin. Lindemann Junior indes bemühte sich darum, Produkte mit berauschenden Kräuterauszügen auf den Markt zu bringen, was jedoch zur polizeilichen Schließung des Lokals führte. So oder so ähnlich erzählt Gastronom Peter Edinger, 35, die Geschichte seiner Bar Herr Lindemann, die kürzlich am Richardplatz 16 im gut erhaltenen Altberliner Kiez Rixdorf eröffnet hat. Sein von den Lindemanns inspiriertes Konzept lautet „Cocktails auf Heilkräuterbasis“.

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Crowdfunding finanziert Lebensraum für Kaffee-Liebhaber in Moabit

Was tut eine junge Gastronomin, die aufgrund einer unendlichen Baustelle vor Ihrem Lokal in finanzielle Bedrängnis gerät? Sie startet eine Crowdfunding-Kampagne im Social Web! Antje Menz, Jahrgang 1987, hat schon in Ihrer Abiturzeitung als Berufswunsch „Cafébesitzerin“ angegeben und sich nach einer Ausbildung im Hilton, Stationen im Ausland und im China Club des Adlon sowie einer Barista-Ausbildung in der Berliner Kaffeerösterei diesen Traum mit ihrem Lokal „Natürlicher Lebensraum“ erfüllt, das inzwischen vor allem unter seinem Rufnamen „Café Antje“ bekannt ist.

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Kreative Kundenbindung am PoS: Kaffee-Upgrade für Citibank-Kreditkarteninhaber bei McCafe

Hinweisschild an der Kasse bei McDonalds in Hong Kong
Hinweisschild an der Kasse bei McDonalds in Hong Kong

Wer schon mal in Hong Kong bei McDonalds einen Kaffee bestellt hat weiß: Das kann dauern. Denn Kaffee ist dort keine sehr verbreitete Spezialität und entsprechend ungeschickt stellen sich viele Mitarbeiter bei der Zubereitung an: Man merkt, dass sie selbst ihr Produkt nicht schätzen oder sich zumindest fragen, warum jemand das mögen könnte. Aber eine nette Marketingaktion von McCafé und der Citibank ist mir beim langen Warten positiv aufgefallen: Alle Inhaber einer Citibank-Visa-Kreditkarte erhalten ein kostenloses Upgrade auf einen größeren Kaffee. Neben dem geldwerten Vorteil für die Kreditkartenbesitzer ergeben sich auch deutliche Win-Effekte für die beiden Anbieter: Die Citibank erfährt hohe Sichtbarkeit an einem jungen PoS und profitiert vom verstärkter Karteneinsatz bei McDonalds. Vorteil für McDonalds: es kommen mehr Kaffeetrinker vorbei, die das kostenlose Upgrade nutzen wollen. Kreatives Food-Marketing schafft hier mal wieder eine Tripple-Win-Situation.

Mit den Kaffeekameraden von Nestlé durch dick und dünn

IMG_2045Eine Spezialität, die sich in Deutschland einfach nicht durchsetzt, sind Creamer mit Geschmack. Warum eigentlich nicht? Sie ermöglichen geschmackliche Abwechslung beim Kaffeetrinken, sind lange haltbar und besser zu dosieren als die hierzulande dominierenden Sirupe. Trotzdem gibt es in Deutschland Vorbehalte, die an das Reinheitsgebot für Bier oder die Verschnitt-Angst beim Wein erinnern: „Kaffee muss nach Kaffee schmecken“ höre ich meine Bekannten proklamieren. Ist das kulinarischer Purismus, als der er mir verkauft wird (aber auch erst seit italienischer Espresso den deutschen Filterkaffee verdrängt hat) oder deutsche Engstirnigkeit und Lustfeindschaft? Amerikanische Unkonventionalität, Kundenorientierung und Experimentierfreude sind hier ja bekanntlich verpönt. Mir jedenfalls schmeckt ab und an ein Löffel Creamer im Kaffee, auch wenn er süß ist und extrem intensiv, deshalb bringe ich mir das Zeug immer aus den USA mit. Zuletzt habe ich mir sogar flüssigen Creamer aus Chicago mitgebracht mit dem tollen Geschmack Peppermint Mocca, den es dort auch bei Starbucks gibt: Klasse Kombination aus leichtem Minz- und Schokoladegeschmack, Richtung After Eight. Minze wird ja in unseren breiten ebenfalls ausschließlich mit Kaugummi und Tee in Verbindung gebracht. Im angelsächsischen dagegen viel stärker mit Schokolade und Lammbraten. (Sogar von Pringles gibt es eine Saisonvariante Schoko-Minze…!) Auch sehr gut schmecken die beiden anderen Sorten Zimt / Vanille und Haselnuss. Nur zu viel und zu oft kann ich das Zeug auch nicht in den Kaffee rühren – es ist schon heftig…

Der ultimative Kapselkaffee-Vergleich: Die besten kommen von Nestlé

Schlecht reicht nicht aus, um den Zustand meines Gewissens zu beschreiben, wenn ich eine Kapsel in die Maschine stecke: So viel Müll, so teurer und dabei nicht einmal fair gehandelter Kaffee! Aber er schmeckt eben doch am besten, das hat sogar Stiftung Warentest festgestellt.

Inzwischen hat Nespresso von Nestlé reichlich Kapselkonkurrenz bekommen: Von Douwe-Egberts, Caffe Vergnano 1882, Café Royal, den Discounter-Eigenmarken und vielen anderen mehr. Also habe ich gleich mal einen Schwung verschiedener Sorten gekauft und nach einander aufgebrüht, beschnüffelt und ohne Milch- oder Zuckerzugaben verkostet. „Der ultimative Kapselkaffee-Vergleich: Die besten kommen von Nestlé“ weiterlesen

Johanniter-Getränke: Unfallhilfe zum Trinken

Johanniter kann man trinken! Glauben Sie nicht? Noch nie was vom Johanniter-Starkbier gehört? Oder vom „Augen-Wasser“? Na, den Johanniter-Wein werden Sie wohl kennen! Doch woher hat er seinen Namen? Wo ist eigentlich die „Johanniter Quelle“? Und was hat Bruder Adolf mit all dem zu tun? Eine kritische Untersuchung des Johanniter-Getränkeangebots zeigt: Nicht alles, auf dem das achtspitzige Kreuz prangt oder Johanniter draufsteht, hat auch etwas mit der christlichen Hilfsorganisation zu tun.

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