Schnäppchenparadies: Asia-Großmarkt Dong Xuan in Lichtenberg

Pocky Erdbeer
Pocky Erdbeere: Asiatisches Laugengebäck mit Erdbeercouvertüre.

Von hier kommen also die perlmutfarbenen, mit Delphinen und Pfauen dekorierten Vasen, die elektrischen Aschenbecher und gold-schwarzen Plastikbilderrahmen, die es beim Asia-Shop um die Ecke zu kaufen gibt: aus dem Asia-Großmarkt Dong Xuan in Berlin-Lichtenberg! In sechs riesigen Messehallen an der Herzbergstraße kann man ganzjährig neben Dekorations- und Geschenkartikeln auch Kleidung wie Lederwaren, Schuhe, Jeans und Jacken erhalten, außerdem Technik, Uhren, Schmuck, Kurzwaren, Kunstblumen und natürlich original asiatische Lebensmittel von der Glas- oder Reisnudel über erlesene Gewürze und fernöstliches Gemüse bis hin zum exotischen Obst wird hier fast alles angeboten. Natürlich auch die (wenigen verfügbaren) asiatischen Süßigkeiten und Snacks wie etwa Glückskekse, Mochis, Grüntee-Gebäck, die süßen Pretz– und Pocky-Laugenstäbchen, exotische KitKat mit Grüntee-Geschmack, diverse Gelees und Wasabi-Nüsse, z. B. von Koh-Kae (mit dem verrückten Comic-Professor drauf). Das beste: Die vietnamesischen, chinesischen, indischen und pakistanischen Händler bieten all das zu entzückenden Niedrigpreisen an.

Auch finden sich hier Dienstleister, darunter eine vietnamesische Werbeagentur, Reisebüros und ein Übersetzungsbüro. Die Kunden des ungewöhnlichen Großmarkts betreiben zwischen Rostock und Dresden China-Restaurants, Asia-Imbisse oder -Märkte oder sind fliegende Markthändler. 1.000 kommen pro Woche, bescheren dem ältesten Asia-Center (seit 1998) Berlins einen Jahresumsatz von 15 Mio. Euro. Für die Einhaltung deutscher Brandschutz- und Flutwegeverordnungen, die ein Chinatown-Flair nicht richtig aufkommen lassen, sorgt Centermanager Le Luong Can, 53: „Textilien laufen dieses Jahr schlecht“, sagt er, „aber Lebensmittel expandieren, die Menschen müssen immer essen.“

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Die süße Portugiesin „Docura“ verkauft ausgewählte Naschereien

IMG_5346Der Verkehrslärm bleibt draußen, die Klimaanlage verschafft milde Kühlung und es duftet nach Kaffee und Schokolade: das kleine Süßwarengeschäft „Docura“ auf der turbulenten Zossener Straße in Kreuzberg ist eine kleine Oase der zarten, sinnlichen Genüsse. Nur wenige Schritte von der Marheineke-Markthalle entfernt, werden hier ausgewählte Spezialitäten aus vielen Ländern einem bunten Publikum angeboten: Von Schulkindern, die mit ihren letzten Taler grellbunte „Nerds“-Pillen oder extra ordinäre „Camel Balls“-Kaugummis kaufen, über eilige Geschenke-auf-dem-letzten-Drücker-Sucher bis zu den kenntnisreichen Liebhabern edler Schokoladen etwa von Hamann, Sawade oder Coppeneur, die mit den Experten hinter der Ladentheke fachsimpeln wollen. Zwar ist der Sommer nicht die Hauptsaison eines auf Süßigkeiten ausgerichteten Delikatessengeschäfts (Süßigkeitenempfehlung für die warme Jahreszeit siehe hier), aber hier können Candy-Lover mit einem Sinn für Schönes und Seltenes das ganze Jahr über auf Entdeckungsreise gehen. Der Name „Docura“ ist übrigens portugiesisch (weil Ladenmitbesitzerin Marina Pereira Monteiro ursprünglich aus Brasilien kommt) und heißt übersetzt „die Süße“ – und meint damit die süße Leckerei wie auch die „süße Geliebte“. Einige der schönsten Produkte aus dem aktuellen Sortiment stelle ich in diesem Beitrag vor…

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Berlin für Naschkatzen: Die besten Orte süßer Verführung

Bildschirmfoto 2016-06-10 um 16.49.59Berlin erlebt einen regelrechten „candy storm„: Es gibt immer mehr Süßigkeiten-Geschäfte für Naschspezialitäten, Lakritz-Shops und Schoko-Cafés! Dazu kommen Flagshipstores und Werksverkaufsläden der hiesigen Süßigkeitenhersteller. Die besten habe ich in diese Karte eingetragen, die bei der Suche nach Sweet-Highlights in der Hauptstadt helfen kann. Auch im benachbarten Potsdam gibt es empfehlenswerte Ziele. Falls ein potentiell lohnender Ort fehlt, sendet mir einen Hinweis, dann nehme ich ihn auf.

Mittags lieber gesund? Diese Bio-Restaurants gibt es nicht mehr

Ursprünglich wollte der österreichische Gastronom Christian Baha die erste Filiale seines vegetarischen Systemrestaurants „Supergood“ in München eröffnen. Aber nach einer Exkursion des Entwicklungsteams nach Berlin stand fest: Hier muss es sein! „Bei unserem ersten Besuch haben wir gespürt: Berlin ist einfach eine Weltstadt! Mit so vielen kreativen Menschen von überallher, da kann man Neues ausprobieren“, schwärmt Marketingleiterin Tamara Vogl. In München sei die Gastronomie selbstredend gut, nur halt nicht „so besonders“ wie in Berlin, wo allerorten Aufbruchstimmung herrsche und alle so offen für neue Ideen seien. Die junge Kette plant zwei weitere Restaurants in der Berliner Innenstadt, um sich dann nach und nach bis nach Bayern vorzuarbeiten. „Mittags lieber gesund? Diese Bio-Restaurants gibt es nicht mehr“ weiterlesen

Italienische Küche: Das Einfache, das schwer zu machen ist

Illustrationsfoto: Auch ein guter Italiener in Mitte, aber keines der beschriebenen Lokale.Die Berliner lieben italienische Küche oder was sie dafür halten und ein jeder schwärmt von „seinem“ Italiener, der besonders authentisch und günstig sei und sich praktischerweise in fußläufiger Nähe zur Wohnung befindet. Doch meist lohnt ein Blick über den Kiez-Tellerrand, denn es gibt bedeutende Unterschiede zwischen der billigen Trattoria nebenan mit der ewig gleichen Standardkarte und den wirklich großartigen Läden, die nicht einmal viel teurer sein müssen. „Italienische Küche: Das Einfache, das schwer zu machen ist“ weiterlesen

Speisen beim Porno-Italiener: La Cicciolina in SO36

Das „La Cicciolina“ befindet sich an der Rückseite von dem, was mal der Pamukkale-Brunnen im Görlitzer Park werden sollte und sieht mit seiner großen Fensterfront aus wie ein Teil des benachbarten Spreewaldbades. Aber wer ist die Zielgruppe? Ist das neue Lokal ein Kiez- oder ein Kultitaliener? „Speisen beim Porno-Italiener: La Cicciolina in SO36“ weiterlesen

7 Maßnahmen, um den neuen Park Gleisdreieck zu retten

1. Nachts verschließen

Vandalismus passiert in der Nacht. Baulich ist der Park gut abzugrenzen und zu sichern. Es ist daher unverständlich, warum man keine Tore eingebaut hat, die nachts (etwa zwischen 24 Uhr und 6 Uhr) verschlossen werden, um nächtliche Beschädigungen in den neuen Anlagen und den Erlebnisgärten zu verhindern.

2. Zentralen Wachtposten einrichten

An einem der Eingänge, etwa Yorkstraße, hätte ein einfaches Wachthäuschen für „Park Ranger“ (Mitarbeiter des Ordnungsamtes oder eines Projekts, das eng mit Ordnungsamt und Polizei zusammen arbeitet),  eingerichtet werden müssen, das zugleich als sichtbare Kontrolle, Informations- und Ansprechpunkt für alle Besucher und Mitgestalter des Parks dient.Von hier aus müssten am Tage und in der Nacht Kontrollgänge erledigt werden. „7 Maßnahmen, um den neuen Park Gleisdreieck zu retten“ weiterlesen

Gemütlich deftig: Der Neue Bamberger Reiter

Schwere Samtvorhänge, goldene Bilderrahmen vor Spiegelwänden und ein Kronleuchter im Zentrum drapierter Stoffbahnen, alles gehalten in Weinrot, Altrosa und Apricot – das ist der überbordende Gastraum des „Neuen Bamberger Reiters“ in Schöneberg. Man ahnt: Jede Sekunde könnte hier eine Dragshow beginnen und es würde nicht einmal auffallen. Geboten wird traditionelle Küche zu angesichts großzügigster Portionen günstigen Preisen. Allein schon die auf Kosten des Hauses servierten Vor-Vorspeisen, bestehend aus feinpüriertem Thunfisch-Oliven-Aufstrich und einem Frischkäse-Kümmel-Mus, waren so umfänglich, dass zwei Mal warmes Brot und Mürbeteigkräcker nachbestellt werden mussten. Trotzdem blieb genug übrig, um den Kellner zu bitten, die Reste einzupacken. Auch die eigentliche Vorspeise in Form einer Tomatenrahmsuppe kam für 4 Euro in einer kellertiefen Terrine und mit Sahnehäubchen. Da es keine Tageskarte gibt, muss die normale Speisenkarte ausreichen, die Gerichte in Kategorien wie Schnitzeliges, Deftiges oder Spezielles ausweist. Außerdem werden Steaks und Fischgerichte angeboten sowie Vorspeisenteller für zwei Personen wie jener á la „Hamburg“ (Shrimps, Gambas, Lachs) oder welcher á la „Italia“, mit Parmaschinken, Palm- und Artischockenherzen für je 16,80€. Das „Matambre“ für 12,90 Euro bestand aus drei Scheiben einer mit Ei, Spinat und Möhren gefüllten Riesenroulade, dazu gab es Reis und eine letscho-eske Tomatensoße. Die üppige Poulardenbrust für nur 9,80 Euro lag – ebenfalls mit Reis – in einem leider überwürzten, klebrigen Weißwein-Kräuter-Sud. Ein gigantischer Nachspeisenteller mit roter Grütze, weißem und braunen Schokoladenschaum sowie frittierten Apfelscheiben fand für 13 Euro an den Tisch. Fazit: Hierher kommt man mit Bärenhunger auf traditionelle Küche, aber vor allem wegen des schwülstigen Ambientes und der liebenswürdigen Bedienung.

Hier geht’s zur Webseite: Neuer Bamberger Reiter

Mein schönes CSD-Wochenende 2009

tip berlin-Autor Oliver Numrich verrät, was er am CSD-Wochenende in Berlin so treibt.

Freitag, 26. Juni

Seit auf jeder Ratgeberseite steht, dass Gutscheine juristisch gesehen mindestens ein Jahr gültig sein müssen, fehlt mir der nötige Termindruck, sie einzulösen. Vor vielen Jahren habe ich zum Geburtstag den Eintritt in das Liquidrom geschenkt bekommen, den Besuch aber stets vor mir her geschoben und dann war das Tempodrom plötzlich insolvent und der Wellnesstempel dicht. Jetzt gab es wieder einen Gutschein fürs Baden, sogar mit inkludiertem Willkommens-Prosecco anlässlich von CSD und Pride Week. Freitagabend lös ich ihn ein…!

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