Good Pasta, bad Service: Leckere Nudeln in Mitte


„Es ist ein ganz einfaches Prinzip“ – wer diesen Satz hört, weiß, dass er jetzt sehr genau aufpassen muss. Doch die gut gelaunte Servicekraft im Good Pasta erklärt ein ums andere Mal geduldig, dass jedes Gericht aus fünf Nudelsorten und zehn verschiedenen Saucen zusammengestellt wird. Der Preis hängt von der Sauce ab und startet bei 4,- Euro für ein Romeo Rosso, einer Tomatensauce mit Basilikum, Orangensaft, Knoblauch. Crevette Anisée. Eine Fenchel-Garnelen-Sauce mit Pastis und Stangensellerie ist mit 9,- Euro am teuersten. Dazu gibt es auf Wunsch die Ad-ons Biohühnchen, Garnelen oder Lachs, die extra kosten.

Obwohl alles so einfach ist, dauert es, bis sich jeder zurechtfindet. „Wo ist denn das Besteck?“ ist die meist gestellte Frage an diesem Tag. Es findet sich links vom Tresen, über den die Pasta ausgereicht wird. Heute sind Vollkornnudeln leider schon alle und das bestellte „Sundried Tomato Pesto“ aus getrockneten Tomaten mit Knoblauch, Pinienkernen und Parmesan hat sich im Tohuwabohu der falsche Gast geschnappt. Kein Drama für die charmante Küchencrew – alles wird schnellstens nachgereicht und schmeckt aromatisch frisch. Kein Wunder, denn hier wird ganz ohne Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe gekocht. Die Portionen kommen in einer viereckigen Porzellanschüssel und sind riesig. Preishit ist das Special-Dish: Nudelsalat mit Kirschtomaten, Mörchen und Rucola dazu ein Bionade-Drink und ein kleines Häagen-Dazs für zusammen nur 5,50 Euro. Rabattkarten gibt es auch, Studenten kriegen schon nach 5 Essen eins umsonst.

Bestes Getränk: Höllen Apfelsaftschorle
Bester Platz: Auf dem Treppensims
Beste Zeit: Nach 14 Uhr

Good Pasta
Reinhardtstraße 11
10117 Berlin
http://www.good-pasta.de

Nachtrag 2008: Etwa drei Jahre, nachdem ich diese Lobeshymne auf Good Pasta verfasst habe, war ich neulich (ca. September 2008) noch mal da. Leider hat der Wirt seinen Elan verloren und war recht unwirsch. Es war wenig los, die Tische nicht abgewischt, das Good Pasta-Logo auf den Terrinen ausgewaschen und die ausliegenden Zeitschriften schon viele Monate alt und zerflededert. Das Pesto Rosso schmeckte mir aber immer noch sehr gut, wengleich die Anzahl der Pinienkerne, die drüber gestreut wurden, an zwei Händen abzählbar waren. Schade eigentlich…

Nachtrag 2017: Das Good Pasta gibt es nicht mehr – das ist mir gerade erst aufgefallen, kann aber schon länger der Fall sein. Die Webseite ist auch tot.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s