Die Marsianer greifen den Kakaopulvermarkt in Deutschland an

Food-Riese Mars hat erst vor wenigen Monaten süße Brotaufstriche von seinen Schokoriegel-Marken herausgebracht und jetzt schon wieder eine Produktkategorie entdeckt, die er noch nicht erobert hat: kakaohaltige Getränkepulver! Jetzt gibt es gleich die volle Bandbreite auf eigenen Displays in den Supermärkten: M&M-Kakaopulver mit bunten Schokolinsen drin, Bounty-Kakaopulver mit Schokoladenstückchen und Kokosaroma (liegt sowieso total im Trend gerade) sowie Milky Way-Kakaopulver mit „Magic Stars“-Schokosternchen drin.  „Die Marsianer greifen den Kakaopulvermarkt in Deutschland an“ weiterlesen

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Was macht die Waffel im Eis? Das Mouthfeel abrunden!

Ob für den Eisgenuss aus der Tiefkühltruhe oder im Café: Im Eisbecher steckt meist eine Waffel oder ein Keksröllchen. Warum das so ist? Dekoration und sensorische Variation, denn zum weichen Halbgefrorenen gehört auch etwas Knuspriges, um das Mouthfeel abzurunden. Interessanterweise hat sich der Südtiroler Keksbäcker Loacker in Deutschland auf die enge Nische der Eiswaffeln gestürzt und bietet an Tiefkühltruhen seine Produkte in den Varianten Vanille und Zitrone an. Seine eisbegleitenden Gebäckröllchen nennt das österreichische Keks- und Schokoladeunternehmen Manner übrigens „Dekorhippen“.

Die Bezeichnung geht auf das traditionelle Hippengebäck zurück, das noch warm aufgerollt wird und später knusprig wird. Die Hippe ist mit dem in Ostfriesland verbreiteten Neujahrshörnchen verwandt, die auch ich zu Neujahr mit Mutter und Oma mit einem speziellen Waffeleisen mit sehr schönen Mustern in großen Mengen hergestellt und dann in den ersten Tagen des neuen Jahres zum Tee gegessen habe. Das besondere waren die Anis-Stückchen im Teig und dass sie immer so bröselig waren und im oder vor dem Mund zersplitterten.)

Werden die Dekoröllchen noch mit Schokolade gefüllt oder überzogen, dann verwandeln sie sich in ein eigenständiges Keksprodukt, das ohne Eis funktioniert, wie etwa die Crispy Rolls von Milky Way (Mars).

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Kakao: Das unterscheidet Trinkschokolade von Instantpulver

Als Kind habe ich oft einen Kakao zum Frühstück bekommen. Dachte ich. In Wahrheit handelte es sich dabei um ein kakaohaltiges Getränkepulver, das zu 80% aus Zucker und ansonsten aus zermahlenem Kakaopresskuchen besteht, dem sein kostbarster Bestandteil, die Kakaobutter, zu rund 90% entzogen wurde. Mit anderen Worten: Meine Milch wurde gesüßt, gefärbt und mit zugesetzten Vitaminen angereichert.

Inzwischen weiß ich, was die Unterschiede zu echtem Kakao und insbesondere zu einer heißen Schokolade sind. Um es kurz zu machen: Heiße Schokolade ist genau das, was es heißt: Eine erwärmte, mit Milch oder Wasser verrührte Schokolade mit all ihren definierenden Bestandteilen, nämlich Kakaobutter, Kakaopulver, Zucker und Milchpulver sowie ggf. . Auch davon gibt es im Handel verschiedene Varianten, etwa als Kügelchen für eine leichtere Dosierung (z. B. von Rausch) oder als Klumpen in Löffelform am Stil zum einhängen in die heiße Milch (z. B. von Wawi). „Kakao: Das unterscheidet Trinkschokolade von Instantpulver“ weiterlesen

Kindheitserinnerungen: Eiskonfekt im Aluhütchen aus dem Kühlschrank

Ich erinnere mich noch gut an mein erstes Eiskonfekt: Die einzelnen Schokoladen-Pralinen steckten in gerillte Aluminium-Hütchen und wurden im Kühlschrank aufbewahrt. In einer spitz zulaufende Plastiktüte steckten vielleicht 20 bunte Schokonäpfchen. Die Schokolade war sehr weich, süß und fettig und schmeckte mir damals nicht so gut, nur die Verpackung hatte mir gefallen.  in bunten Kapseln waren. Die vorzugsweise im Kühlschrank gelagerte Schokolade musste man vom Aluminium befreien, dabei krümelte und/oder schmierte es immer ziemlich und dann konnte man sie essen. Daneben erinnere ich mich auch an Eisschokolade aus kleinen quadratischen Täfelchen, die ebenfalls in der Spitztüte daher kamen, aber komplett in Staniolpapier eingepackt waren, auf dem winterliche Comic-Zeichnugen abgebildet waren. „Kindheitserinnerungen: Eiskonfekt im Aluhütchen aus dem Kühlschrank“ weiterlesen

Manner eröffnet ersten deutschen Pop up-Store bei Berlin

Immer mehr Süßwarenhersteller verkaufen ihre Produkte in eigenen Geschäften direkt an die Endkunden. Fast alle Hersteller betreiben Fabrikshops in der Nähe ihrer Produktionsstätten (z. B. Haribo, Trolli, Bahlsen, Storck), in denen es Waren mit kleinen Fehlern vergünstigt gibt, die anderen nutzen Flagschiff-Geschäfte, um ihre Marke zu inszenieren wie etwa allein in Berlin Katjes, Ritter-Sport und Rausch. Wieder andere betreiben ein Filialsystem, das zu einem zusätzlichen Standbein neben LEH und Online-Shop wird, das tun unter anderem Lindt, Viba, Loacker und – seit Ende September erstmals in Deutschland – Manner. „Manner eröffnet ersten deutschen Pop up-Store bei Berlin“ weiterlesen

Klassisch, fruchtig, süß: Lutschbonbons und Drops

Die Geschichte der Bonbons fängt mit einem Rohstoff an: Zucker. Der wurde schon früh in verflüssigter Form als Glukosesirup mit etwas Aroma, etwas Farbstoff und einem Hauch Säure in gegenläufigen Walzen zu mundgefälligen Formen wie der Beerenform gepresst: Fertig ist das klassische Lutschbonbon!

Später kamen diverse Füllungen für intensivere Geschmackserlebnisse dazu, zum Beispiel mit Fruchtsaft, LakritzSchokolade, Karamell oder Brause. Dann gibt es immer mehr Aufwertungen zu Sahne– bzw. Karamellbonbons („Kuhbonbons“), ungewöhnliche Geschmacksrichtungen und hier und da Bio– oder fair gehandelte Zutaten. Auch die kunstvolle Verschränkung verschiedener Farbschichten zu kleinen Emblemen auf den einzelnen Bonbons ist Teil der hohen Kunst des Zuckerbäckers.

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Schokoküsse, Mohrenköpfe und Schwedenbomben

In den letzten Jahre sind die Hersteller von Schokoküssen experimentierfreudiger geworden – juhu! Gerade Topkuss von Grabower probiert kreative Varianten aus, zum Beispiel bei der Farbe der Kuvertüre und verschiedenen Streuseln. Gerade zu besonderen Anlässen wie der Fußballweltmeisterschaft werden Schokoküsse gern mit  Nationalfarben dekoriert. Marktführer Storck betreibt mit seinen Dickmanns noch höheren Aufwand und bringt jahreszeitlich passende Special Editions auf den Markt wie Dicke Nüsse im Herbst, Dicke Eier zu Ostern und zuletzt Kokos im Sommer, bei denen sowohl die äußere Form an das Motiv angepasst als auch die Füllung mit zusätzlichen Aromen aufgepeppt wurde. Besonders originell fand ich die „Berliner„, die nicht nur eine runde Form hatten und eine Art Zuckerstreusel obendrauf, sondern auch noch eine Klecks roter Himbeer-„Marmelade“ in ihrem Inneren.  „Schokoküsse, Mohrenköpfe und Schwedenbomben“ weiterlesen

Mikrowellen-Popcorn mit Erdbeere, Wasabi oder Speck

Es geht doch nichts über frisch in der heimischen Mikrowelle hergestelltes Popcorn: heiß und fettig und bei mir oft leicht verbrannt. Doch während man bei Ready-Made-Popcorn, also dem fertigen in Tüten, inzwischen eine breite Auswahl an Geschmacksrichtungen (und Farben) hat, ist man bei Mikrowellen-Popcorn häufig auf die langweiligsten aller Sorten beschränkt: süß oder salzig. In diesem Beitrag zeige ich meine wenigen etwas ungewöhnlicheren Popcorn-Körner für zuhause – ungewöhnlich vom Geschmack oder vom Verpackungsdesign. Ich hoffe, es werden im Lauf der Zeit mehr vorzeigbare Produkte.

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Zetti: Knusperflocken, Bambina und Schlagersüßtafel

 Zetti ist Kult – Nicht nur im Osten! Mit seinen Knusperflocken aus schokoliertem Knäckebrot in der goldenen Tüte, Bambina und den Schlagersüßtafeln hat das Unternehmen Goldeck Süßwaren GmbH aus Zeitz (Z-ett!) sich längst einen festen Platz im gesamtdeutschen Süßwarenregal erobert. Außerdem sind sie experimentierfreudig und bringen die Knusperflocken auch in neuen Sorten heraus wie mit Zartbitter- oder Weißer Schokoladen-Umhüllug oder mit Spekulatius– und Eiskaffeegeschmack! Abgesehen davon sind die Knusperflocken vergleichsweise „gesund“, denn – wer hätte es geahnt – die Hauptzutat ist Roggenvollkornmehl! Dieses Mehl ist aber auch der Grund für den Suchteffekt: Wenn man einmal die Packung (normale Größe = 140 Gramm) geöffnet hat, kann man kaum noch aufhören, die kleinen Plättchen wegzunaschen, weil sie nach dem ersten Knack der Schokoladenhülle so schön mehlig zerfallen. Viel weicher als zum Beispiel die Choco Crossis von Nestlé„Zetti: Knusperflocken, Bambina und Schlagersüßtafel“ weiterlesen

Pommes Frites: Snack in vielen Varianten, sogar in süßer

Pommes Frites, kurz Pommes oder auch Fritten, sind Kult. Den fettigen Kartoffelstäbchen kann kaum einer widerstehen, wenn sie in der Kantine, dem Burger Restaurant oder der Imbissbude mit rotem Ketchup und weißer Mayonnaise („Schranke“) oder komplett mit Currywurst oder Burger angeboten werden. Dabei haben sie zwar eine charakteristische Form, aber eigentlich gar nicht so viel Eigengeschmack, eben vor allem nach Fett, Salz, manchmal Pommesgewürz. Aber trotzdem machen sie glücklich! Deshalb ist es auch kein Wunder, dass Pommes in unsere Snackkultur Eingang gefunden haben und selbst im Süßwarenbereich als Marshmallow-Fritten, Marzipan-Pommes Frites oder Weingummi-Pommes imitiert werden, wie die folgenden Bilder beweisen!

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