Leibniz Butterkeks von Bahlsen gibt es in vielen Sorten

Smartes Naschen mit Bahlsen Leibniz Butterkekse 30% weniger Zucker
Bahlsen Leibniz Butterkekse 30% weniger Zucker

Es ist der Urkeks: Mit dem Leibniz Butterkeks von Bahlsen fing alles an! Denn Bahlsen nimmt für sich in Anspruch, den Begriff „Keks“ für knusprige, kleine Gebäckstücke geprägt, ja, erfunden zu haben. Vorher war in Deutschland die Bezeichnung Plätzchen üblich. Er leitet sich vom britischen „Cake“ her, den auszusprechen man den Deutschen nicht zumuten wollte. Auf die Bezeichnung stieß Hermann Bahlsen bei seinen Besichtigungen englischer Keksfabriken. Dass er damit eigentlich das englische Wort für Kuchen übersetzt hat, das in England vor allem aus steuerlichen Gründen für bestimmte Kekse wie den „Jaffa Cake“ herhalten musste… – sei’s drum!   

Erstmals wurde mit dem Butterkeks ein handwerkliches Produkt maschinell hergestellt und verpackt, so dass es länger haltbar und transportfähig wurde. Das hat zu den ersten landesweiten Markenprodukten (zuerst in Großbritannien, dann im Rest Europas) mit einheitlichen Preise geführt. Hermann Bahlsen machte sich das Prinzip zu eigenen und brachte es nach Hannover. Die Bezeichnung als „Leibniz Butterkeks“ war eine Reminiszenz an den Hannoveraner Philosophen und Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz. Und um hier im Schweinsgalopp noch das letzte Geheimnis zu lüften: TET steht für die ägyptische Hieroglyphe, die die Ewigkeit bezeichnet und spielte auf die lange Haltbarkeit der industriell erzeugen und verpackten Kekse an.

Eine im Grunde unbedeutende Verzierung wurde im Laufe der Zeit zu einem weiteren Markenzeichen hochgejazzed: Die umlaufende Reihe aus 52 Dekor-Einkerbungen am Keksrand: „Nur echt mit 52 Zähnen“ lautete der entsprechende Werbespruch. Dabei ist das ja nun wirklich eine der am einfachsten zu imitierenden Eigenschaften… 

Variationen vom Leibniz Butterkeks von Bahlsen

Der reine, schlichte Butterkeks reicht längst nicht mehr aus. Als Marktführer muss Bahlsen mehr bieten, mehr Sorten, verschiedene Verpackungseinheiten, Sondereditionen, Motive, eben ständig etwas Neues, um sich von den zahlreichen Mitbewerbern abzuheben.

Und so gibt es denn neben den Klassikern auch „leichte“, Vollkorn-, Dinkel-, Hafer- und Mini-Butterkekse sowie gluten- und laktosefreie Varianten. Richtig bunt wurde es mit der Einführung des mit Schokolade überzogenen Keks, dem „Choco Leibniz„. Den gibt bzw. gab es in den Sorten Edelherb, Weiße Schokolade, Black & White und sogar Ruby. Eine weitere Varianz ergibt sich aus der Hinzufügung weiterer Zutaten unter dem Namen „Leibniz Keks & More“, in den Beispielen, die ich gefunden habe, waren das Apfel-Zim-Crunch oder Haselnuss-Schoko

Statt der üblichen rechteckigen können die Butterkekse auch geschwungene Formen annehmen, zum Beispiel für „Leibniz Zoo“, deren Relief Tiermotive aus dem Zoo widerspiegeln. Dabei sind Varianten mit lizensierten oder lizenzfreien Motiven nicht zu verachten! Bisher hatte Bahlsen Motivserien aufgelegt zu Tieren auf dem Bauernhof, Trendtiere (Faultier, Lama etc.), Dinosaurier, Peanuts/Charlie Brown, Minions, Justice League (Superhelden).  

Bahlsen Leibniz Zoo: Viele verschiedene Tier- und Lizenz-Motive

Schon wieder vorbei? Leibnitz Fruits mit der Süße aus Früchten!

2022 brachte Bahlsen eines der nach eigenem Bekunden innovativsten Produkte seit 1891 auf den Markt: LEIBNIZ Fruits aus Dinkelmehl mit Apfelgelee-Stücken und mit Bananenpüree. Es waren die ersten LEIBNIZ Kekse nur mit der Süße aus Früchten und einem Nutri-Score von A. Allerdings sind diese Kekse bereits 2025 nicht mehr erhältlich. Wie leider oft scheint sich auch hier bewahrheitet zu haben: Nicht alles, was technisch möglich und  ernährungspolitisch wünschenswert scheint, setzt sich auch am Markt durch. 

Auch lecker: Leibniz Butterkekse in winzig für McFlurry

McDonals McFlurry mit Leibniz Pick Up!
2in1: Zwei Markenprodukte tun sich zusammen: McFlurry zusammen mit Mini-Schokokekschen von Pickup/Bahlsen.

Butterkekse anderer Anbieter

Butterkekse sind so ein based, dass sie von vielen Unternehmen hergestellt und in vielen Varianten vertrieben wird. Gern auch in lustigen Formen – bei Keksen ist man ja sehr frei in der Gestaltung der Form – und mit einem Trend- oder Lizenzmotiv darauf. Und da ich mich ja beim Dokumentieren auf „besondere“ oder zumindest irgendwie auffällige Süßigkeiten konzentriere, fallen in dieser Sammlung die vielen Motive auf: Griesson nutzt u. a. ein lizenzfreies Lama-Motiv sowie Shaun das Schaf für die Keksformen und Verpackung. Bei Aldi finden sich Butterkekse mit Benjamin Blümchen, Bibi und Tina und Donald DuckRewe antwortet mit den Minions

Butterkeks als Geschmacksrichtung in anderen Süßigkeiten

Neue Verpackung für Bahlsen-Produkte

Die neue Gestaltungslinie finde ich wirklich gelungen, elegant und einheitlich. Einziges Problem: Seit Bahlsen die neue Gestaltung eingeführt hat, verkaufen sich die Produkte schlechter als vorher. Offenbar erkennen die Kunden ihr Produkt nicht mehr oder finden es nicht wieder. Zum Teil wurden anfangs auch handwerkliche Fehler gemacht, z. B. die Beschriftung nur auf der Front angebracht, aber nicht auf der Seite – und das ausgerechnet bei einem Produkt wie dem Folienkuchen, der im Regal leicht zur Seite kippt und dadurch keinen Bezeichnung mehr zu lesen war. Bahlsen muss jetzt beim Preis Zugeständnisse machen, um wieder Marktanteile zurück zu gewinnen.

Übrigens sind diese separaten Beiträge mit Bahlsen-Produkten bereits von mir erschienen: Pick-up-RiegelBaileys-Serie von Bahlsen, Fertigkuchen von Bahlsen innerhalb des Beitrags über Folienkuchen. Bitte beachtet auch meinen Artikel „Feingebäck-Universum.

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