Vegane Fruchtgummi ohne Gelatine werden immer beliebter

Trolli Vegan Sour BizzlMix 150G offen
Trolli Vegan Sour BizzlMix 150G offen

Veganes und vegetarisches Fruchtgummi erfreut sich immer größerer Beliebtheit! Das ist kein Wunder, denn mittlerweile weiß jeder, dass in den klassischen Gummibärchen tierische Gelatine steckt – meist vom Schwein, manchmal vom Rind – und wie sie gewonnen wird, nämlich aus „Nebenströmen“ beim Schlachten. Das ist keine Vorstellung für eher zartbesaitete Wesen. Doch zugleich muss man bedenken: Wenn schon ein Tier für unsere Ernährung stirbt, ist doch gut, wenn alles davon verwertet wird, oder?

Veganer machen nur einem sehr kleinen Teil der Bevölkerung aus, Vegetarier sind da schon häufiger. Aber vor allem die rund 40% der Deutschen, die sich als Flexitarier bezeichnen, könnten den Unterschied machen: Sie verzichten öfter mal auf tierische Zutaten und sind daher ein großer Hebel, um vegan-vegetarische Lebensmittel nach vorn zu bringen. Und selbst wenn die tatsächlichen positiven Effekte (z. B. auf Umwelt/Klima oder Tierwohl) möglicherweise niedrig sind, so fühlen sich viele einfach besser, wenn sie sich zumindest beim Naschen mal für die pflanzliche Variante entscheiden.

Nicht zu unterschätzen ist ein weiterer Aspekt: Immer mehr Menschen in Deutschland sind gläubige Muslime und die dürfen aufgrund religiöser Vorschriften keine Produkte mit „schweinischen Zutaten“ konsumieren. Die klassischen Gelatine-Gummibärchen sind für sie also tabu! Und die Süßwarenhersteller bedienen diese verschiedenen Verbraucherwünsche nach pflanzlichen Alternativprodukten natürlich gern!

Zwar gab es schon in den 1970er Jahren einige Fruchtgummi-Produkte, die mit Stärke statt Gelatine hergestellt wurden (z. B. die Sauren Gurken oder die Schlümpfe von Haribo), aber die wurden nicht groß als „vegan“ beworben und fristeten eigentlich immer ein gewisses Nischendasein. Sie hatten auch immer den Nachteil, sehr zäh und wenig kau-elastisch zu sein und außerdem an den Zähnen zu kleben wie gelatinehaltige Süßigkeiten. Aber vielleicht liebten manche das auch ganz besonders! Erst Konkurrent Katjes hat dann in den 2000er Jahren voll auf die vegetarische Zutatenliste seiner Produkte gesetzt und sie mit dem deutschen Model Heidi Klum eine gut passende, starke Markenbotschafterin gefunden.

Seitdem haben alle anderen nachgezogen: Veganer Fruchtgummi gibt es inzwischen nicht nur von Katjes, sondern auch von Haribo, von Trolli und dem Kölner Familienunternehmen Hitschler mit seinen Hitschie-Süßigkeiten. Aber es gibt nicht nur mehr, sie sind auch besser geworden: Die Rezepturen wurden so optimiert, dass die Gummies nicht mehr ganz so zäh und klebrig waren. Und vor allem wurde die Fruchtgummi-Formen kleiner und dadurch musste man nichts mehr abbeißen, was bei den Sauren Gurken nahezu unmöglich war. 

Welche Zutaten ersetzen die Gelatine?

Statt der Gelatine setzen die deutschen Hersteller in der Regel (modifizierte) Stärken aus Weizen oder Mais ein. Vorwiegend bei Bioprodukten findet sich auch Pektin oder Agar-Agar, das den zusätzlichen gesundheitlichen Vorteil hat, ein paar Gramm Ballaststoffe zu enthalten. Dieser Vorteil wird allerdings von der großen Menge an verschiedenen Zuckern wie Dextrose, reiner Glukose oder Glukose-Fruktose-Sirup mit entsprechend vielen Kalorien zunichte gemacht. Ergo: Nur weil sie vegan sind, sind diese Fruchtgummis nicht automatisch „gesünder“. Sie enthalten immer noch viel Zucker und sollten in Maßen genossen werden. Und ganz wichtig danach: Zähneputzen nicht vergessen! 

Vegane Fruchtgummis von Haribo, Katjes, Trolli und Hitschies

Übrigens gibt es auch Lakritz mit Stärke statt mit Gelatine! Zum Beispiel die Salzbrezeln von Haribo oder die vielen Lakritz-Klassiker von Katjes wie Katjes-Kinder oder Katjes-Pfötchen (wobei ich die ehrlicherweise schon lange nicht mehr gesehen habe…) 

Vegane Fruchtgummis kaufen im Prime-Store

Wer jetzt Appetit bekommen hat, kann die große Auswahl vegane Fruchtgummis im Prime Store entdecken. Außerdem im Prime Store: Schokolade, Bonbons, Instant-Nudeln und viele Snacks aus den USA und Asien. Vorteile: aufgrund des hohen Durchsatzes immer ultrafrische Ware, schneller Versand (Bestellungen bis 12 Uhr kommen in der Regel am nächsten Tag an) und Versand für nur 3,99 Euro, ab 45 Euro Warenkorb versandkostenfrei.

Vegan nur mit V-Logo? Nö!

Sind nur Lebensmittel vegan, auf denen das grün-gelbe Vegan-Logo (V-Label International) prangt, wirklich vegan? Nein! Denn nicht jeder Hersteller von veganen Produkten kann und will sich die Lizenzgebühren für dieses Label, das der V-Label GmbH mit Sitz in der Schweiz gehört, leisten und verzichtet darum darauf. Die einfach Selbst-Auszeichnung als „vegan“ würde auch reichen, denn welcher Hersteller könnte sich schon erlauben, etwas auszuloben, was er nicht einhält?! Man erinnere sich: Die Sauren Gurken und Schlümpfe kamen damals auch ohne das extra Logo aus! Katjes hatte lange Zeit einfach nur „Ohne tierische Gelatine„auf seine Verpackungen geschrieben. Trolli schrieb „Go Veggie“ und Hitschler „100% Veggie“, was völlig ausreichend war! Und die gesparten Lizenzgebühren könnten die Hersteller dann als Preisnachlass an die Kunden weitergeben – ich fände das gut…

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