Oreo von Mondelez: Ein Keks geht um die Welt

Oreo Handi Snack
Oreo Handi Snack

Wenige Unternehmen beherrschen das Ausdehnen eines Produkts so wie Mondelez, zu dem unter anderem Milka, Cadbury, Nabisko, Kraft, Daim, Toblerone und viele andere bekannte Marken gehören. Einerseits bringt Mondelez immer wieder neue, zum Teil temporäre Sorten (Birthday Cake, Mint, Red Velvet) und Abwandlungen (Thin, Doubble Layer, Sticks) von Oreo heraus, und transportiert den Keks zugleich auch in ganz neue Produktgruppen wie Eis, Kaffee, Joghurt, Gebäck, Schokolade und Backmischungen. Eine kleine, begrenze Auswahl von Oreo-Fundstücken zeige ich in der folgenden Galerie.

Mehr zu Sondereditionen von bekannten Süßwarenmarken findest Du hier.

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Mehr als After Eight: Heilkraut Minze findet sich in vielen Süßigkeiten

Mars M+M Mint
M+Ms von Mars mit der Geschmacksrichtung Minze.

Minze ist eine altbekannte Heil- und Würzpflanze  – bereits die alten Griechen nutzten sie.  Sie wird unter anderem eingesetzt bei  Kopfschmerzen, Entzündungen, Magen-Darm-Beschwerden, Atemwegserkrankungen und Erkältungen. Ihr Aroma wirkt erfrischend und anregend. Um die Leidenschaft mancher Kulturnationen, alle möglichen Süßigkeiten mit Pfefferminze zu würzen, geht es in diesem Beitrag. Die Engländer lieben bekanntlich auch Lammfleisch in Minzsoße und so ist es kaum verwunderlich, dass die feine Art der Schokominz-Plätzchen – „After Eight“ – ursprünglich aus dem vereinigten Königshaus stammt. (Inzwischen gehört es zu Nestlé). Aber auch in Amerika ist man nicht so schüchtern im Umgang mit diesem, zugegebenermaßen intensiven Kräuterchen, gerade in Kombination mit Schokolade findet man hier sehr viel Minzgeschmack. Immer noch etwas besonders feines ist für mich Kaffee mit Minzgeschmack – gibt es bei z. B. bei Starbucks, allerdings nur als Sirup in den Kaffee. In Amerika dagegen kriegt man direkt Kaffeebohnen mit aufgedampften Mintaroma. Die folgende Galerie mit allen Süßigkeiten mit Minze, die ich bisher auftreiben konnte, wird selbstverständlich permanent weiter gepflegt und vervollständigt.

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Pride-Produkte: Diese Süßigkeiten tragen Regenbogenfarben

Snickers Pride Rainbow
Hier ein bewusst als Statement konzipiertes Snickers in Regenbogenfarben. Allerdings ist es unklar, ob es ttsächlich so produziert wurde oder es sich hier nur um ein Werbekampagne handelt.

Die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung geht in Deutschland und überhaupt in der westlichen Welt immer weiter zurück. Am letzten Sitzungstag der Deutschen Bundestags der 18. Legislaturperiode wurde sogar die Einführung der so genannten Homo-Ehe in Deutschland beschlossen. Trotzdem „bekennen“ sich immer mal wieder einzelne Unternehmen zur Gleichstellung und nutzen das auch für eine positive Positionierung in entsprechenden Milieus. Im Süßwarenbereich sind derartige Bezeugungen recht selten, erst recht im bekenntnisunfreudigen, überängstlichen Deutschland. Unternehmen hier scheuen ohnehin gern Marketing („Kostet ja Geld“) und erst recht für einzelne Zielgruppen („Das könnte ja andere abschrecken“).

Für diesen Beitrag habe ich mit Müh‘ und Not ein paar Süßigkeiten und Snacks mit explizitem Pride-Motiv aufstöbern können, dazu noch ein paar Regenbogen-farbene, wo man nicht genau weiß, ob sich damit eine emanzipative Aussage verbindet und zwei Getränke.

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Überall Minions zum Film „Ich – Einfach unverbesserlich III“

Bahlsen Leibniz Kekse Minions
Natürlich macht auch Bahlsen mit bei der großen Minions-Lizenz-Parade, in diesem Fall aujf den Leibniz-Keksen.

Die Universal Studios sind nicht gerade zurückhaltend mit der Lizenzierung von Merchandising-Produkten rund um die possierlichen gelben Minions-Wesen: So irrsinnig viele Süßigkeiten und Snacks sind mit Werbung für „Ich- Einfach Unverbesserlich III“ dekoriert und werben mit ihnen, dass ich bald nicht hinterher komme, alle Produkte zu dokumentieren. Möglicherweise muss ich das ein oder andere noch nachliefern – wie immer ergänze ich meine Themenbildergalerie kontinuierlich weiter. Schon jetzt gibt es aber viele Produkte mit Minions-Aufdrucken wie zum Beispiel von Ferrero (Kinder-Schokolade, Nutella), PEZ (Spender-Sets und Bonbons mit dem extra neu kreierten Bananen-Geschmack), Bahlsen mit Leibniz-Keksen, Haribo, ChupaChups und viele mehr…

Sehr erfolgreich sind auch die PEZ-Spender mit Minions-Motiven – sie sind zum Teil in dieser Gallerie aufgeführt, zu PEZ habe ich aber einen eigenen Beitrag geschrieben, nachdem ich das sympathische Unternehmen in Österreich besucht habe (mit Video).

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Storcks neuer Schokoriegel: Kräftiger Geschmack, fades Marketing

Storck Knoppers Nussriegel
Das ist er: Der neue Schokoriegel von Knoppers: Der Nussriegel

Endlich gibt es mal wieder einen neuen Schokoriegel aus Deutschland! Storck bringt in der Markenfamilie Knoppers den „Nussriegel“ heraus. Der Riegel hat alles, was man erwarten darf: Eine Basis aus Waffeln, Nougat- und Milchcreme (jeweils 14%) wie das Original-Knoppers plus einer Schicht aus Haselnuss (13%) mit Karamell (22%) und alles – wie es sich für einen Schokoriegel gehört – umhüllt von Vollmilchschokolade (knapp 30%). Und ganz ehrlich: Dieser Riegel schmeckt richtig, richtig gut. Das Nuss-Karamell-Gemisch ist zwar sehr dominant, aber mir gefällt das. Das Original-Knoppers war mir immer zu lasch und bröselig – hier hat man richtig was zum Beißen wie bei einem Snickers.

Schade ist nur, wie spaßfreit und lahm das gesamte Marketing bei Storck auch im Falle des neuen Riegels ausfällt – weder gibt es eine breit angelegte Werbekampagne, noch einen griffigen und irgendwie originellen Namen für diesen gelungenen Riegel. Während im angelsächsischen Raum oft witzige Wortschöpfungen für Genussmittel geprägt werden, demonstriert der Berliner Hersteller hier die sprichwörtliche deutsche Fantasielosigkeit: Nussriegel…gähn. Das klingt nicht nach etwas besonderem, nichts was man sich merken würde, sondern nach einer Gattungsbezeichnung. Ebenso bequem und falsch wäre es, einen englischen Zusatz zur Produktfamilie zu verwenden, etwa Knoppers Nutpower  oder Knoppers Xtra Hazelnut oder so ein Quark nach dem Motto „Fällt Dir nichts ein, mach es Englisch!“ „Storcks neuer Schokoriegel: Kräftiger Geschmack, fades Marketing“ weiterlesen

Zuckerl aus Hollywood: Darum ist PEZ weltweit so erfolgreich!

PEZ Spender-Vielfalt
Zum Video auf Bild klicken

Starinvestor Frank Thelen aus der  TV-Show „Die Höhle der Löwen“ würde PEZ sicher als ideales Abo-Modell bezeichnen: Der Kunde kauft einen Spender und kriegt die erste Charge Bonbons gleich mit dazu. Aber die passenden Nachfüll-Bonbons gibt es ausschließlich von PEZ und der Kunde muss sie nachkaufen, um den Spender weiter nutzen zu können. Das Geschäftsmodell kennt man heute vor allem von Druckerpatronen und Kapselkaffee. Das zweite Momentum, das dieses Produkt so attraktiv macht, sind die verschiedenen, oft detailreich ausgearbeiteten Schmuckköpfchen, die sich meist aktueller Comicfilm-Charaktere bedienen: sie laden geradezu ein, gesammelt zu werden. Kein Wunder also, dass es einen Kult um die PEZ-Spender gibt und eine weltweite Community von zahlungswilligen Sammlern, die den neusten Kreationen entgegen fiebern.

Dabei waren anfangs gar keine Schmuckköpfe vorgesehen: Als Eduard Haas III. 1950 einen Spender für seine Pfefferminzbonbons entwickelte (von PfeffErminZ leitet sich übrigens die Bezeichnung PEZ ab), orientierte er sich an einem schlichten Feuerzug, an dessen oberen Ende durch den Klappmechanismus ein einzelnes Bonbons – hygienisch, ohne Fingerkontakt – herausgestoßen wurde. Der Apotheker wollte mit den Pfefferminzpastillen eine gesunde Alternative zum Rauchen anbieten! (Hier geht es zu meinem PEZ-Video auf YouTube) „Zuckerl aus Hollywood: Darum ist PEZ weltweit so erfolgreich!“ weiterlesen

Der Schoko-Bananen-Wahnsinn: Österreichisches Produkt kostet in Deutschland die Hälfte!

Florian mit Schokobanane
Florian mit Schokobanane: Bereits im zarten Alter von 16 Monaten startete Florians Schokobananenvorliebe, denn am Weg zur Tagesmutter lag der von ihm so genannte „Schokobananenmann“, bei dem er jeden Tag eine Mini-Schokobanane bekam, die es dort einzeln zu kaufen gab.

Schokobananen sind einer dieser „Hidden Champions“, dieser unbemerkten Riesen, eine Süßigkeit, die bei vielen Zeitgenossen unterhalb der Wahrnehmungsschwelle rangiert, doch in Wahrheit von etlichen Verbrauchern mit steter Vorliebe eingekauft und vernascht wird. Die schokolierten Schaumzuckerbögen, der halbrunden Form der Banane nachempfunden, sind technologisch vergleichsweise anspruchsvoll herzustellen: eine weiche, Luftblasen einschließende Masse wird mit Schokolade überzogen und erhält durch deren Aushärtung die notwendige Stabilität. Angesichts der vielen Liebhaber ist es kein Wunder, dass jeder Discounter Schokobananen im Sortiment hat und Supermärkte häufig sogar zwei Versionen.

Neben diesen regelmäßigen, unauffälligen Käufern gibt es noch die Hardcore-Fans, die alle anderen Snacks für Schokobananen links liegen lassen und jeden Hersteller kennen. Mit einem solchen Fan habe ich das Glück verheiratet zu sein! Selbstverständlich kennt er alle Preise und die Unterschiede zwischen den verschiedenen Marken und weiß, dass das Ablaufdatum noch mindestens vier, besser sechs Monate entfernt sein muss, damit die Schokobananen noch knackfrisch sind – die Dinger reifen nämlich nach; fast wie echte Bananen; und werden bei längerer Lagerung fester. Aber eine Sache ärgert diesen Liebhaber kolossal: Die stark abweichenden Preise… “

Übrigens kann man fast alle der unten vorgestellten Schokobananen günstig über Amazon bestellen, indem Du über diesen Link gehst. Damit unterstützt Du dieses Blog, ohne dass es für Dich teurer wird.  „Der Schoko-Bananen-Wahnsinn: Österreichisches Produkt kostet in Deutschland die Hälfte!“ weiterlesen

Neue Studie der Europäischen Lebensmittelbehörde: Ist Palmöl auch noch krebserregend?

Nutella to go mit Laugenstangen
Süß, salzig und mit Palmöl: Nutella to go mit Salzstangen

Palmöl hat den Ruf, nicht nachhaltig angebaut zu werden. Die Süßwarenindustrie setzt deshalb auf die Zertifizierung von fair angebautem Palmöl resp. Palmfetten und die Überwachung der Lieferketten (siehe mein Artikel dazu hier). Doch nun ist noch ein zweites Problem mit Pflanzenfetten dazu gekommen: Sie sollen auch ungesund sein: Eine Untersuchung der Europäischen Lebensmittelbehörde hat Anhaltspunkte dafür gefunden, dass bei der Gewinnung von Pflanzenölen wie Palmöl Glycidylester und 3-MCPD entstehen können, welche in bestimmten Mengen konsumiert gesundheitsschädlich sein können. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung hat diesen Bericht eingeordnet und schätzt die Lage folgendermaßen ein…

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Palmöl in Süßigkeiten: Wie nachhaltig wird unsere Schokolade hergestellt?

Nutella art
Nutella ist eines der bekanntesten Produkte mit Palmöl.

Die Produktion von Lebensmitteln wird von der Öffentlichkeit oft kritisch begleitet und mit wechselnden Ansprüchen konfrontiert: Die Produkte müssen selbstverständlich allen gesetzlichen und hygienischen Bestimmungen entsprechen,  alle Inhaltsstoffe benennen, der Gesundheit zuträglich und für unterschiedliche Allergiker geeignet sein, manchmal sollen sie spezielle Zusatznutzen bringen („Functional Food“) oder auf tierische Bestandteile verzichten, also vegetarisch oder vegan sein, möglichst unter fairen und ökologischen Bedingungen sowie regional hergestellt werden, verschiedene Zertifikate von „Bio“ bis „Kosher“ tragen und auf problematische oder nicht erwünschte Inhaltsstoffe verzichten.

Zu den Inhaltsstoffen, die von immer mehr Menschen wegen der Anbaumethoden als problematisch angesehen werden, gehört Palmöl oder Palmfett. Doch die „Nachhaltigkeitslücke“ ist nicht das einzige Problem von Palmöl: Eine Untersuchung der Europäischen Lebensmittelbehörde hat Anhaltspunkte dafür gefunden, dass in Pflanzenfetten gesundheitsschädliche Stoffe enthalten sein können. Palmöl findet sich inzwischen in sehr vielen Lebensmitteln wie Backwaren, Babynahrung und Aufstrichen und gerade auch in Süßigkeiten wie Schokolade, da es bei Zimmertemperatur fest aber streichfähig bleibt, keinen Eigengeschmack hat und nicht so schnell ranzig wird. Darüber hinaus ist es auch noch günstig, weil die Früchte der Ölpalme so ergiebig sind. Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie hat errechnet, dass in Deutschland etwa 2 Prozent des weltweit erzeugten Palmöls verwendet wird, davon fließt etwa die Hälfte in die Herstellung von Biokraftstoffen, denn die Verwendung von Palmöl in Kraftstoffen wird sogar von der EU gefördert. Weitere Produkte mit Palmöl sind Kosmetika, Waschmittel, Aufstriche und Fertigprodukte. Etwa ein Zehntel des in Deutschland verwendeten Palmöls (0,2 Prozent der weltweiten Gesamtproduktion) wird für in Deutschland verkaufte Süßwaren verwendet.

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Nestlé verändert KitKat-Rezeptur: Doch bleibt der Geschmack erhalten? Naschkater fragt nach…

KitKat von Nestlé
So sieht die Verpackung des neuen KitKat von Nestlé aus: Mehr Milch und Kakao als früher. Aber wieviel?

Die großen roten Plakate mit der neuen KitKat-Werbung überall im Stadtbild sind sicherlich nicht nur mir aufgefallen: Nestlé nimmt eine Umstellung des Rezepts zum Anlass, um großflächig für den vierrippigen Schokoriegel zu werben. Ich habe mich beim Anblick des Plakats als erstes gefragt, wieviel mehr Milch denn wohl wirklich drin steckt und wieviel Zucker weniger und ob das nicht den Geschmack, der mir ehrlich gesagt ziemlich perfekt erscheint, nicht verfälscht?! Also habe ich kurzerhand in der Pressestelle von Nestlé angerufen und Dr. Ulrike Weichert, ihres Zeichens Pressesprecherin Ernährung und Gesundheit, persönlich meine drängendsten Fragen gestellt. Hier sind ihre Antworten…

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