Während Kitkat, Smarties und After Eight zum Standardsortiment der meisten Lebensmittelgeschäfte in Deutschland gehören, finden die hierzulande etwas randständigen Riegel von Nestlé oft nur als Aktionsware ihren Weg in die Geschäfte. Warum eigentlich?! Nun gut, der Lion-Riegel ist wirklich sehr leicht und schnell verputzt. Aber Nuts ist so ein ehrenwerter (über 70 Jahre alter) Klassiker, der richtig lecker schmeckt und sättigt. Und bei Rolo denke ich an die vielen glückseligen Kindheitsmomente, in denen ich das Toffeekaramel in der idealen zylindrischen Mundform erst zerbeißen und dann lutschen konnte. Köstlich!
In Deutschland gibt es von Rolo nur die normalen Rollen und ein Dessert. In England gibt es auch Rolo-Backwaren und zu Ostern große Schokoladeneier mit Rolo-Geschmack. Schon vor einiger Zeit fand ich in Holland Rolo als Tafelschokolade! Und Und kürzlich in den USA sah ich auch einige moderne Varianten von Rolo, dort wird das Produkt offenbar stärker nachgefragt und weiterentwickelt. Zum Beispiel gibt es dort Rolos mit dunkler Schokolade und „Salted Caramel“ sowie unverpackte Rolos.
Leute, wir wollen das hier auch! Also beschafft bitte beim nächstes Wocheneinkauf MEHR Rolos, damit der Vertrieb von Nestlé begreift, dass es auch in Deutschland echte Fans gibt!
(ABER MOMENT: Möglicherweise wird Rolo in den USA wie auch Kitkat gar nicht von Nestlé selbst produziert, sondern in Lizenz vom amerikanischen Schokoladenplatzhirschen Hershey’s. Die haben nicht nur leicht angepasste Rezepturen (Sauermilch..ihhh) und Verpackungen (größer!), sondern auch andere, meist originellere Sorten.
Woher kommt Rolo und was bedeutet es?
Rolo wurde 1937 von der britischen Süßwarenfirma Mackintosh’s erfunden. Das Unternehmen wurde von John und Violet Mackintosh gegründet, die bereits für ihre Toffee-Kreationen bekannt waren. Rolos, bestehend aus einem Karamellkern umhüllt von Milchschokolade, wurden schnell zu einem Verkaufsschlager. Im Laufe der Jahre wechselte die Marke mehrfach den Besitzer: 1969 fusionierte Mackintosh’s mit Rowntree’s, welches wiederum 1988 von Nestlé übernommen wurde, die das Produkt weltweit vertreiben.
Der Name „Rolo“ wird vermutlich mit der Darreichung der zylindrischen Toffeebonbons zu tun haben, die zu einer in Papier eingeschlagenen Rolle gestapelt werden: Das englische Wort „roll“ bedeutet „Rolle“ oder „rollen“. Interessanterweise wurde die Süßigkeit in Deutschland zunächst unter einem anderen Namen vermarktet. Als Rolo 1952 nach Deutschland kam, wurde es hier unter der Bezeichnung „Choc-o-Roll“ verkauft, erst 1971 erfolgte auch in Deutschland die Umbenennung in „Rolo“.

Rolo von Nestlé in verschiedenen Varianten (weltweit)
Rolo als Dessert (USA & EU)
Rolo als Riesenosterei (England)
Diese Riesenostereier gibt es in Großbritannien von vielen Süßwarenfabrikanten. Nestlé hat noch Lion im Rennen, Mars ist mit Mars und Maltesers vertreten und Mondelez mit Cadbury-Eiern. Meistens gibt es neben einigen Riegeln noch ein Geschenk oder Spielzeug, das dabei liegt. Ich habe zu den britischen Riesenschokoladenostereiern einen eigenen Artikel verfasst… Dabei fällt mir auf: Auch in Italien sind zu Ostern solche Eier mit Geschenken zu finden… siehe hier.
Der Vollständigkeit halber sei noch am Rande erwähnt, dass Mackintosh’s Anfang der 1980er Jahre auch mal eine Minzversion von Rolo auf den deutschen Markt gebracht hat, bei der das Toffee-Innere durch eine „Mintfüllung“ ersetzt wurde – vermutlich aus einer ähnlichen Fondantcreme wie die After Eight-Füllung aus dem gleichen Hause.

Jetzt bei Amazon kaufen (Affiliate Links)




Wenn Sie einen Rechtschreibfehler gefunden haben, benachrichtigen Sie uns bitte, indem Sie den Text auswählen und dann Strg + Eingabetaste drücken.
Kommentar verfassen