Die süße Portugiesin „Docura“ verkauft ausgewählte Naschereien

IMG_5346Der Verkehrslärm bleibt draußen, die Klimaanlage verschafft milde Kühlung und es duftet nach Kaffee und Schokolade: das kleine Süßwarengeschäft „Docura“ auf der turbulenten Zossener Straße in Kreuzberg ist eine kleine Oase der zarten, sinnlichen Genüsse. Nur wenige Schritte von der Marheineke-Markthalle entfernt, werden hier ausgewählte Spezialitäten aus vielen Ländern einem bunten Publikum angeboten: Von Schulkindern, die mit ihren letzten Taler grellbunte „Nerds“-Pillen oder extra ordinäre „Camel Balls“-Kaugummis kaufen, über eilige Geschenke-auf-dem-letzten-Drücker-Sucher bis zu den kenntnisreichen Liebhabern edler Schokoladen etwa von Hamann, Sawade oder Coppeneur, die mit den Experten hinter der Ladentheke fachsimpeln wollen. Zwar ist der Sommer nicht die Hauptsaison eines auf Süßigkeiten ausgerichteten Delikatessengeschäfts (Süßigkeitenempfehlung für die warme Jahreszeit siehe hier), aber hier können Candy-Lover mit einem Sinn für Schönes und Seltenes das ganze Jahr über auf Entdeckungsreise gehen. Der Name „Docura“ ist übrigens portugiesisch (weil Ladenmitbesitzerin Marina Pereira Monteiro ursprünglich aus Brasilien kommt) und heißt übersetzt „die Süße“ – und meint damit die süße Leckerei wie auch die „süße Geliebte“. Einige der schönsten Produkte aus dem aktuellen Sortiment stelle ich in diesem Beitrag vor…

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Kinofilm-Merchandising auf Food-Verpackungen

Sonderedition Ghostbusters vomn Rocky Mountain.
Sonderedition Ghostbusters-Marshamllows von Rocky Mountain.

Beim Food-Marketing unterschied ich bisher grundsätzlich Spin-offs (temporäre oder dauerhafte Derivate erfolgreicher Basisprodukte wie Twix mit Cappucino-Geschmack) und Two-in-One-Produkte (zwei Brands in einem Produkt z. B. Milka-Schokolade mit eigelegten Oreo-Stückchen). Jetzt habe ich eine neue Kategorie aufgemacht: Food-Verpackungen mit Werbung für Kinofilme darauf. Denn gerade schnell drehende Produktgruppen wie Chips, Cerealien oder Milcherzeugnisse bieten geeignete Werbeflächen für aktuell anlaufende Filme. Keiner hat das so aufwändig durchexerziert wie Disney 2015 mit der Neuauflage der Star Wars-Reihe. Weil da so unfassbar viel (Food-)Marketing gemacht wurde, muss ich Star Wars an dieser Stelle aussparen, behandle das Food-Merchandising für Star Wars aber hier separat. Aber auch ohne Star Wars sind Disney-Filme auf Lebensmittelverpackungen gut vertreten, nämlich mit Frozen und The Jungle Book. Sehr, sehr, sehr marketing-affin ist auch Universal Pictures mit seinem Erfolgsfilm „Minions – Despictable me“, der sich auf vielen unterschiedlichen Lebensmitteln findet: Auf Keksverpackungen, Chips, Gummibärchen. Sogar eine eigene TicTac-Sorte „Minions“ gibt es. Außerdem dabei sind Dreamworks /Comcast mit „Kung Fu-Panda“, Warner Bros mit „Batman vs. Superman“, Sony mit „Angry Birds“ und 20th. Century Fox mit „Ice Age“. Allerdings gibt es bei Filmwerbung auf Lebensmitteln zwei große Gefahren für Filmverleiher wie für Händler …

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Gummi, Keks, Popcorn und Co: Neu entdeckte Naschereien im Sommer 2016

Gummi: Ganz famose Idee wie ich finde: Buchstaben-Weingummi in einer Tüte mit einem Handy und durchsichtigem "Display", dann noch der Name iGums - wirklich zeitgemäß und witzig.
Famose Idee: Buchstaben-Weingummi in einer Tüte mit einem Handy und durchsichtigem „Display“, Name iGums zeitgemäß und witzig.

Einige neue Produkte aus den wichtigsten Süßigkeiten-Kategorien Gummi, Schokolade und Keks sowie den Snack-Kategorien Chips und Popcorn, die mir in den letzten Wochen zugeflogen sind, sollen hier gewürdigt werden, darunter scharfes Popcorn mit seltenen Geschmacksrichtungen, süße polnische Würmchen, österreichische und weißrussische Pralinen, neue knallbunte, saure Weingummi-Artikel und Merchandising-Produkte vom Joghurt bis zur Backmischung. Selbstverständlich ordne ich diese neue Sachen zusätzlich auch den jeweiligen thematischen Beiträgen Popcorn, Marshmallows etc. zu und ergänze den Beitrag um Sachen, die mir in diesem Sommer noch zugehen. Kennt ihr die Produkte schon? Wie gefallen sie euch? Ich freue mich auf Kommentare.

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Die Sommersüßigkeit aus Italien: zartbittere Fruchtgelee-Bonbons

IMG_5344Wenn das nicht retro ist, was dann: Fruchtgelee ist in diesem Sommer wieder gefragt! Es schmilzt oder schmiert nicht, erfrischt durch säuerlich-feinbitteren Geschmack und eignet sich damit ideal als Süßigkeit auf langen Autofahrten nach und von Italien. Von hier kommen z. B. „Primi Frutti“ von „Venchi“ oder „Caffarel“ von „Lurisia„. Letztere bieten nicht nur die klassischen Geschmacksrichtungen wie Erdbeere, Pfirsich oder Aprikose, sondern auch moderne Noten wie Chinotto (Bitterorangenlimonade), Gazoosa (Zitronenlimonade) und Oranciata (Orangenlimonade) – alle weniger knallsüß und ganz leicht bitter. Aus Österreich, aus dem Hause Trausner, stammen die Fruchtgelee-Würfel „PocketGelly“ mit zahlreichen Geschmacksrichtungen, darunter Bergminze, Ingwer, Holunderblüten, Enzian, Himbeere, Lavendel, Lemon, Orange, Mate-Limette und Blumenkinder. Während die größeren Würfelstücke ab 3,50€ kosten, kann man sich die einzelnen Gelee-Bonbons nach eigenem Gusto schon für ein paar „Groschen“ zusammenstellen, z. B. in einem der drei Ladengeschäfte von „Docura“ in Berlin und Potsdam. „Die Sommersüßigkeit aus Italien: zartbittere Fruchtgelee-Bonbons“ weiterlesen

Nichts für Gourmets: Misslungene Packungen, schaler Inhalt – Junkfood und „bitter candy“

Wahnsinn: Dönersuppe aus der Dose. Wer denkt sich sowas aus?!
Wahnsinn: Dönersuppe aus der Dose. Wer denkt sich sowas aus?!

Wo Licht ist, da muss auch Schatten sein. Die aus meiner Sicht (ja, sehr subjektiv) in Hinblick auf Verpackung oder Inhalt gelungenen Lebensmittel habe ich hier gewürdigt. Doch leider gelangen mir bei der Suche nach neuen Geschmackserlebnissen auch Nieten in den Korb; ob ihrer hässlichen Verpackung oder des fies-ekligen Inneren, die einem Foody Albträume verursachen. Diese möchte ich niemandem vorenthalten und beginne hier eine kleine Serie mit Horrorlebensmitteln, um sie zur Diskussion zu stellen. Findet ihr diese Food-Produkte auch so geschmacklos oder daneben wie ich oder wollt ihr für die Ehrenrettung eines Produkts eintreten und es verteidigen? Dann schreibt einen Kommentar! Soll ich weitere aufnehmen, dann bitte ich um Vorschläge für den nächsten „Zonk“. Bitte nicht vergessen: Die Beurteilungen sind wie die kritisierten Produkte selbst mit einem Augenzwinkern zu verstehen und manchmal ist hübsch-häßlich ja auch sehr unterhaltsam. Nicht nur die Dönersuppe, auch andere, der folgenden Gaga-Produkte sind im Bewusstsein des Schockeffekts auf den Einkäufer im Supermarkt konzipiert. Mut zur „Grausligkeit“ kann, das will ich nur zur Verteidigung sagen, auch eine Marketing-Strategie sein…   „Nichts für Gourmets: Misslungene Packungen, schaler Inhalt – Junkfood und „bitter candy““ weiterlesen

Europameisterschaft: Saisonales Sweet-Marketing in Österreich

IMG_5081Bevor die EM für Österreich mit dem heutigen Spiel gegen Island schon wieder vorbei ist, möchte ich schnell die Sweets-Produkte vorstellen, die sich extra zur EM einen rot-weißen Anstrich gegeben haben. Auffällig dabei: wie auch in Deutschland ist man auch hier überaus kreativ dabei, einerseits einen Zusammenhang zur Fußball-Europameisterschaft herzustellen, ohne andererseits das Wort EM oder ähnliches aufzudrucken, um bloß keine Lizenzgebühren zahlen zu müssen. So stellt Niemetz, der der Hersteller der österreichischen Schokokuss-Spezialität mit der politisch unkorrekten Bezeichnung „Schwedenbomben“ eine Fußballfan auf seiner Verpackung dar und schreibt in einen Störer darüber „Konditooooor“, wobei die die O’s als Fußbälle dargestellt werden. Auch eine österreichische EM-Lackierung der Pringles Original der Reihe „Pringooooals“ habe ich gefunden, die den Fußball-Schlachtruf „Immer wieder Österreich“ auf ihrer Packung trägt.  „Europameisterschaft: Saisonales Sweet-Marketing in Österreich“ weiterlesen

Berlinkarte für Candy Lover: Die besten Orte süßer Verführung

Bildschirmfoto 2016-06-10 um 16.49.59Berlin erlebt einen regelrechten „candy storm“: Es gibt immer mehr Geschäfte für Naschspezialitäten, Lakritz-Shops und Schoko-Cafés! Dazu kommen Flagshipstores und Werksverkaufsläden der hiesigen Süßigkeitenhersteller. Die besten habe ich in diese Karte eingetragen, die bei der Suche nach Sweet-Highlights in der Hauptstadt helfen kann. Auch im benachbarten Potsdam gibt es empfehlenswerte Ziele. Falls ein potentiell lohnender Ort fehlt, sendet mir einen Hinweis, dann nehme ich ihn auf.