Zetti: Knusperflocken, Bambina und Schlagersüßtafel

 Zetti ist Kult – Nicht nur im Osten! Mit seinen Knusperflocken aus schokoliertem Knäckebrot in der goldenen Tüte, Bambina und den Schlagersüßtafeln hat das Unternehmen Goldeck Süßwaren GmbH aus Zeitz (Z-ett!) sich längst einen festen Platz im gesamtdeutschen Süßwarenregal erobert. Außerdem sind sie experimentierfreudig und bringen die Knusperflocken auch in neuen Sorten heraus wie mit Zartbitter- oder Weißer Schokoladen-Umhüllug oder mit Spekulatius– und Eiskaffeegeschmack! Abgesehen davon sind die Knusperflocken vergleichsweise „gesund“, denn – wer hätte es geahnt – die Hauptzutat ist Roggenvollkornmehl! Dieses Mehl ist aber auch der Grund für den Suchteffekt: Wenn man einmal die Packung (normale Größe = 140 Gramm) geöffnet hat, kann man kaum noch aufhören, die kleinen Plättchen wegzunaschen, weil sie nach dem ersten Knack der Schokoladenhülle so schön mehlig zerfallen. Viel weicher als zum Beispiel die Choco Crossis von Nestlé„Zetti: Knusperflocken, Bambina und Schlagersüßtafel“ weiterlesen

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Pommes Frites: Snack in vielen Varianten, sogar in süßer

Pommes Frites, kurz Pommes oder auch Fritten, sind Kult. Den fettigen Kartoffelstäbchen kann kaum einer widerstehen, wenn sie in der Kantine, dem Burger Restaurant oder der Imbissbude mit rotem Ketchup und weißer Mayonnaise („Schranke“) oder komplett mit Currywurst oder Burger angeboten werden. Dabei haben sie zwar eine charakteristische Form, aber eigentlich gar nicht so viel Eigengeschmack, eben vor allem nach Fett, Salz, manchmal Pommesgewürz. Aber trotzdem machen sie glücklich! Deshalb ist es auch kein Wunder, dass Pommes in unsere Snackkultur Eingang gefunden haben und selbst im Süßwarenbereich als Marshmallow-Fritten, Marzipan-Pommes Frites oder Weingummi-Pommes imitiert werden, wie die folgenden Bilder beweisen!

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Karlsbader Oblaten: groß, rund, staubtrocken

Stärkungen für unterwegs sollten vor allem eines sein: praktisch, klein und stabil. Karlsbader Oblaten dagegen sind extrem unpraktisch, weil groß, rund und zerbrechlich. Noch dazu sind sie mit relativ einfachen Zutaten (Wasser, Mehl, Stärke, Zucker, Mandelsplittern) hergestellt, insofern also nicht gerade leicht zu vermarkten. Trotzdem sind Karlsbader Oblaten neben dem Schnaps Becherovka sicherlich das populärste Mitbringsel aus Tschechien, denn sie sind kunstvoll gestaltet und vergleichsweise günstig.

In Deutschland weit verbreitet sind die Waffeln der Hersteller Wetzel aus dem bayerischen Dillingen an der Donau und Dr. Quendt aus Sachsen, wobei nur noch Wetzel die Bezeichnung „Karlsbader Oblaten“ verwenden darf, weil sie die Bezeichnung patentieren ließen, bevor die tschechische Regierung 2011 für das Gebäck eine „geschützte geografische Angabe“ reklamierte. Seitdem darf nur noch als „Karlsbader Oblaten“ bezeichnet werden, was auf dem Gebiet der Stadt Karlsbad unter Verwendung des Karlsbader Mineralwassers hergestellt wird.

In Österreich ist wie so oft auch bei Oblaten die Firma Manner der Platzhirsch. Sie haben zwar die gleiche äußere Erscheinung wie die Karlsbader, dürfen sich aber nur „Oblaten“ nennen.  „Karlsbader Oblaten: groß, rund, staubtrocken“ weiterlesen

Wassereis zum selbst einfrieren: Preiswert, bunt und kultig

Als Kind habe ich dieses gefrorenen Eis-Stangen zum Auszuzeln geliebt: Wassereis im Schlauchbeutel für das heimische Tiefkühlfach. Allerdings musste es von Alaska Boy sein (ein anderes gab es bei uns auch gar nicht). Inzwischen habe ich gelernt, dass Alaska Boy aus Holland kommt und dort von den 14 Mitarbeitern der Firma Dedert Icesticks hergestellt wird. Aus dem deutschen Bergkamen kommen dagegen seit über 40 Jahren die Bussy Ice Pops  und deren Weiterentwicklung, die Plastikbecher mit gefrorenem Inhalt, die so genannten Kratzdrinks„Wassereis zum selbst einfrieren: Preiswert, bunt und kultig“ weiterlesen

Zuckermandeln: Hochzeits-Süßigkeiten so bunt wie Confetti

Hatte ich schon erwähnt, dass ich meinen Sommerurlaub wieder in Italien verbracht und viele neue italienische Köstlichkeiten entdeckt habe? Falls nicht, gibt es hier meine italienische Süßwarenausbeute im Überblick. Vor zwei Jahren waren mir Fruchtgelees aufgefallen, die dort sehr verbreitet sind, bei meinem aktuellen Besuch habe ich Confetti entdeckt: dragierte Zuckermandeln in verschiedenen Farben und Geschmacksrichtungen, aber häufig mit einer Schokoladenschicht um die Nuss. Diese Süßigkeit entstammt dem Brauch in Italien zu Hochzeit und Taufe fünf gezuckerte Mandeln zu verschenken. Sie stehen vermutlich für fünf gute Wünsche im Leben, das manchmal bittersüß ist wie die Zuckermandel„Zuckermandeln: Hochzeits-Süßigkeiten so bunt wie Confetti“ weiterlesen

Waffelschnitten: Neapolitaner, Nussini, Knoppers und Co

Manner stellt mit seinen Schnitten natürlich einer der bekanntesten Waffelsnacks her, aber im Grunde ist Nussini von Milka oder Knoppers von Storck auch nichts anderes als eine knusprige Waffelschnitte mit etwas Cremefüllung, Nüsschen und in einigen Fällen mit Schokoladenüberzug.

Das Praktische an Waffelschnitten ist, dass man sie in ein gut transportierbares, quadratisches Format zuschneiden kann, dass sie lange haltbar und relativ unempfindlich gegen Stöße und Wärme sind. Damit also die ideale Wegzehrung oder Pausensnack für Kinder wie für Erwachsene. In einer runden, unpraktisch großen Form wird ein ähnliches Gebäck übrigens als Karlsbader Oblaten bezeichnet.  „Waffelschnitten: Neapolitaner, Nussini, Knoppers und Co“ weiterlesen

Salted Caramel-Aroma: Besonders süß, dafür aber mit mehr Salz

Ein intensives Geschmackserlebnis garantiert das immer häufiger als „Edition“ in Süßigkeiten zu findende AromaSalted Caramel„, also gesalzenes Karamell. Was in den USA schon länger geläufig ist, kommt nun vermehrt auch in unseren Geschäften in die Regale. Weil die Geschmacksrichtung „Karamell“ allein heute keinen mehr vom Hocker haut, muss sie um eine komplementäre salzige Note ergänzt werden und natürlich auf Englisch betitelt, denn dann macht das Ergebnis auch phonetisch mehr her: Soooolted Kärämäl.

Eigentlich sollte das Salz dabei körnig sein und deutlich heraus schmecken, aber in vielen Fällen wird zugunsten einer Massenkompatibilität und leichteren maschinellen Verarbeitung darauf verzichtet, Salzkörner aufzustreuen, wie es diese Geschmacksrichtung traditionell verlangen würde.  „Salted Caramel-Aroma: Besonders süß, dafür aber mit mehr Salz“ weiterlesen

Lakritz, Weingummi und Schokolade: Neue Süßigkeiten aus Holland

Wieder einmal hat mir ein lieber Freund Süßigkeiten aus einem fernen, exotischen Land mitgebracht: aus Holland! 🙂 Nun, so fern ist es gar nicht, aber dennoch sind die niederländischen Süßwaren anders als unsere: Verpackungen wie Inhalt sind bunter und irgendwie moderner designed. Die Holländer haben ja – anders als wir Deutschen – ohnehin ein Händchen für Gestaltung und Eleganz. Das fällt mir auch immer in ihren Innenstädten auf: selbst in kleinen Orten ist alles hübsch und keck zurecht gemacht. Entsprechend sind viele der Weingummis und Lakritz-Nascherein, die Thomas für mich gekauft hat, in Kunststoffbeuteln mit dieser Seidenhaptik verpackt, die sich so anschmiegsam und zart anfühlen. Der ganze Spaß hat zusammen übrigens 15,24 Euro gekostet – natürlich ohne die Transportkosten…  „Lakritz, Weingummi und Schokolade: Neue Süßigkeiten aus Holland“ weiterlesen

Mint-Bonbons: Zuckerkomprimat mit Pfefferminztröpfchen

Bevor es bundesweit verbreitete Massenmedien gab und sich große Marken etablieren konnte, wurde viele Waren des täglichen Bedarfs lokal oder regional hergestellt und vermarktet. so auch Pfefferminzbonbons, die der Apotheker in der Regel einfach selbst gemacht hat, indem er auf ein Stückchen Komprimat aus Rüben- oder Traubenzucker einen Tropfen Pfefferminzöl geträufelt hat.

Daraus haben sich teilweise Marken entwickelt, die bis heute existieren, so zum Beispiel Vivil-Bonbons (erfunden 1903), die PEZ(PfeffErminZ)-Bonbons (1927) aus Linz in Österreich oder die Wusil-Bonbons aus Thüringen (seit 1953). Laut einem Zeitungsartikel soll die Produktion von Wusil jedoch eingestellt werden – es lohne sich einfach nicht mehr, klagt der Eigentümer. Moderne Mints sind heutzutage oft zuckerfrei und haben gern noch eine weitere Geschmackskomponente wie Zimt oder Zitrone„Mint-Bonbons: Zuckerkomprimat mit Pfefferminztröpfchen“ weiterlesen

Muuuuhh: Bei Kuhbobons aus Karamell gibt es viele „Originale“

Warum sind Karamellbonbons mit einem Kuhmotiv weltweit so erfolgreich? Vielleicht weil Milch als ein (winziger) Bestandteil des Sahnekaramells irgendwie gesund klingt, weil Kinder Kühe generell, aber insbesondere ihre Laute (Muuuuuh!) und ihre Fellflecken lieben und man sich später immer wieder gern an die zäh-süßen Freuden der Kindheit erinnert?

Kein Wunder also, dass viele Süßwarenunternehmen versuchen, ihre im Grunde preiswert herzustellenden Karamellbonbons, die noch zudem größtenteils aus Zucker und Glukosesirup bestehen, emotional aufzuladen und an die Kuh-Saga zu koppeln. Lustigerweise gibt es dabei mehrere Marken, die das Prädikat „Original“ im Namen tragen – möglicherweise muss hier auch (analog zum Streit um die Original-Mozartkugeln) irgendwann juristisch entschieden werden, wer sich wirklich damit schmücken darf.

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