Cornflakes, Frühstücksflocken, Müslis: das sind die witzigsten und verrücktesten!

Seit wann ist eigentlich das seltsame Wort „Zerealien“ bei uns gebräuchlich? Eigentlich doch erst seit dem TV-Werbespot von Kinder Country aus den 90er Jahren, oder?! Also habe ich dieses seltsame, ursprünglich lateinische (cerealia) , dann aus dem Englischen (cereals„) kommend mit falschem Anfangsbuchstaben zu „Cerealien“ eingedeutschte Wort bei uns nie gehört. Wie auch immer: Getreideflocken – das wäre die deutsche Entsprechung dafür – diversifizieren sich aus. Weil die übersüßten Flocken von Kellogg’s, Nestlé und General Mill von den immer gesundheitsbewussteren Verbrauchern weniger gekauft werden, müssen sich die großen Anbieter umstellen, gesündere oder auf andere Arten innovativere Varianten ausdenken. Gleichzeitig ergeben sich Marktlücken für kleinere Anbieter. Also eine spannende Zeit, deren überraschendsten Auswüchse ich hier gern festhalten und diskutieren möchte. Selbstverständlich kommt vieles aus den USA, aber beim Thema Müsli hat Europa (allen voran Schweiz und Deutschland) wohl auch noch ein Wörtchen mitzureden. Nur einen hiesigen Anbieter werde ich nicht berücksichtigen, weil ich dessen Radiowerbung so nervenzerfetzend und den Verstand beleidigend finde (fängt mit „S“ an und hört mich „acher“ auf, ich will es nicht noch aussprechen müssen, sonst kriege ich Kopfschmerzen).

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Voodoo Doughnut in Portland: Lustvolle Fett-Zucker-Fantasien

Logo Voodoo Doughnuts PortlandIch habe schon viel von Voodoo Doughnuts in Portland gehört und dann überall in der Stadt Menschen gesehen, die deren rosa Pappschachteln wie Trophäen mit sich herum trugen. Endlich an der Bäckerei angekommen hieß es zunächst: In die professionell abgesperrte Zickzack-Schlange vor dem Eingang einreihen und mit den Dutzenden anderen Touristen und Foodys auf Einlass warten.

Derweil konnte man schon mal die Speisekarte studieren und den überaus schwierigen Auswahlprozess anwerfen: Für welche Donuts soll ich mich eigentlich entscheiden, wenn ich endlich an die Reihe komme?! Diese Entscheidung wird einem nicht leicht gemacht, zeichnet sich Voodoo Doughnuts doch durch die vielen originellen und kreativen Varianten des Fettgebäcks aus: So gibt es neben den namensgebenden Voodoo-Figürchen mit Gesichtern und ausgestreckten Armen aus Brandteig („Voodoo Doll„) auch den „Captain My Captain„-Donut mit Cap’n Crunch-Cornflakes und Vanille-Fondant, den Butterfingering, den Old Dirty Bastard, den Voodoo Bubble (Gum) oder den Bacon-Maple-Doughnut mit gebratenem Speck und Ahornsirup und viele andere mehr…

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Was steckt hinter Bubble Gum-Aroma? Naschkater recherchiert…

Schmecken will gelernt sein! Vor allem in der Kindheit wird der Geschmackssinn geprägt. Was uns gefällt oder missfällt ist abhängig von individuellen Vorlieben, aber auch vom kulturellen Umfeld. Interessant finde ich, wie sich dieser Geschmackssinn im Laufe der Zeit – kulturell und technologisch bedingt – verändert, internationalisiert und mit Begriffen, Farben und Konsistenzen verbindet. Besonders sichtbar wird es bei zeitgenössischen Bündeln aus Aroma, Farbe und sensorischen Eigenschaften, für die ein eigener Name gefunden wurde.

Zum Beispiel hätte vor 20 oder 30 Jahren niemand gewusst, was er sich unter den Geschmacksrichtungen Energydrink oder Schlumpf vorstellen sollte. Zu letzterem könnte heute jedes Kind sofort die passenden Adjektive liefern. Ein nicht mehr taufrisches, aber immer noch sehr beliebtes und zeitgemäßes Aromenbouquet ist übrigens „Cola„, das sich im wesentlichen zusammensetzt aus Limette, Vanille und würzigen Subnoten wie Zimt. Ältere „Geschmacksmuster„, etwa aus den Wirtschaftswunderjahren, sind inzwischen weitgehend aus dem allgemeinen Sprachgebrauch verschwunden, so zum Beispiel „Mokka“ (das in den USA mit leicht abweichender Bedeutung weiter existiert) oder „Tuttifrutti„, das uns einst als Eiskremesorte aus Italien erreichte.

Eine Geschmacksrichtung fasziniert mich allerdings ganz besonders: Bubble Gum…

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Auch die Peanuts von Charles M. Schulz haben Werbung für Süßes gemacht

Kürzlich habe ich gemeinsam mit einem Freund Kalifornien, Oregon und Washington State bereist und dabei meine Candy-Vorräte wieder gehörig aufgefüllt. Nebenbei haben wir viele nette Menschen, viel Natur (u. a. Reedwoods) und auch Kultur kennengelernt. Unter letzteres fasse ich das Charles M. Schulz-Museum in Santa Rosa. Dort hat uns ein ausgesucht freundlicher Guide durch die Ausstellungen geführt und mit viel Begeisterung alles erklärt. Für mich war natürlich von besonderem Interesse, was das berühmte „LizenzproduktPeanuts – und allen voran natürlich Hündchen „Snoopy“ – früher schon im Bereich Lebensmittel vermarktet haben. Heute findet man vor allem dank des 2015 veröffentlichten Peanut-3D-Films hier und da ein paar Peanuts-Figürchen, u.a. auf Bahlsen-Keksen, PEZ-Spendern und einem Adventskalender.

Aber so richtig rund läuft das Geschäft mit den Peanuts-Lizenzen nicht mehr – die Comic Strips sind doch etwas in die Jahre und auch die Zeichentrickserie wird kaum noch irgendwo gezeigt. Es ist möglich, dass die Peanuts in einigen Jahren dem jüngeren Publikum – insbesondere außerhalb seinem kulturellen Ursprungsort USA – gar nicht mehr geläufig sind. Das wäre schade…

Aktuelle Lizenzfiguren, zu denen ich eigene Beiträge verfasst habe, sind etwa die Minions, Star Wars und die Schlümpfe.

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Boom bei Adventskalendern: Immer größer und bunter – das sind die besten!

Die einen klagen über die zunehmende Kommerzialisierung des Weihnachtsfests, die anderen freuen sich einfach, dass nun auch das Segment der Adventskalender Beachtung erfährt und die angeboten Varianten deutlich aufgewertet werden. Die Lebensmittelindustrie bringt inzwischen neben den klassischen, flachen und mit meist 80 Gramm Schokolade gefüllten Kalendern immer größere, das heißt vor allem auch schwerere und aufwändiger gestaltete Kalender auf den Markt, hinter dessen 24 Türchen sich Schokolade, aber auch viele andere leckere Sachen finden wie etwa Marzipan, GummibärchenChipsCerealienSäfte, Tee und sogar Bier! An dieser Stelle muss ich mich allerdings auf die Süßigkeiten und salzige Snacks beschränken und kümmere mich nicht weiter um Kalender mit Getränken; ebenso bleiben Adventskalender mit Spielzeug, Pflege- und Beautyprodukten und diesem ganzen Schnickschnack außen vor.

Positiver Nebeneffekt der Entwicklung zu schwereren Kalendern ist, dass immer mehr Herstellern gesonderte Kalender für einzelne Marken und Untermarken produzieren: So findet sich dieses Jahr unter den Adventskalendern welche von M&M, Milka, Jelly Belly, Haribo, After Eight, Smarties, Hello von Lindt und natürlich KINDER von Ferrero mit vielen verschiedenen Motiven und Formen. Der Nachteil ist, dass aufgrund der gestiegenen Größe und aufwändigen Gestaltung die Kalender natürlich auch teurer werden! Ich habe mir deshalb die Mühe gemacht, Preise und Grammturen der Kalender in Relation zu setzen und den besten Deal heraus zu finden…

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Stäbchen-Schokolade mit Milchcremefüllung: Nicht nur für KINDER

Milka Milkini
Noch ein verbliebener Marken-Wettbewerber im wenig umkämpften Riegelschokoladenmarkt: Milka Milkini

Früher gab es die köstlichsten Schokoladen-Stäbchen mit Milchcremefüllung bei Aldi – ein No Name-Produkt, an dessen Geschmack ich mich noch gut erinnern kann: jedes Stäbchen in goldenes Glanzpapier eingefaltet, so süß und weich! Mittlerweile ist unter den großen Schokoladenmarken nur noch die KINDER-Schokolade von Ferrero übrig geblieben – und deren Riegel sind deutlich fester als jene Schokoriegel aus meiner Kindheitserinnerung.

Stäbchen-Schokolade gibt es heute nur noch selten und wenn dann meist von Billigherstellern mit Lizenz- oder Trendmotiven wie Star Wars, Sandmännchen, Barbie oder Einhörnern in allen Facetten. Im Ausland scheint die sauber zu portionierende Schokolade in Stäbchen weiter verbreitet zu sein als bei uns. Das zeigen die Beispiele aus Spanien, Russland und Israel in der nachfolgenden Galerie.

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Zum Reformationstag: Der süßer Martin Luther

Luther Schokolade Zotter Mandel und Rosen

Am 31. Oktober gedenken die evangelischen Christen der Reformation ihrer Kirche durch Martin Luther. Normalerweise tun sie das offiziell nur in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, 2017 jedoch – angesichts des 500-Jahre-Jubiläums – ist ausnahmsweise in ganz Deutschland Feiertag (und Montag, der 30.10. damit ein idealer Brückentag!). Dadurch haben wir genug Zeit, uns mal Gedanken über Martin Luther und die Reformation zu machen… Also vor genau 500 Jahren, am 31. Oktober 1517, soll Luther 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche von Wittenberg genagelt haben (Naja, zumindest verfasst und übermittelt haben, der physische Thesenanschlag ist nicht belegbar). Die Thesen waren auf Lateinisch verfasst und richteten sich im Wesentlichen gegen den Ablasshandel der Kirche, also das Erlassen von Sündenstrafen gegen Geldzahlungen. In der Folge führte das zur Spaltung der christlichen Kirche im deutschsprachigen Raum in einen römisch-katholischen und einen evangelischen-lutherischen Teil (sowie ein paar weitere Splittergruppen).

Was lässt sich noch schönes über Luther anmerken? Er begrüßte die blutige Niederschlagung der Bauernaufstände, war enthusiastischer Antisemit, forderte die Ermordung von „Hexen“ und „Wechselbälgern“ (Behinderten), da in diese der Teufel gefahren sei. Jetzt aber flugs zum eigentlichen, weit angenehmeren Gegenstand meines Blogs: Süßigkeiten! Und tatsächlich: rund um den aktuellen Reformationstag gibt es eine Reihe von Luther-Süßigkeiten! Ich habe alles, was ich über Luther-Süßigkeiten finden respektive kosten konnte, in der nachfolgenden Galerie aufgeführt. „Zum Reformationstag: Der süßer Martin Luther“ weiterlesen

Keine Hexerei: Es gibt originellere Lebkuchenhäuser

Lambertz Spukschloss Lebkuchenhaus
Keine Backmischung sondern einen Bausatz für ein ungewöhnliches Lebkuchenhaus präsentiert Hubert Vogel, Konditor und Produktentwickler bei Lambertz, hier auf der ISM in Köln: eine gelungene Weiterentwicklung des Hexenhauses zum Spukschloss aus Lebkuchen. Schön gestaltet und mit echten Haribo-Dekofiguren zum Einsetzen.

Eine typische vorweihnachtliche Beschäftigung, an die ich mich sehr gern erinnere, ist das gemeinsame Basteln eines süßen Hexenhauses mit meiner Mutter. Sie hatte immer mehr Geduld und Fingerspitzengefühl als ich, aber das Öffnen des Kartons mit allen benötigten Zutaten, das Zusammensetzen und Verkleben der Lebkuchenblöcke, das anschließende Dekorieren und Verzieren mit Zuckerguss und natürlich später das Abbrechen und Verknuspern des (inzwischen steinharten) Lebkuchens ist eine wunderbare Kindheitserinnerung. Das beste daran war wahrscheinlich einfach das intensive Zusammensein, das Teamwork und gemeinsame Erschaffen eines nützlichen und schönen Gegenstands. Dass uns das Hexenhaus-Baukastenset dabei geholfen hat, habe ich gar nicht weiter wahrgenommen. Hexenhäuser sind hoffentlich immer noch (ich muss mal beim Süßwarenverband nachfragen, ob die eine Statistik haben, füge ich dann hier ein) beliebt in Deutschland. Aber sie kommen nicht mehr ganz so schlicht und eindimensional daher! Denn mittlerweile gibt es sie auch in tollen Varianten etwa als Spukschloss oder mit unter Kindern populären Figuren als „Testimonials“. Ich hoffe, in den nächsten Jahren gibt es hier (wie bei Adventskalendern) noch mehr kreative Ideen und Weiterentwicklungen!

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Kuchenteig zum Naschen? Den gibt es jetzt immer öfter!

Es mag schon zehn Jahre her sein, dass ich erstmals die Sorte „Keksteig“ (englisch: Cookie Dough) als Eiskreme von Ben & Jerry’s wahrgenommen habe, später bemerkte ich noch „half baked„, ebenfalls von Ben & Jerry’s. Aber inzwischen setzt sich diese Gechmacksrichtung mehr und mehr auch bei anderen Süßigkeiten durch: So gibt es schon ein KitKat Chunky mit Cookie Dough (noch mehr Sorten und Infos zur Rezeptveränderung bei KitKat gibt es hier), Poptarts, aromatisierte Erdnussbutter und ebensolcher löslicher Kaffee, Sirup für den Kaffee und eine ganze Reihe von Cookie Dough Bites („Keksteigbissen“) mit Editionen wie Fudge Brownie und Geburtstagskuchen. Oft kommt Cookie Dough zusammen mit Chocolate Chip – das scheint im angelsächsischen Raum ein geläufiges Geschmacksversprechen zu sein. Besonders viele Produkte dieser Art habe ich bei Proteinriegeln festgestellt. Sportler mögen es offenbar gern teigig mit Schokostückchen…

Am allerbesten haben es jedoch Berliner: In unserer Hauptstadt gibt es sogar ein Café, in dem ausschließlich ungebackener Keksteig zum Löffeln serviert wird: „Spooning“ in der Kollwitzstraße 56 in Prenzlauer Berg. Da dieser spezielle Teig ohne Eier und Backpulver hergestellt wird, besteht nicht die Gefahr von Bauchschmerzen. Jedenfalls wenn man nicht zu viel davon ist – und das gilt für alle hier vorgestellten Produkte!

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Look-O-Look im Interview: Fantasien aus Marshmallow und Weingummi

Dirk Köhm, Accountmanager von Look-O-Look in Deutschland.

Ich bin mir sicher, jedem sind die bunten und witzigen Weingummi- und Marshmallow-Produkte wie die Candy Pizza oder das Candy Sushi von Look-O-Look schon einmal aufgefallen – sie sind einfach ein Augenschmaus! Einer der Verantwortlichen dieses ursprünglich holländischen Unternehmens, das zur Perfetti Van Melle Group (u. a. Mentos und ChupaChups) gehört ist Dirk Köhm. Er hat sich freundlicherweise die Zeit genommen, um meine vielen Fragen, die ich an dieses Unternehmen habe, zu beantworten.

naschkater.com: Lieber Dirk, ich habe gerade die Halloween Candy Pizza probiert und bin wieder mal begeistert! Wie kriegt ihr das so weich und fruchtig hin? Wer hat eigentlich das allererste Rezept entwickelt?

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