Boom bei Adventskalendern: Immer größer und bunter – das sind die besten!

Die einen klagen über die zunehmende Kommerzialisierung des Weihnachtsfests, die anderen freuen sich einfach, dass nun auch das Segment der Adventskalender Beachtung erfährt und die angeboten Varianten deutlich aufgewertet werden.

Die Lebensmittelindustrie bringt inzwischen neben den klassischen, flachen und mit meist 80 Gramm Schokolade gefüllten Kalendern immer größere, das heißt vor allem auch schwerere und aufwändiger gestaltete Kalender auf den Markt, hinter dessen 24 Türchen sich Schokolade, aber auch viele andere leckere Sachen finden wie etwa Marzipan, GummibärchenChipsCerealienSäfte, Tee und sogar Bier! An dieser Stelle muss ich mich allerdings auf die Süßigkeiten und salzige Snacks beschränken und kümmere mich nicht weiter um Kalender mit Getränken; ebenso bleiben Adventskalender mit Spielzeug, Pflege- und Beautyprodukten und diesem ganzen Schnickschnack außen vor.

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Black Friday: Süßigkeiten-Angebote

Ferrero macht schon wieder eine Gratis-Testen-Aktion! Jetzt können in der Black Week vom  19. bis 21. November 2018 pro Person eine Hanuta 10er-Packung und eine Duplo-Packung kostenlos getestet werden: Einfach im Aktionszeitraum diese Produkte kaufen und Kassenbon hochladen. Mehr Informationen unter www.ferrero-blackweek.de

Wie man ständig Süßigkeiten und andere Produkte gratis testen kann, beschreibe ich hier.

 

Lebkuchen oder Gingerbread? Das sind die Unterschiede!

In Deutschland verbinden wir mit Lebkuchen das Lebkuchenherz vom Jahrmarkt, das Lebkuchenhaus in der Adventszeit und natürlich die mit Schokolade überzogenen Brezeln oder gefüllten Herzen aus Lebkuchenteig, die vor allem in der Adventszeit gegessen werden. Außerdem wird Lebkuchen in der Küche als Soßenkuchen für die Verfeinerung und Bindung von deftigen Soßen verwendet. Die Zutaten für Lebkuchen nach klassischem deutschem Rezept sind Mehl, Zucker, Eier und Mandeln, Zitronat und Orangeat gewürzt mit Zimt, Nelken, Piment und Kardamom.

Obwohl das Rezept keinen Ingwer vorsieht, heißt Lebkuchen im Englischen Gingerbread, also „Ingwerbrot“. Und wenn Amerikaner von Gingerbread sprechen, denken sie dabei vor allem an ein Teigmännchen aus Gingerbread. Einem breiten Publikum auch in Deutschland wurde so ein Männchen im Kinofilm „Shrek“ bekannt gemacht, in dem ein solches Männchen namens „Gingy“ eine sympathische Nebenrolle ausfüllte.

Was den Amis das Gingerbread-Männchen ist uns der Stutenkerl

Ein ähnliches „Gebildebrot“ in Form eines Männchens ist hierzulande auch bekannt: der Stutenkerl oder Weckmann,allerdings nicht aus Lebkuchen, sondern aus Hefeteig. Hier muss man zwei Varianten unterscheiden: In den Regionen Rheinland und Ruhrgebiet wird der Weckmann am 11. November verkauft und bezieht sich damit auf den Heiligen Martin von Tours. In den meisten anderen Teilen Deutschlands wird der Weckmann oder wie er jeweils vor Ort bezeichnet wird, erst am 6. Dezember verspeist, an dem Tag, der dem Bischof Nikolaus von Myra geweiht ist, dem allseits bekannten St. Nikolaus.

Und warum hat der Weckmann meist eine Tonpfeife bei sich? Sie stellte ursprünglich den Bischofsstab dar, wurde in der Reformationszeit aber umgedreht und als Pfeife verweltlicht. So jetzt habe ich für genügend Verwirrung gesorgt. Entscheidendes Learning an dieser Stelle: Lebkuchen enthält kein Ingwer, wird aber im englischen mit Gingerbread übersetzt und dort meist als Gebildebrot in Männchenform angeboten. Unsere Weckmänner sind aus Hefeteig und beziehen sich auf zwei verschiedene Heilige.

Übrigens: Auch über das Weihnachtsgebäck Spekulatius als Trendaroma habe ich bereits geschrieben, ebenso über originelle Backmischungen und Adventskalender.

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Eichhörnchen als Verpackungsmotiv auf Süßigkeiten

Das eurasische Eichhörnchen ist ein possierliches, allseits beliebtes Tier, das in der nächsten Umgebung zum Menschen in Parks und Wäldern lebt und häufig zutraulich ist. Seine hellbraune, von graubraun bis rotbraun changierende Färbung passt zu der Zutat, die stark mit ihm verbunden wird: der Haselnuss. (Allerdings fressen Eichkätzchen, wie sie in Süddeutschland heißen, je nach Jahreszeit und Verfügbarkeit auch Samen, Körner, Blüten, Rinde, Flechten, Pilze, Beeren, Obst, ja sogar Würmer, Insekten, Larven, Schnecken, Vogeleier und Jungvögel, aber das nur am Rande.)  „Eichhörnchen als Verpackungsmotiv auf Süßigkeiten“ weiterlesen

Die Marsianer greifen den Kakaopulvermarkt in Deutschland an

Food-Riese Mars hat erst vor wenigen Monaten süße Brotaufstriche von seinen Schokoriegel-Marken herausgebracht und jetzt schon wieder eine Produktkategorie entdeckt, die er noch nicht erobert hat: kakaohaltige Getränkepulver! Jetzt gibt es gleich die volle Bandbreite auf eigenen Displays in den Supermärkten: M&M-Kakaopulver mit bunten Schokolinsen drin, Bounty-Kakaopulver mit Schokoladenstückchen und Kokosaroma (liegt sowieso total im Trend gerade) sowie Milky Way-Kakaopulver mit „Magic Stars“-Schokosternchen drin.  „Die Marsianer greifen den Kakaopulvermarkt in Deutschland an“ weiterlesen

Was macht die Waffel im Eis? Das Mouthfeel abrunden!

Ob für den Eisgenuss aus der Tiefkühltruhe oder im Café: Im Eisbecher steckt meist eine Waffel oder ein Keksröllchen. Warum das so ist? Dekoration und sensorische Variation, denn zum weichen Halbgefrorenen gehört auch etwas Knuspriges, um das Mouthfeel abzurunden. Interessanterweise hat sich der Südtiroler Keksbäcker Loacker in Deutschland auf die enge Nische der Eiswaffeln gestürzt und bietet an Tiefkühltruhen seine Produkte in den Varianten Vanille und Zitrone an. Seine eisbegleitenden Gebäckröllchen nennt das österreichische Keks- und Schokoladeunternehmen Manner übrigens „Dekorhippen“.

Die Bezeichnung geht auf das traditionelle Hippengebäck zurück, das noch warm aufgerollt wird und später knusprig wird. Die Hippe ist mit dem in Ostfriesland verbreiteten Neujahrshörnchen verwandt, die auch ich zu Neujahr mit Mutter und Oma mit einem speziellen Waffeleisen mit sehr schönen Mustern in großen Mengen hergestellt und dann in den ersten Tagen des neuen Jahres zum Tee gegessen habe. Das besondere waren die Anis-Stückchen im Teig und dass sie immer so bröselig waren und im oder vor dem Mund zersplitterten.)

Werden die Dekoröllchen noch mit Schokolade gefüllt oder überzogen, dann verwandeln sie sich in ein eigenständiges Keksprodukt, das ohne Eis funktioniert, wie etwa die Crispy Rolls von Milky Way (Mars).

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Kakao: Das unterscheidet Trinkschokolade von Instantpulver

Als Kind habe ich oft einen Kakao zum Frühstück bekommen. Dachte ich. In Wahrheit handelte es sich dabei um ein kakaohaltiges Getränkepulver, das zu 80% aus Zucker und ansonsten aus zermahlenem Kakaopresskuchen besteht, dem sein kostbarster Bestandteil, die Kakaobutter, zu rund 90% entzogen wurde. Mit anderen Worten: Meine Milch wurde gesüßt, gefärbt und mit zugesetzten Vitaminen angereichert.

Inzwischen weiß ich, was die Unterschiede zu echtem Kakao und insbesondere zu einer heißen Schokolade sind. Um es kurz zu machen: Heiße Schokolade ist genau das, was es heißt: Eine erwärmte, mit Milch oder Wasser verrührte Schokolade mit all ihren definierenden Bestandteilen, nämlich Kakaobutter, Kakaopulver, Zucker und Milchpulver sowie ggf. . Auch davon gibt es im Handel verschiedene Varianten, etwa als Kügelchen für eine leichtere Dosierung (z. B. von Rausch) oder als Klumpen in Löffelform am Stil zum einhängen in die heiße Milch (z. B. von Wawi). „Kakao: Das unterscheidet Trinkschokolade von Instantpulver“ weiterlesen

Kindheitserinnerungen: Eiskonfekt im Aluhütchen aus dem Kühlschrank

Ich erinnere mich noch gut an mein erstes Eiskonfekt: Die einzelnen Schokoladen-Pralinen steckten in gerillte Aluminium-Hütchen und wurden im Kühlschrank aufbewahrt. In einer spitz zulaufende Plastiktüte steckten vielleicht 20 bunte Schokonäpfchen. Die Schokolade war sehr weich, süß und fettig und schmeckte mir damals nicht so gut, nur die Verpackung hatte mir gefallen.  in bunten Kapseln waren. Die vorzugsweise im Kühlschrank gelagerte Schokolade musste man vom Aluminium befreien, dabei krümelte und/oder schmierte es immer ziemlich und dann konnte man sie essen. Daneben erinnere ich mich auch an Eisschokolade aus kleinen quadratischen Täfelchen, die ebenfalls in der Spitztüte daher kamen, aber komplett in Staniolpapier eingepackt waren, auf dem winterliche Comic-Zeichnugen abgebildet waren. „Kindheitserinnerungen: Eiskonfekt im Aluhütchen aus dem Kühlschrank“ weiterlesen

Twix, Duplo und Co: Herbsttrend-Aroma Spekulatius

Die Amis haben Pumpkin Pie Spice (Kürbiskuchengewürz), das sie im Oktober in viele Halloween-Editions von Süßigkeiten stecken. Wir dagegen haben die europäische Tradition des Spekulatius, der seit letztem Jahr im Herbst/Winter an zuspruch gewinnt. 2017 waren es nur der Trendsetter Schwartau mit seinem Corny Nussvoll-Riegel „Cashew & Spekulatius“ sowie Zetti, die mit der Spekulatius-Sonderedition ihrer Knäckebrot-Knusperflocken einen Glückstreffer gelandet haben. Dieses Jahr sind zwei große auf diesen Trend aufgesprungen: Mars mit dem Twix Spekulatius Gewürz und Ferrero mit dem Duplo-Riegel Spekulatius„Twix, Duplo und Co: Herbsttrend-Aroma Spekulatius“ weiterlesen

Manner eröffnet ersten deutschen Pop up-Store bei Berlin

Immer mehr Süßwarenhersteller verkaufen ihre Produkte in eigenen Geschäften direkt an die Endkunden. Fast alle Hersteller betreiben Fabrikshops in der Nähe ihrer Produktionsstätten (z. B. Haribo, Trolli, Bahlsen, Storck), in denen es Waren mit kleinen Fehlern vergünstigt gibt, die anderen nutzen Flagschiff-Geschäfte, um ihre Marke zu inszenieren wie etwa allein in Berlin Katjes, Ritter-Sport und Rausch. Wieder andere betreiben ein Filialsystem, das zu einem zusätzlichen Standbein neben LEH und Online-Shop wird, das tun unter anderem Lindt, Viba, Loacker und – seit Ende September erstmals in Deutschland – Manner. „Manner eröffnet ersten deutschen Pop up-Store bei Berlin“ weiterlesen

Klassisch, fruchtig, süß: Lutschbonbons und Drops

Die Geschichte der Bonbons fängt mit einem Rohstoff an: Zucker. Der wurde schon früh in verflüssigter Form als Glukosesirup mit etwas Aroma, etwas Farbstoff und einem Hauch Säure in gegenläufigen Walzen zu mundgefälligen Formen wie der Beerenform gepresst: Fertig ist das klassische Lutschbonbon!

Später kamen diverse Füllungen für intensivere Geschmackserlebnisse dazu, zum Beispiel mit Fruchtsaft, LakritzSchokolade, Karamell oder Brause. Dann gibt es immer mehr Aufwertungen zu Sahne– bzw. Karamellbonbons („Kuhbonbons“), ungewöhnliche Geschmacksrichtungen und hier und da Bio– oder fair gehandelte Zutaten. Auch die kunstvolle Verschränkung verschiedener Farbschichten zu kleinen Emblemen auf den einzelnen Bonbons ist Teil der hohen Kunst des Zuckerbäckers.

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