Lutscher von Chupa Chups: Erfolgreich dank Marketing

Chupa Chups ist bei uns bekannt geworden durch die Lutscher, denen sie mit originellen Verpackungen und aggressivem Marketing zu einem echten Revival verholfen haben. Chupa Chups gehört wie u.a. Mentos, Centershock, Airheads, Meller und Look-O-Look zum niederländisch-italienischen Süßwarenkonzern Perfetti Van Melle„Lutscher von Chupa Chups: Erfolgreich dank Marketing“ weiterlesen

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Em-eukal von Dr. C. Soldan: Bonbons aus der Apotheke

Als Bonbons noch nicht Genuss-, sondern Heilmittel waren, wurden sie häufig von Apothekern selbst fabriziert und verkauft. So zum Beispiel Pfefferminz-Pastillen, die der örtliche Drogist aus einem Stückchen Zuckerkomprimat herstellte, auf das er einen Tropfen Pfefferminzöl träufelte.

Ein Apotheker, der diese Idee weiterentwickelte und sie zu einem Unternehmen ausbaute, das bis heute besteht, war Dr. Carl Soldan aus Adelsdorf im bayerischen Mittelfranken. „Em-eukal von Dr. C. Soldan: Bonbons aus der Apotheke“ weiterlesen

Klassisch, fruchtig, süß: Lutschbonbons und Drops

Die Geschichte der Bonbons fängt mit einem Rohstoff an: Zucker. Der wurde schon früh in verflüssigter Form als Glukosesirup mit etwas Aroma, etwas Farbstoff und einem Hauch Säure in gegenläufigen Walzen zu mundgefälligen Formen wie der Beerenform gepresst: Fertig ist das klassische Lutschbonbon!

Später kamen diverse Füllungen für intensivere Geschmackserlebnisse dazu, zum Beispiel mit Fruchtsaft, LakritzSchokolade, Karamell oder Brause. Dann gibt es immer mehr Aufwertungen zu Sahne– bzw. Karamellbonbons („Kuhbonbons“), ungewöhnliche Geschmacksrichtungen und hier und da Bio– oder fair gehandelte Zutaten. Auch die kunstvolle Verschränkung verschiedener Farbschichten zu kleinen Emblemen auf den einzelnen Bonbons ist Teil der hohen Kunst des Zuckerbäckers.

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Mint-Bonbons: Zuckerkomprimat mit Pfefferminztröpfchen

Bevor es bundesweit verbreitete Massenmedien gab und sich große Marken etablieren konnte, wurde viele Waren des täglichen Bedarfs lokal oder regional hergestellt und vermarktet. so auch Pfefferminzbonbons, die der Apotheker in der Regel einfach selbst gemacht hat, indem er auf ein Stückchen Komprimat aus Rüben- oder Traubenzucker einen Tropfen Pfefferminzöl geträufelt hat.

Daraus haben sich teilweise Marken entwickelt, die bis heute existieren, so zum Beispiel Vivil-Bonbons (erfunden 1903), die PEZ(PfeffErminZ)-Bonbons (1927) aus Linz in Österreich oder die Wusil-Bonbons aus Thüringen (seit 1953). Laut einem Zeitungsartikel soll die Produktion von Wusil jedoch eingestellt werden – es lohne sich einfach nicht mehr, klagt der Eigentümer.

Moderne Mints sind heutzutage oft zuckerfrei und haben gern noch eine weitere Geschmackskomponente wie Zimt oder Zitrone„Mint-Bonbons: Zuckerkomprimat mit Pfefferminztröpfchen“ weiterlesen

Dextro Energy und Co: Das Geheimnis der Traubenzuckerbonbons

Zucker ist heute so etwas wie der Lord Voldemort unter den Zutaten, von Grund auf böse und schlecht, von den Verbrauchern gefürchtet und bekämpft. Nur wenn sie das Wort Traubenzucker lesen, dann verfliegt diese Angst und der Blick wird gütig. Mit der Zutat Traubenzucker wird sogar offensiv auf den Verpackungen geworben! Denn Traubenzucker klingt so natürlich, so gesund, wie ein Stück Obst! Man denkt an taubenetzte, frische  Weintrauben und an eine Art medizinische Wirkung des Traubenzuckers, der in der Lage ist, schnelle Energie für den Kopf zu liefern, die Konzentration zu unterstützen wie ein Nahrungsergänzungsmittel, so ein bisschen wie Doping für das Gehirn.

In meiner Kindheit waren Süßwarenprodukte aus Traubenzucker wie Dextro Energen, Vitraletten oder Traubenzucker-Lollies als eine frühe Form des „Functional Food“ überall verfügbar und so etwas wie Allgemeingut – auch Erwachsene hatten einen Stapel der quadratischen, mittig zerteilbaren Plättchen Dextro Energen beim Sport zur Hand, im Schreibtisch oder im Handschuhfach liegen. Heute findet man sie zwar noch in Supermärkten und Drogerien in der Nähe der Kassen, aber Popularität und Verbreitung haben nach meinem Gefühl abgenommen. „Dextro Energy und Co: Das Geheimnis der Traubenzuckerbonbons“ weiterlesen

Dauerlutscher und Lollipops: Diese Bonbons haben Stil

Eine alte Kamelle sind Lutscher sicher nicht, im Gegenteil – sie erleben ein Revival! So beweist der spanische Süßwarenhersteller ChupaChups (gehört inzwischen zum italienisch-niederländischen Konzern Parfetti van Nelle) seit einigen Jahren, dass Lollis (vom englischen „Lollipop„) und Lutscher (früher „Dauerlutscher“ genannt) beziehungsweise Schleckstängel (Schweiz) und Schlecker (Österreich) immer noch ein spannendes und zeitgemäßes Produkt sein können. Es kommt eben auf einen guten Geschmack und eine originelle Aufmachung an! Der Lolli – der sich den Zutaten nach nicht von einem Bonbon unterscheidet, allein durch den Stil – eignet sich hervorragend als Träger für Lizenzprodukte, zum Beispiel mit Minions, Hello Kitty, Star Wars oder sogar Luther. Auch sie eignen sich ebenso gut als stabiler, essbarer Kern eines witzigen kleinen Spielzeugs, wie dem Batterie betriebenen Lutscher-Rotor (siehe Galerie). Hier eine Auswahl von Lutschern, die ich in letzter Zeit gefunden habe, aktuellen und leicht angestaubten…

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Cavendish and Harvey: Fine British Sweets aus Kaltenkirchen

In Kaltenkirchen in Schleswig-Holstein ist ein Unternehmen zuhause, dessen Produkte Millionen Menschen in Asien  begeistern: Die Bonbonmacher Cavendish & Harvey. Ihre goldenen Dosen, der edle, europäische Look, die fruchtig-süßen Lutschbonbons – all das kommt sehr gut an im fernen Osten. Natürlich auch in Deutschland, aber hier ist die Konkurrenz durch Bonbonhersteller wie Kalfany, Storck und viele andere besonders groß. Ein Mitbewerber sitzt kurioserweise ebenfalls in Kaltenkirchen, ohne dass es eine offizielle Verbindung zwischen beiden Unternehmen gibt: die Rudi Jahnke Süßwaren e.K, die ebenfalls schön verpackte Bonbons herstellen. Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens wurde Jahnke 2016 an Ragolds verkauft, die sind vor allem bekannt für Velamint– und ValensinaBonbons. Aber daneben stellen sie mit Queens Delight ein fast identisches Travel Sweets-Produkt her wie Cavendish & Harvey: Fruchtbonbons in einer goldenen Dose mit europäisch-britischer Aufmachung! Doch seit neustem hat Cavendish & Harvey seine Produktrange deutlich erweitert…

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Zum Reformationstag: Der süßer Martin Luther

Luther Schokolade Zotter Mandel und Rosen

Am 31. Oktober gedenken die evangelischen Christen der Reformation ihrer Kirche durch Martin Luther. Normalerweise tun sie das offiziell nur in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, 2017 jedoch – angesichts des 500-Jahre-Jubiläums – ist ausnahmsweise in ganz Deutschland Feiertag (und Montag, der 30.10. damit ein idealer Brückentag!). Dadurch haben wir genug Zeit, uns mal Gedanken über Martin Luther und die Reformation zu machen… Also vor genau 500 Jahren, am 31. Oktober 1517, soll Luther 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche von Wittenberg genagelt haben (Naja, zumindest verfasst und übermittelt haben, der physische Thesenanschlag ist nicht belegbar). Die Thesen waren auf Lateinisch verfasst und richteten sich im Wesentlichen gegen den Ablasshandel der Kirche, also das Erlassen von Sündenstrafen gegen Geldzahlungen. In der Folge führte das zur Spaltung der christlichen Kirche im deutschsprachigen Raum in einen römisch-katholischen und einen evangelischen-lutherischen Teil (sowie ein paar weitere Splittergruppen).

Was lässt sich noch schönes über Luther anmerken? Er begrüßte die blutige Niederschlagung der Bauernaufstände, war enthusiastischer Antisemit, forderte die Ermordung von „Hexen“ und „Wechselbälgern“ (Behinderten), da in diese der Teufel gefahren sei. Jetzt aber flugs zum eigentlichen, weit angenehmeren Gegenstand meines Blogs: Süßigkeiten! Und tatsächlich: rund um den aktuellen Reformationstag gibt es eine Reihe von Luther-Süßigkeiten! Ich habe alles, was ich über Luther-Süßigkeiten finden respektive kosten konnte, in der nachfolgenden Galerie aufgeführt. „Zum Reformationstag: Der süßer Martin Luther“ weiterlesen

So verrückt sind die tictac Sondereditionen von Ferrero

Kaum einer weiß, dass tictac zu Ferrero gehört – die machen nämlich nicht nur Sachen mit Haselnuss und Schokolade, sondern auch die Erfrischungspillen! Entsprechend viel mehr verschiedene Sorten und vor allem tictac Sondereditionen gibt es in Italien, dem Heimatland von Ferrero: nicht nur die kleinen Pillen zur Atemerfrischung, sondern auch dickere, platte Varianten („tictac breeze„) und Kaugummi („tictac Gum„). Ebenfalls in Italien fand ich tictac mit Lakritze-Mint-Geschmack oder Cranberry-Kristall. Eine echt irre Sonderedition ist tictac Mixer, bei der zwei Schichten von Geschmäckern übereinander aufgetragen werden. Beim Lutschen kommt dann sukzessive (!) die zweite Schicht durch; die gibt es zum Beispiel in den Richtungen Kirsch nach Cola oder Pfirsich nach Limonade.

Auch in Deutschland immer mehr tictac Sondereditionen

Aber in den letzten Jahren gibt es auch hierzulande immer mehr Varianten von den klassischen weißen (Minze) und orangenen (Orange) Pillen wie etwa die Minions-Bananen-Edition (Minions sehen ja an sich schon aus wie kleine tictacs), die Simpsons-Editions mit echt schrägen Geschmacksrichtungen wie Bubble Gum, Donut und Heidelbeere oder die „emotions edition„, bei der kleine Gesichter auf die tictacs gedruckt waren. Aktuell gibt es zur Fußball-WM 2018 auch tictacs in den Geschmacksrichtungen Cola und Limonade mit verschiedenen Spielerportraits auf den Bonbons„So verrückt sind die tictac Sondereditionen von Ferrero“ weiterlesen

Zuckerl aus Hollywood: Darum ist PEZ weltweit so erfolgreich!

PEZ Spender-Vielfalt
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Starinvestor Frank Thelen aus der  TV-Show „Die Höhle der Löwen“ würde PEZ sicher als ideales Abo-Modell bezeichnen: Der Kunde kauft einen Spender und kriegt die erste Charge Bonbons gleich mit dazu. Aber die passenden Nachfüll-Bonbons gibt es ausschließlich von PEZ und der Kunde muss sie nachkaufen, um den Spender weiter nutzen zu können. Das Geschäftsmodell kennt man heute vor allem von Druckerpatronen und Kapselkaffee. Das zweite Momentum, das dieses Produkt so attraktiv macht, sind die verschiedenen, oft detailreich ausgearbeiteten Schmuckköpfchen, die sich meist aktueller Comicfilm-Charaktere bedienen: sie laden geradezu ein, gesammelt zu werden. Kein Wunder also, dass es einen Kult um die PEZ-Spender gibt und eine weltweite Community von zahlungswilligen Sammlern, die den neusten Kreationen entgegen fiebern.

Dabei waren anfangs gar keine Schmuckköpfe vorgesehen: Als Eduard Haas III. 1950 einen Spender für seine Pfefferminzbonbons entwickelte (von PfeffErminZ leitet sich übrigens die Bezeichnung PEZ ab), orientierte er sich an einem schlichten Feuerzug, an dessen oberen Ende durch den Klappmechanismus ein einzelnes Bonbons – hygienisch, ohne Fingerkontakt – herausgestoßen wurde. Der Apotheker wollte mit den Pfefferminzpastillen eine gesunde Alternative zum Rauchen anbieten! (Hier geht es zu meinem PEZ-Video auf YouTube) „Zuckerl aus Hollywood: Darum ist PEZ weltweit so erfolgreich!“ weiterlesen