Gay Pride: Diese Süßigkeiten tragen Regenbogenfarben

Die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung geht in Deutschland und überhaupt in der westlichen Welt immer weiter zurück. Am letzten Sitzungstag der Deutschen Bundestags der 18. Legislaturperiode wurde sogar die Einführung der so genannten Homo-Ehe in Deutschland beschlossen. Trotzdem „bekennen“ sich immer mal wieder einzelne Unternehmen zur Gleichstellung und nutzen das auch für eine positive Positionierung in entsprechenden Milieus. Im Süßwarenbereich sind derartige Bezeugungen recht selten, erst recht im bekenntnisunfreudigen, überängstlichen Deutschland. Unternehmen hier scheuen ohnehin gern Marketing („Kostet ja Geld“) und erst recht für einzelne Zielgruppen („Das könnte ja andere abschrecken“).  „Gay Pride: Diese Süßigkeiten tragen Regenbogenfarben“ weiterlesen

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Jahrmarktsüßigkeiten für Zuhause: Liebesapfel, Zuckerwatte und gebrannte Mandeln

Kirmes, Rummel, Jahrmarkt: temporäre Vergnügungsstätten haben in Deutschland eine lange Tradition, neben Fahrgeschäften, Losbuden und Geschicklichkeitsspielen übern auch die vielen süßen Spezialitäten, die es nur hier gibt, eine hohe Anziehungskraft auf die Besucher aus. Nicht zuletzt, weil oft Kindheitserinnerungen daran geknüpft sind, erfreuen wir uns an Lebkuchenherzen, Liebesäpfeln und -perlen, Zuckerwatte, Kräuter-Anis-Bonbons, gebrannten Mandeln und Co. Die Süßwarenindustrie greift das freudig auf und vermarktet immer mehr Süßwaren unter Anspielung auf das bunte Jahrmarkttreiben.

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Lakritz, Weingummi und Schokolade: Neue Süßigkeiten aus Holland

Wieder einmal hat mir ein lieber Freund Süßigkeiten aus einem fernen, exotischen Land mitgebracht: aus Holland! 🙂 Nun, so fern ist es gar nicht, aber dennoch sind die niederländischen Süßwaren anders als unsere: Verpackungen wie Inhalt sind bunter und irgendwie moderner designed. Die Holländer haben ja – anders als wir Deutschen – ohnehin ein Händchen für Gestaltung und Eleganz. Das fällt mir auch immer in ihren Innenstädten auf: selbst in kleinen Orten ist alles hübsch und keck zurecht gemacht. Entsprechend sind viele der Weingummis und Lakritz-Nascherein, die Thomas für mich gekauft hat, in Kunststoffbeuteln mit dieser Seidenhaptik verpackt, die sich so anschmiegsam und zart anfühlen. Der ganze Spaß hat zusammen übrigens 15,24 Euro gekostet – natürlich ohne die Transportkosten…  „Lakritz, Weingummi und Schokolade: Neue Süßigkeiten aus Holland“ weiterlesen

Mint-Bonbons: Zuckerkomprimat mit Pfefferminztröpfchen

Bevor es bundesweit verbreitete Massenmedien gab und sich große Marken etablieren konnte, wurde viele Waren des täglichen Bedarfs lokal oder regional hergestellt und vermarktet. so auch Pfefferminzbonbons, die der Apotheker in der Regel einfach selbst gemacht hat, indem er auf ein Stückchen Komprimat aus Rüben- oder Traubenzucker einen Tropfen Pfefferminzöl geträufelt hat.

Daraus haben sich teilweise Marken entwickelt, die bis heute existieren, so zum Beispiel Vivil-Bonbons (erfunden 1903), die PEZ(PfeffErminZ)-Bonbons (1927) aus Linz in Österreich oder die Wusil-Bonbons aus Thüringen (seit 1953). Laut einem Zeitungsartikel soll die Produktion von Wusil jedoch eingestellt werden – es lohne sich einfach nicht mehr, klagt der Eigentümer. Moderne Mints sind heutzutage oft zuckerfrei und haben gern noch eine weitere Geschmackskomponente wie Zimt oder Zitrone„Mint-Bonbons: Zuckerkomprimat mit Pfefferminztröpfchen“ weiterlesen

Muuuuhh: Bei Kuhbobons aus Karamell gibt es viele „Originale“

Warum sind Karamellbonbons mit einem Kuhmotiv weltweit so erfolgreich? Vielleicht weil Milch als ein (winziger) Bestandteil des Sahnekaramells irgendwie gesund klingt, weil Kinder Kühe generell, aber insbesondere ihre Laute (Muuuuuh!) und ihre Fellflecken lieben und man sich später immer wieder gern an die zäh-süßen Freuden der Kindheit erinnert?

Kein Wunder also, dass viele Süßwarenunternehmen versuchen, ihre im Grunde preiswert herzustellenden Karamellbonbons, die noch zudem größtenteils aus Zucker und Glukosesirup bestehen, emotional aufzuladen und an die Kuh-Saga zu koppeln. Lustigerweise gibt es dabei mehrere Marken, die das Prädikat „Original“ im Namen tragen – möglicherweise muss hier auch (analog zum Streit um die Original-Mozartkugeln) irgendwann juristisch entschieden werden, wer sich wirklich damit schmücken darf.

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Sugarfari: Eine süße Weltreise der Naschereien

Wer in diesem Sommer Urlaub auf Balkonien macht, kann trotzdem eine süße kulinarische Weltreise erleben. Einfach einen Tagesausflug zum Laden „Sugarfari“ in der Kopenhagener Str. 69 in Berlin-Prenzlauer Berg machen und in den Schätzen aus aller Herren Länder nach den leckersten Spezialitäten suchen. Online bestellen geht natürlich auch, aber ist nicht so sinnlich und kostet meist 4,90€ Versandgebühren. Das Geschäft besteht aus zwei prall mit Süßwaren gefüllten Räumen. Viele Süßigkeiten sind nach Kontinenten sortiert und ganz niedlich in altertümliche Koffer einsortiert, zum Beispiel Afrika, West- und Osteuropa, Asien, Amerika und Ozeanien. Aber viele andere Sachen stehen zusätzlich bereit – mir fiel es als großer Freund von originellen Naschwaren jeder Art natürlich schwer, mich zu zügeln, weil einfach so viele seltene und exotische Sachen angeboten werden. Besonders nett: Viele Dinge sind auch in kleinen Portionen oder einzeln zu haben, nicht nur lose Ware (wenn die Kinder sich ihre 2-Euro-Tüten zusammenstellen, kann das schon mal ganz schön den Betrieb aufhalten!), sondern auch zum Beispiel kleine Packungen von Chips Ahoy und einzelne Poptarts oder Twinkies und Zingers von Hostess. Für die Sparfüchse gibt es eine eigene Abteilung mit reduzierten Produkten.

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Duty Free Sweets: Besondere Produkte in Sondergrößen

Nachdem innerhalb der Europäischen Union weitgehende Zollfreiheit herrscht, ist den „Butterfahrten“ und Duty Free-Geschäften auf Fähren und Flughäfen ein wesentlicher Kaufanreiz verloren gegangen: Die Einsparung der Mehrwertsteuer beim zollfreien Einkauf. Das versuchen die großen Flughafenshop-Betreiber wie Heinemann zu kompensieren, indem sie besondere Süßigkeiten nur für diese Shops beschaffen, so genannte „Travel Editions„. „Duty Free Sweets: Besondere Produkte in Sondergrößen“ weiterlesen

Dextro Energy und Co: Das Geheimnis der Traubenzuckerbonbons

Zucker ist heute so etwas wie der Lord Voldemort unter den Zutaten, von Grund auf böse und schlecht, von den Verbrauchern gefürchtet und bekämpft. Nur wenn sie das Wort Traubenzucker lesen, dann verfliegt diese Angst und der Blick wird gütig. Mit der Zutat Traubenzucker wird sogar offensiv auf den Verpackungen geworben! Denn Traubenzucker klingt so natürlich, so gesund, wie ein Stück Obst! Man denkt an taubenetzte, frische  Weintrauben und an eine Art medizinische Wirkung des Traubenzuckers, der in der Lage ist, schnelle Energie für den Kopf zu liefern, die Konzentration zu unterstützen wie ein Nahrungsergänzungsmittel, so ein bisschen wie Doping für das Gehirn.

In meiner Kindheit waren Süßwarenprodukte aus Traubenzucker wie Dextro Energen, Vitraletten oder Traubenzucker-Lollies als eine frühe Form des „Functional Food“ überall verfügbar und so etwas wie Allgemeingut – auch Erwachsene hatten einen Stapel der quadratischen, mittig zerteilbaren Plättchen Dextro Energen beim Sport zur Hand, im Schreibtisch oder im Handschuhfach liegen. Heute findet man sie zwar noch in Supermärkten und Drogerien in der Nähe der Kassen, aber Popularität und Verbreitung haben nach meinem Gefühl abgenommen. „Dextro Energy und Co: Das Geheimnis der Traubenzuckerbonbons“ weiterlesen

Mitbringsel aus Brasilien: Pringles und süße Bonbons

Immer mal wieder bringen oder schicken mir Freunde exotische Süßigkeiten aus fernen Ländern: Neulich Lakritz und schokolierte Cornflakes aus dem Ruhrpott, jetzt wurde mir eine Lieferung aus Brasilien überreicht mit Bonbons, Minischokoladen, Bananenwürfeln und zweierlei Chips. Witzig bei den Chips: Die Pringles mit der portugiesischen Beschriftung und der Standardgeschmacksrichtung „Sour Creme“ wurden in Belgien hergestellt, nach Brasilien verschifft und sind nur per Luftfracht wieder zurück nach Europa gekommen! Tatsächlich gibt es offenbar nur drei Produktionsstätten für Pringles: Irgendwo in den USA (vielleicht noch in Kanada), in Belgien, wo sie für Europa, den Nahen Osten und wie wir jetzt wissen auch für Lateinamerika hergestellt werden, und in Malaysia, wo die Sorten für Asien – meist in kleineren Dosen und oft extra absonderlichen Geschmacksrichtungen wie Cola oder Seegras produziert werden. Das brasilianische Stapelchips-No-Name-Erzeugnis „Jacker“ in der Geschmacksrichtung „Cheese“ wurde übrigens in der Malaysia produziert und schmeckt leider nicht – viel zu hart, dabei nicht knusprig. Ihr merkt schon: Mir etwas zu schenken, über das ich mich richtig doll freue, ist nicht so leicht…

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Originelle Betthupferl: Damit versüßen Hotels das Einschlafen

Wenn man in einem Doubletree-Hotel der Hilton-Gruppe eincheckt, bekommt man als erstes einen warmen Keks in einer Papiertüte überreicht: Jedem Gast soll damit ein warmes und süßes Gefühl des Willkommenseins bereitet werden. Auch andere Gastgeschenke wie die kostenlose Flasche Mineralwasser, ein frischer Obstteller oder hübsch verpackte Pralinen auf dem Zimmer drücken die Wertschätzung des Hotels gegenüber dem Gast aus.

Ich habe schon in sehr vielen Hotels auf der ganzen Welt genächtigt und finde es eine gute Tradition, dem Gast zur Nacht eine Süßigkeit auf das Kopfkissen zu legen. Früher war das meist eine kleine, einzeln verpackte Schokolade wie Ritter Sport Mini, Milka Napps oder ähnliches. Ich denke aus – nicht unberechtigter – Angst der Hoteliers vor Schokoladenflecken in der Bettwäsche, findet man heutzutage häufiger Gummibärchen in Minitütchen. Aber es gibt doch einige Besonderheiten…

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125 Jahre Viba: Rauschende Festgala in Schmalkalden

Danke, Viba, für diesen tollen Abend in Schmalkalden! Viba hat sich anlässlich seines 125-jährigen Bestehens nicht lumpen lassen und ein riesiges Zirkuszelt neben seiner Nougatwelt aufgebaut und im Bourlesque-Stil mit Kronleuchtern und goldenen Stühlen traumhaft dekoriert. Es gab nicht nur ein warmes Abendbüffet (u. a. Rinderragout mit würziger Soße aus Nougat und Aceto Balsamico, Lammbraten, Lachsfilet und Wok-Gemüse), sondern später am Abend auch noch ein eigenes „Dessertbüffet“ mit weiteren Nougatspezialitäten und Pralinen! Die Zeit dazwischen wurde mit Tanz- und Gesangseinlagen im Stil der 1920er Jahre, mit Ansprachen und Erzählungen über die lange Geschichte des Unternehmens gefüllt. Besonders die Herzlichkeit, die familiäre Atmosphäre von der persönlichen Begrüßung jedes der rund 400 Gäste durch die Unternehmensleitung bis hin zur perfekten Umsorgung durch Viba-Mitarbeiter, die in diesen Tagen Sonderschichten geschoben haben, haben bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen. Hoffentlich wird auch die Eröffnung des großen Neubaus gleich neben dem Festzelt, in der eine weitere Produktionslinie eingerichtet wird, oder spätestens der 150. Geburtstag zum Anlass genommen, erneut so ein Fest auszurichten. Ich melde mich hiermit prophylaktisch schon mal dafür an!
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