Nikolaus-Rute mit Süßigkeiten und Schokolade lieber basteln oder kaufen?

Weihnachts-Rute von Rigelein
Weihnachts-Rute zum Kaufen von Riegelein

Am Morgen steckt im Stiefel, den ich am Vorabend rausgestellt habe, eine formschöne Nikolaus-Rute mit Süßigkeiten wie Schokolade, Bonbons und Gummibärchen behängt. Was für eine schöne Kindheitserinnerung, die mir meine Eltern da bereit haben! keine Ahnung, ob dieser Brauch noch sehr verbreitet ist, aber diese Ruten für Nikolaus oder auch Weihnachten zum kaufen sind in Geschäften nicht mehr präsent wie früher bei uns in Ostfriesland. Ich habe allerdings noch fertig dekorierte Ruten online gefunden, zum Beispiel von den Süßwarenherstellern Riegelein und Windel. Riegelein ist bekannt für seine Saisonware, nämlich Hohlfiguren wie Nikoläuse, Weihnachtsmänner und Osterhasen aus Schokolade.

Keine Nikolaus-Ruten zum Kaufen gefunden? Einfach selbst basteln!

Allerdings kann man sie auch ganz einfach selbst herstellen: man braucht nur etwas Reisig, also Äste, Stöckchen aus dem Garten oder dem Wald, die man unten fest zusammenbindet. Den Bindfaden kann man auch gern mit einem hübschen, breiten Geschenkband kaschieren. Dann einfach nach Lust und Laune die Weihnachtsrute in spe mit Süßigkeiten behängen. Dazu am besten ein schmaleres Geschenkband verwenden. Ich empfehle übrigens, einzeln verpackte Mini-Versionen, zum Beispiel Fruchtgummies von Haribo, Trolli oder Hitschler, oder Mini-Schokoladen von Ritter Sport, Mars oder Viba zu verwenden. Um die Rute ein bisschen hübscher und voller wirken zu lassen, kann man jetzt noch Wattebäuschen ankleben. Die sehen aus wie fluffige Weidenkätzchen oder Schnee und geben dem Sträußchen etwas Fülle.

Soll die süße Rute in einer Folie stecken oder nicht?

Die gekauften Nikolaus-Ruten sind natürlich immer transportsicher in einer Folie verpackt. Aber wenn man sie schon selbst herstellt, kann man auf diese Cellophanfolie selbstverständlich verzichten. Auch wenn die Rute dadurch mehr glänzen und professioneller aussehen würde, würde ich davon Abstand nehmen. Allein schon aus Umweltschutzgründen!

Den Nikolaus-Stiefel gibt es fertig gefüllt

Und auch an diese Nikolaus-Spezialität aus meiner Kindheit kann ich mich gut erinnern: Der gefüllte knallrote Nikolausstiefel aus Kunststoff. Tatsächlich habe ich dieses Produkt jetzt in einem Netto mit Hund wiedergefunden. Leider konnte ich keinen Hersteller darauf erkennen. Aber bei der Recherche habe ich herausgefunden, dass es diese „Stiefel-Rohlinge“ für sehr wenig Geld en gros zu kaufen gibt und dann verschiedene Süßwarenunternehmen ihre Waren dort hineinstopfen und das ganze als Set verkaufen.

Die Nikolaus-Rute gehört eigentlich Knecht Ruprecht

Nicht ganz logisch ist allerdings, dass die Rute, die wir am Nikolaus erhalten (oder verteilen) nicht dem Nikolaus zuzuschreiben ist, sondern Knecht Ruprecht. Der ist eigentlich für die Bestrafung unartiger Kinder zuständig und verteilte deshalb die Ruten: zum Hauen! Theodor Storm hat das so verdichtet: „Ei, ei, für trotzgen Kindermut ist meine lang Rute gut! Heißt es bei Euch denn nicht mitunter: Nieder den Kopf und die Hosen herunter?“ Ursprünglich also eigentlich kein so schönes Symbol. Aber behangen mit Süßkram ist sie natürlich wieder erträglich. Der österreichische Knecht Ruprecht heißt Krampus. Und der verteilt nicht nur Stöckchen, der schlägt traditionell auch zu!

Übrigens: Über andere fast vergessene oder originelle Süßigkeiten zu Weihnachten habe ich hier geschrieben. Zu den immer größer werdenden Adventskalendern für Kinder und Erwachsene äußere ich mich an anderer Stelle. Und die verschiedenen Hexenhäuschen aus Lebkuchen habe ich ebenfalls schon mal betrachtet. 

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