Experteninterview: Mit süßem Franchise-Konzept selbständig machen

Antje Katrin Piel Franchiseverbandl
Antje Katrin Piel leitet die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Franchiseverbands.

Wer Süßigkeiten liebt und damit seinen Lebensunterhalt bestreiten möchte, spielt vielleicht mit dem Gedanken, sich selbständig zu machen. Was liegt da näher, als sich ein passendes Franchise-Angebot zu suchen und Lizenznehmer zu werden?! Franchise bedeutet, jemand hat ein funktionierendes Geschäftsmodell und vermietet das an Dritte, die dann unter dem Markenname des Franchiseunternehmens selbständig agieren und zum Beispiel eine Filiale betreiben. Bekannte Franchise-Geber sind zum Beispiel Subways, Coffee-Bike oder Bärenland. Was es für potentielle Franchise-Nehmer zu bedenken gilt, habe ich die Pressesprecherin des Deutschen Franchise-Verbands, Antje Katrin Piel gefragt.

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Orania.Berlin: Luxushotel und Künstler-Wohnzimmer

Mit dem Orania.Berlin eröffnet die Hauptstadt-Dependance von Schloss Elmau im Herzen des als widerspenstig geltenden Bezirks Kreuzberg-Friedrichshain. Auch hier setzen Dietmar Müller-Elmau und sein Team auf Qualität und Kultur. Das 1913 errichtete markante Eckgebäude am Oranienplatz wurde für einen zweistelligen Millionenbetrag zu einem luxuriösen Boutique-Hotel mit 41 Zimmern umgebaut, 50 Mitarbeiter kümmern sich um die Gäste. „Orania.Berlin: Luxushotel und Künstler-Wohnzimmer“ weiterlesen

Keksteig zum Naschen? Den gibt es jetzt immer öfter!

Es mag schon zehn Jahre her sein, dass ich erstmals die Sorte „Keksteig“ (englisch: Cookie Dough) als Eiskreme von Ben & Jerry’s wahrgenommen habe, später bemerkte ich noch „half baked„, ebenfalls von Ben & Jerry’s. Aber inzwischen setzt sich diese Gechmacksrichtung mehr und mehr auch bei anderen Süßigkeiten durch: So gibt es schon ein KitKat Chunky mit Cookie Dough (noch mehr Sorten und Infos zur Rezeptveränderung bei KitKat gibt es hier), Poptarts, aromatisierte Erdnussbutter und ebensolcher löslicher Kaffee, Sirup für den Kaffee und eine ganze Reihe von Cookie Dough Bites („Keksteigbissen“) mit Editionen wie Fudge Brownie und Geburtstagskuchen. Oft kommt Cookie Dough zusammen mit Chocolate Chip – das scheint im angelsächsischen Raum ein geläufiges Geschmacksversprechen zu sein. Besonders viele Produkte dieser Art habe ich bei Proteinriegeln festgestellt. Sportler mögen es offenbar gern teigig mit Schokostückchen…

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30 Jahre Ta Panta Ri: Zypriotische Willkommenskultur 

Das Ta Panta Ri in der Düsseldorfer Straße feiert nächstes Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Exil-Zypriote Andreas Patsalides hat es 1988 im Charlottenburger Ausgehviertel eröffnet, um den Berlinern seine Heimat und die zypriotische Küche mit ihren orientalischen Einflüssen näher zu bringen. Anders als heute gab es damals kaum Flugverbindungen zur östlichsten Mittelmeerinsel und Zypern war hierzulande kein Begriff.

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Kräuter-Cocktails im „Herr Lindemann“ am Richardplatz

Herr Lindemann besaß Ende des 19. Jahrhunderts eine Heilkräutermanufaktur an der pfälzischen Weinstraße und eröffnete in den 1920er Jahren eine Dependance in Berlin. Lindemann Junior indes bemühte sich darum, Produkte mit berauschenden Kräuterauszügen auf den Markt zu bringen, was jedoch zur polizeilichen Schließung des Lokals führte. So oder so ähnlich erzählt Gastronom Peter Edinger, 35, die Geschichte seiner Bar Herr Lindemann, die kürzlich am Richardplatz 16 im gut erhaltenen Altberliner Kiez Rixdorf eröffnet hat. Sein von den Lindemanns inspiriertes Konzept lautet „Cocktails auf Heilkräuterbasis“.

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Interview: Wofür brauchen Gastro-Gründer einen Businessplan, Herr Wagner?

Billy Wagner Nobelhart+Schmutzig
Billy Wagner, Chef vom Nobelhart & Schmutzig, Berlin

Am Rande des Gastro-Gründertags von Orderbird, am 16. Oktober in Berlin, gelang mir ein Interview mit dem Macher des  VIP-Restaurants Nobelhart & Schmutzig, Billy Wagner, zu den Herausforderungen einer Gründung in der Gastronomie.

Herr Wagner, haben Sie in Ihren Businessplan noch einmal reingeschaut, nachdem er fertig war? 
Billy Wagner: Seit ich meinen Businessplan fertig geschrieben habe, musste ich da nicht mehr reingucken – ich weiß ja, was ich geschrieben habe. Aber es ist gut, ein Konzept zu schreiben, in dem man alles einmal strukturiert durchdacht und festgehalten hat. Auch um den anderen Leuten, mit denen man zusammenarbeitet, zu zeigen, was in meinem Kopf so vorgeht und was ich da eigentlich genau vorhabe.

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Crowdfunding finanziert Lebensraum für Kaffee-Liebhaber in Moabit

Was tut eine junge Gastronomin, die aufgrund einer unendlichen Baustelle vor Ihrem Lokal in finanzielle Bedrängnis gerät? Sie startet eine Crowdfunding-Kampagne im Social Web! Antje Menz, Jahrgang 1987, hat schon in Ihrer Abiturzeitung als Berufswunsch „Cafébesitzerin“ angegeben und sich nach einer Ausbildung im Hilton, Stationen im Ausland und im China Club des Adlon sowie einer Barista-Ausbildung in der Berliner Kaffeerösterei diesen Traum mit ihrem Lokal „Natürlicher Lebensraum“ erfüllt, das inzwischen vor allem unter seinem Rufnamen „Café Antje“ bekannt ist.

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„Lauft keinen Trends hinter!“ – Gastrogründertag 2017 in Berlin

Gastrogründertag 2017 Podium
Der Gastrogründertag 2017 fand in der „Data Kitchen“ in der Rosenthaler Straße in Mitte statt.

Das Kassensystem Orderbird lud am 17.10. zum 2. Gastro-Gründertag nach Berlin ein und es kamen so viele Nachwuchsgastronomen, dass der kleine Veranstaltungsraum der Data Kitchen in der Rosenthaler Straße bis auf den letzten Platz gefüllt war. In Gesprächsrunden und Vorträgen ging es u. a. um die Entwicklung gastronomischer Geschäftsideen, die Erfolgsrezepte erfahrener Gastronomen und die Anforderungen des Marktes. „Lauft keinen Trends hinterher, sondern setzt Trends!, schleudert Steffi Rothenhöfer vom Food Entrepreneurs Club den Zuhörern ihres Vortrags „Wie ich zum Einhorn in Berlins Gastronomiemarkt werde“ entgegen, das gehöre auch Schluss mit Copy-Paste zu machen. „Geht raus, guckt euch das Essen auf anderen Kontinenten an und bringt es hier auf die Teller.“ Die Hauptstadt biete zwar aufgrund vergleichsweise niedriger Mieten und vielen kreativen Menschen aus der ganzen Welt niedrige Einstiegsbarrieren, jedoch mit ca. 15.000 gastronomischen Betrieben und insgesamt 26 Michelin-Sternen auch reichlich Konkurrenz. Insbesondere für kulinarische Höhenflüge gäbe es in Berlin nur ein begrenztes Publikum: „Wenn ich jetzt in einem der besten Restaurants der Stadt anriefe, bekäme ich für heute Abend mit großer Wahrscheinlichkeit noch einen Platz“, sagt Rothenhöfer. Deshalb schlössen jedes Jahr auch etwas so viele Betriebe wie eröffnet haben. Damit den Anwesenden dieses Schicksal vorerst erspart bleibt, sollten diese vor allem aus Leidenschaft Qualität anbieten, einen „General-Look“ vermeiden und stattdessen auch optische Besonderheiten aufbieten: „Gerichte müssen grundsätzlich „instagramable“ sein“, sagt Rothenhöfer, um sich in diesem wichtigen sozialen Netzwerk zu verbreiten. Denn auf Instagram posteten Nutzer vor allem, wo sie schlafen und was sie essen.

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Koreanisch essen: Lieber echt als cool

Das angeblich älteste koreanische Restaurant Berlins befindet sich seit 1979 am Adenauerplatz, im ersten Stock eines in die Jahre gekommenen Neubaus. Unten gibt es Döner und Kredite, oben schaut man durch große Fenster auf des Kudamms Hinterteil. Vor kurzem hat Cho Yong-Min das Lokal von seinen Eltern übernommen und es hier und da aufgehübscht. Jetzt läuft man über dunkelbraunen Laminatboden, sitzt auf Stühlen mit hohen Kunstlederrücken und isst mit Stahlstäbchen aus Designporzellan. Und trotzdem bleiben da die niedrigen Eingangstüren, die wummernden Heizkörper unter den Fenstern und die beigen Fliesenreste, die einen an den Muff Westberlins erinnern. Damals spazierte man bestimmt nach einem Besuch bei Wolfgang Gruners „Stachelschweinen“ vom Europa-Center hierher, vorbei an Straßenmalern und drallen Prostituierten, die zwischen den Schaukästen lauerten. Das neue Kim Chi ist etwa so weit davon entfernt, ein angesagtes Asia-Fusion-Restaurant zu sein, wie der Adenauer vom Rosenthaler Platz. Hipp ist es hier nicht, aber das ist nicht schlimm, sondern im Gegenteil ein großes Glück. Denn stattdessen wird authentisch koreanische Küche und ungekünstelte Freundlichkeit geboten. Beides zieht ganz offensichtlich auch viele asiatische Gäste an. Vorneweg gibt es neben der üblichen Miso- oder Wang Tan-Suppe selbstverständlich das Namens gebende Kim Chi, auch Gimchi geschrieben. Das sind gesalzene Chinakohlblätter, die mit klein geschnittenen Frühlingszwiebeln, Sesam, Rettich, Ingwer, roter Paprika und Knoblauch eingelegt und zusammen mit kleinen Schälchen von Seetang und Sojasprossen gereicht werden. Danach als Hauptgang für zwei Personen das Bulnak Jeongol – mariniertes Rindfleisch, vermischt mit sämtlichen Teilen des Tintenfischs. Das riecht zwar im ersten Moment unangenehm, aber es schmeckt sehr gut und viel weniger scharf als befürchtet. Traditionelle koreanische Küche sei eben nicht so „hot“ als vielmehr würzig, erklärt der junge Erbe. Viele Gerichte werden direkt am Tisch gebraten, wahlweise auf dem Holzkohlen- oder dem Gasgrill. Dafür sind extra über jeder Tafel auffällige Dunstabzugshauben installiert, die zwar nicht schön aussehen, aber den Gast und seine Kleidung vor einem Oeuvre de Frittenbude bewahren. Einen Nachtisch sucht man vergeblich auf der kleinen Karte, denn so etwas gibt es nicht in Korea – man trinkt süßen Tee oder isst Obst.

Bestes Getränk: Koreanisches Hite-Bier
Bestes Geschirr: Das in dem der Espresso kommt
Beste ausliegende Zeitschrift: tip-Speisekarte

Kim Chi
Kurfürstendamm 165, Charlottenburg
Tel. 030 / 881 21 21