Was steckt hinter Bubble Gum-Aroma? Naschkater recherchiert…

Schmecken will gelernt sein! Vor allem in der Kindheit wird der Geschmackssinn geprägt. Was uns gefällt oder missfällt ist abhängig von individuellen Vorlieben, aber auch vom kulturellen Umfeld. Interessant finde ich, wie sich dieser Geschmackssinn im Laufe der Zeit – kulturell und technologisch bedingt – verändert, internationalisiert und mit Begriffen, Farben und Konsistenzen verbindet. Besonders sichtbar wird es bei zeitgenössischen Bündeln aus Aroma, Farbe und sensorischen Eigenschaften, für die ein eigener Name gefunden wurde.

Zum Beispiel hätte vor 20 oder 30 Jahren niemand gewusst, was er sich unter den Geschmacksrichtungen Energydrink oder Schlumpf vorstellen sollte. Zu letzterem könnte heute jedes Kind sofort die passenden Adjektive liefern. Ein nicht mehr taufrisches, aber immer noch sehr beliebtes und zeitgemäßes Aromenbouquet ist übrigens „Cola„, das sich im wesentlichen zusammensetzt aus Limette, Vanille und würzigen Subnoten wie Zimt. Ältere „Geschmacksmuster„, etwa aus den Wirtschaftswunderjahren, sind inzwischen weitgehend aus dem allgemeinen Sprachgebrauch verschwunden, so zum Beispiel „Mokka“ (das in den USA mit leicht abweichender Bedeutung weiter existiert) oder „Tuttifrutti„, das uns einst als Eiskremesorte aus Italien erreichte.

Eine Geschmacksrichtung fasziniert mich allerdings ganz besonders: Bubble Gum…

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So verrückt sind die Sondereditionen von TicTac

TicTac Ferrero Counts Combo
TicTac bringt „Counts Combo“ in den Gruselfarben Orange und Lila in den USA auf den Markt.

Kaum einer weiß, dass tictac zu Ferrero gehört – die machen nämlich nicht nur Sachen mit Haselnuss und Schokolade, sondern auch die Erfrischungspillen! Entsprechend viel mehr verschiedene tictac-Sorten gibt es in Italien, dem Heimatland von Ferrero: nicht nur die kleinen Pillen zur Atemerfrischung, sondern auch dickere, platte Varianten („tictac breeze„) und Kaugummi („tictac Gum„). Aber in den letzten Jahren gibt es auch hierzulande immer mehr Varianten von den klassischen weißen (Minze) und orangenen (Orange) Pillen wie etwa die Minions-Bananen-Edition (Minions sehen ja an sich schon aus wie kleine tictacs), die Simpsons-Editions (mit echt schrägen Geschmacksrichtungen wie Bubble Gum, Donut und Heidelbeere) oder die „emotions edition„, bei der kleine Gesichter auf die tictacs gedruckt waren. Dabei scheint es sich generell um eine Weiterentwicklung bei tictac zu handeln, nicht nur die zusätzlichen, gewagteren Geschmacksrichtungen, sondern auch das Bedrucken, das auch bei Minions und Simpsons stattfand. Die technische Herausforderung, so kleine Pillen halbwegs gleichbleibend zu bedrucken, ist ja nicht zu unterschätzen. In den USA, wo es ja von fast allen international verbreiteten Süßigkeiten noch mal mehr verrückte Sorten gibt, habe ich auch eine Halloween-Edition gefunden. Und sicherlich gibt es noch mal mehr, wenn man gezielt danach sucht…

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Zuckerl aus Hollywood: Darum ist PEZ weltweit so erfolgreich!

PEZ Spender-Vielfalt
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Starinvestor Frank Thelen aus der  TV-Show „Die Höhle der Löwen“ würde PEZ sicher als ideales Abo-Modell bezeichnen: Der Kunde kauft einen Spender und kriegt die erste Charge Bonbons gleich mit dazu. Aber die passenden Nachfüll-Bonbons gibt es ausschließlich von PEZ und der Kunde muss sie nachkaufen, um den Spender weiter nutzen zu können. Das Geschäftsmodell kennt man heute vor allem von Druckerpatronen und Kapselkaffee. Das zweite Momentum, das dieses Produkt so attraktiv macht, sind die verschiedenen, oft detailreich ausgearbeiteten Schmuckköpfchen, die sich meist aktueller Comicfilm-Charaktere bedienen: sie laden geradezu ein, gesammelt zu werden. Kein Wunder also, dass es einen Kult um die PEZ-Spender gibt und eine weltweite Community von zahlungswilligen Sammlern, die den neusten Kreationen entgegen fiebern.

Dabei waren anfangs gar keine Schmuckköpfe vorgesehen: Als Eduard Haas III. 1950 einen Spender für seine Pfefferminzbonbons entwickelte (von PfeffErminZ leitet sich übrigens die Bezeichnung PEZ ab), orientierte er sich an einem schlichten Feuerzug, an dessen oberen Ende durch den Klappmechanismus ein einzelnes Bonbons – hygienisch, ohne Fingerkontakt – herausgestoßen wurde. Der Apotheker wollte mit den Pfefferminzpastillen eine gesunde Alternative zum Rauchen anbieten! (Hier geht es zu meinem PEZ-Video auf YouTube) „Zuckerl aus Hollywood: Darum ist PEZ weltweit so erfolgreich!“ weiterlesen

Schlumpf-Lizenzen für Haribo, PEZ, Kinder und Zott

Chamallows: Schlumpf-Speck von Haribo.

Haribo war biser immer recht zurückhaltend, was das Lizenzgeschäft angeht – man setzte hier eher auf eigene Figuren. Nur bei den Schlümpfen schlägt Haribo jetzt zu und bringt anlässlich des neuen Kinofilms „Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf“ eine ganze Reihe von blaugefärbten Süßigkeiten auf deutsche und ausländische Märkte, natürlich vor allem Fruchtgummi, mit und ohne Fizz, in verschiedenen Packungsgrößen, u.a. in der Reihe Balla Stixx aber auch eine Schaumzuckerware unter dem (seltsamen, aber schon lange verwendeten) Zusatz Chamallow. Daneben hat auch Ferrero für das Überraschungsei Schlumpf-Lizenzen erworben. Zott hat für seine Monte-Puddings auch Schlümpfe auf den Verpackungen abgebildet und zusätzlich einen Aufkleber angebracht. Aber viel mehr Süßwaren mit Schlumpf-Lizenz habe ich bisher nicht finden können. Vielleicht kommt noch was…

Eine ganz andere Art des Kaubonbons: millions aus England

img_6385Kaubonbons sind bei uns klassischerweise entweder eckig wie Maoam und Mamba oder rund wie Mellers und Mentos. millions sind anders: Es sind kleine, bunte Kügelchen, die man im Mund nacheinander knacken und dann zerkauen kann. Dabei bieten sie auch ein paar ungewöhnlichere Geschmäcker als das immer gleiche Erdbeer-Apfel-Zitrone-Reigen: Es gibt Bubble Gum (blau), Kirsche (rot), Cola (braun) und Schwarze Johannisbeere (violett), Sour-Varianten und als Krönung sogar schokolierte Varianten wie Schoko-Erdbeer oder Schoko-Orange. Neuester Ableger sind die millions mallows, also Mini-Marshmallows, etwa die blauen in der einzigartigen Geschmacksrichtung Bubble Gum – das leckerste Schaumzucker-Zeug, das ich seit langem gekostet habe. Hergestellt werden millions übrigens von der Golden Casket Group, die 1959 im westschottischen Greenock gegründet wurde, und vor allem unter dem Label „Buchanan’s“ Fudge, Toffees und Bonbons anbietet. Weitere Marken von Golden Casket sind „Hill’s“ und „Gibb“.

In Deutschland sind die Miniatur-Geschmacks-Perlen noch wenig verbreitet, immerhin kann man bei Amazon einige Gläser davon bestellen, die aber gleich ganz schön groß. Ansonsten mal im englischen Shop von Amazon gucken, zum Beispiel hier, wo es kleinere Verpackungseinheiten und auch nette Sets zu bestellen gibt (und so lange UK noch zur EU gehört, bekanntlich zollfrei).

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