Handgemachte Schokoriegel aus der Berliner Candy Farm


Wenn ich mir die ideale Süßigkeit vorstelle, eine die mich so sehr begeistern würde, dass ich sie nicht nur naschen, sondern auch selbst herstellen wollen würde, dann hätte sie folgende Eigenschaften: klassische Zutaten – innovativ aufgepeppt-, kräftig im Biss, intensiver Geschmack, verspielte Namensgebung und originelle Verpackung. Und nun stelle sich einer vor: Kürzlich in der Berliner Sonnenallee 70 habe ich genau das gefunden: Candy Farm, das Schokoladen-Start-up von den zwei sympathischen Kreativen Uli und Reto, die aus Ihrer Liebe zum Naschen einen Beruf gemacht haben.

Was für ein bewundernswertes Wagnis angesichts all der Herausforderungen, die das Geschäft mit sich bringt, und angesichts all der scheinbar übermächtigen Konkurrenz – gerade wenn man eben nicht mehr Mitte Zwanzig ist und ein mögliches Scheitern nicht einfach unter jugendlichem Leichtsinn verbuchen kann. Nein, hier haben sich zwei mit vollem Risiko in ihren Traum gestürzt, Klinken geputzt, Kredite aufgenommen, in teure Maschinen und besagtes Ladenlokal investiert und stehen jetzt wochentags von früh bis spät an der Überziehmaschine und am Wochenende auf Märkten in Berlin und Umgebung.

Die Schokoriegel haben so fantasievolle Namen wie Almost Pancake (Karamell aus Ahornsirup mit fruchtigen Apfelstücken und Cremè Fraiche, 2,90€), Figaro (Feigen in Karamellcreme, Ricotta, dunkle Schokolade und ein Schuß Balsamico, 2,80€) und Erdnuss Buddha (Gesalzene Erdnussbutter mit einer Schicht Vanillecreme, 2,70€). Meine Lieblinge sind aber der Bier-Bretzel-Malz-Riegel (bestehend aus dunklem Karamell aus Zuckerrübensirup, dem Heidenpeters Stout-Bier und knusprigen Brezelstückchen, 5 Stück für 4,50 €) und Torrone Berlino aus cremigem weißen Nougat, mit Honig gerösteten Mandeln und Pistazien, abgedrundet mit kandierten Orangen und echter Bourbon-Vanille für 3,50 €. Dass Vanille-Schoten im Einkauf immer teurer werden, macht den beiden übrigens zu schaffen, trotzdem legen sie wert auf natürliche Zutaten. So kommen die Schokolade, die getrockneten ungeschwefelten Früchte, die Kokosflocken, der gepoppte Amaranth, der Rapadura Zucker, die Eier, die Erdnussbutter und die Butter aus kontrolliertem Bioanbau. Außerdem bieten Candy Farm viele Riegel als vegane Varianten an.

Zu kaufen gibt es  die retroesk verpackten Ausnahme-Riegel mit dem Vögelchen u. a. bei Manufactum, im Berliner Künstlerhotel Orania, in ausgewählten Geschäften in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf und Münster sowie natürlich online. Darüber hinaus bieten die Gründer unregelmäßig Verkostungen in ihrem neuen Ladengeschäft an, wo man auch gleich zuschauen kann, wie die Riegel produziert werden. Am besten man folgt ihnen einfach auf Facebook, dann verpasst man keine Termine!

 

2 Gedanken zu „Handgemachte Schokoriegel aus der Berliner Candy Farm

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