In den USA sind sie längst Kult: Rap Snacks, jene auffällig bedruckten Chipstüten, auf denen bekannte Hip-Hop-Künstler nicht nur ihre Gesichter, sondern auch ihre Lieblingsgeschmacksrichtungen präsentieren. Das 1994 in Philadelphia gegründete Label folgt seit jeher einem einfachen Rezept: Musik, Popkultur und Snack-Lust verschmelzen zu einem Produkt, das so bunt und laut ist wie die Szene selbst.
Von Barbecue bis Dill-Pickle
Das Sortiment ist ebenso vielfältig wie die Musikszene, die es verkörpert. Statt klassischer Paprika- oder Sour-Cream-Aromen warten Kreationen wie „Honey Jalapeño“, „Bar-B-Quin with my Honey“, „Sour Cream with a Dab of Ranch“, würzig-süße „Louisiana Heat“ oder „All-In-Chips“, bei denen gleich mehrere Gewürzrichtungen kombiniert sind. Auch ungewöhnlich saure Varianten mit Dill-Pickle-Note oder scharfe Buffalo-Saucen finden sich regelmäßig im Programm. Jede Sorte trägt dabei den Namen und das Gesicht eines Rappers oder einer Rapperin auf der Verpackung – von Künstlern wie Cardi B bis Lil Baby.
Popkultur zum Knabbern
Rap Snacks sind nicht nur Chips, sondern ein Stück Popkultur. Die Verpackungen werden wie Sammlerobjekte gehandelt, das Markenimage lebt vom Zusammenspiel mit der Musikindustrie. Statt nüchterner Geschmacksbeschreibung gibt es Storytelling: Wer zur „Money Bag Yo“-Edition greift, nimmt buchstäblich den Lifestyle des Künstlers mit aufs Sofa. Vermutlich steckt im vergleichsweise hohen Preis auch eine Lizenzgebühr für den Rapper auf der Vorderseite.
Bisher wurden von Rap Snacks folgende Künstler gefeatured
- Migos (mehrere Geschmacksrichtungen wie „Bar-B-Quin’ with My Honey with a Dab of Ranch“, „Sour Cream with a Dab of Ranch“)
- Lil Durk (verschiedene Snacks wie „Durkio’s Hot Puffin Fries“ und „Buttermilk Ranch Oowee Wavy“)
Lil Baby (mit sechs verschiedenen Geschmacksrichtungen, z.B. „All In Nocho Nachos“ und „Bar-B-Quin’ with my Honey Heat“) - Moneybagg Yo (vorwiegend scharfe Sorten wie „Heat vs. Hot“ und „Dill Pickle Jalapeno“)
- Nicki Minaj (Trüffel-inspirierte Chips wie „Sour Cream and Ranch Truffle“)
- Rick Ross („Sweet Chili Lemon Pepper“ und „Rozay Cheddar Oowee Wavy“)
- Romeo Miller (einer der ersten Künstler; Signature Flavor „Bar-B-Quin’ with my Honey“)
- Snoop Dogg („Cheddar BBQ Nocho Nachos“, „O.G. Bar-B-Que Cheddar“)
- Notorious B.I.G. („Honey Jalapeno“)
- Master P (u.a. „Bar-B-Quin’ with my Honey“ und „Creamy Chicken Gumbo“ Ramen)
- Boosie Badazz („Louisiana Heat“ Chips und Ramen)
- Fetty Wap (ehemals „Honey Jalapeno“)
- Lil Yachty (ehemals „Oowee Hot Cheese Fries“)
Zudem sind weitere Rap-Ikonen und Klassiker wie Ol‘ Dirty Bastard, Meek Mill, Baby, Big Tymers, Yung Joc und Mack 10 vertreten gewesen. Die Künstler sind meist mit mehreren unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und Produktvarianten auf Rap Snacks Tüten abgebildet, was die Marke stark mit Hip-Hop-Kultur verbindet.
Über Umwege nach Europa
Bis vor kurzem mussten Fans hierzulande entweder über US-Importshops oder Freunde in Übersee versorgt werden. Inzwischen aber bringt eine niederländische Importfirma Rap Snacks auch nach Europa. In ausgewählten Online-Shops und spezialisierten US-Candy-Läden lassen sich die bunten Tüten beschaffen – wenn auch zu einem Premium-Preis, der deutlich über Supermarktchips liegt (und das bei nur 71 Gramm Inhalt!). Doch gerade das gehört zum Image: Rap Snacks sind eben kein Allerweltsprodukt, sondern ein Trendartikel zwischen Popkultur und Nischen-Gourmet.
Ob als knusprige Ergänzung zur Lieblingsplaylist oder als Geschenkidee für Hip-Hop-Fans: Rap Snacks verbinden Musikgeschichte mit Snackkultur auf eine Art, die in Europa noch immer exotisch wirkt. Wer Lust hat, einmal über die klassischen Chipsaromen hinauszuschmecken, kann über die niederländischen Importe jetzt auch hierzulande probieren.
Aber bitte nicht enttäuscht sein, wenn selbst eine Sorte mit der verheißungsvollen Aromen von Salz, Essig, BBQ, Zwiebel, Knoblauch und Cayenne-Pfeffer am Ende auch doch die totale Geschmacksexplosion ist, sondern eigentlich milder als die meisten Chips mit Ketchupgeschmack oder manche Sorten von Brets schmeckt!
Rap Snacks die ich bisher probiert habe
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