Maltesers: Knusprige Schokoladenkugeln mit gemalztem Getreidekern

Mars Maltesers MaltEaster Osterverpackung
Mars Maltesers MaltEaster Osterverpackung

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Malteser-Kreuz, Herr Strack? Nein, das ist ein anderes Produkt mit dem Namen Malteser. Außerdem gibt es noch den katholischen Malteserorden, der in Deutschland als Malteser-Hilfsdienst Rettungsdienst und Krankenpflege betreibt. Aber die meine ich auch nicht. Mir geht es um die „Maltesers„, das legendäre britische Süßwarenprodukt von Mars, mit einem knusprigen Kern aus getrocknetem, gemalztem Getreidebrei, umhüllt von Schokolade.

Maltesers wurden 1936 vom Forrest Mars Senior erfunden, dem Sohn von Unternehmensgründers Frank C. Mars. Forrest Mars entwickelte zuvor schon Milky Way (1923), den Mars-Riegel (1932) und später M&M’s (1941). Außerdem brachte er Uncle Ben’s Rice auf den Markt.

1937 jedenfalls kamen Maltesers mit dem Zusatz „Energy balls“ in die britischen Geschäfte. Avisierte Zielgruppe waren damals Frauen, die abnehmen wollten. Die Kugeln sollten irgendwie dabei helfen – was angesichts der Hauptzutat Zucker eher befremdlich wirkt. Aber die Kügelchen waren eben deutlich leichter als normale Schokolade und weniger fett als Pralinen. Einer der Werbeslogans der damaligen Zeit lautete folgerichtig: „Maltesers – die leichtere Art, Schokolade zu genießen“.

Woher stammt nun der Name der Süßigkeit?

Über den Namen lässt sich nur spekulieren, denn Mars schreibt dazu nichts auf seiner Corporate-Webseite und die Maltesers-Seite besteht nur aus wirr zusammen gewürfelten Bildern. Klar ist der Name eine Anspielung auf „Malt“ = „Malz“ bzw. „malty“ = „malzig“, also die gemalzte Getreidesuppe, die den Ausgangsstoff für des Kugels Kern bildet. Eine weitere Bedeutung hat das Wort selbst nicht, wie mir eine Freundin aus England bestätigte.

Die Insel Malta und deren Bewohner, die wir im Deutschen Malteser nennen, dürften kaum Pate für das Produkt gestanden haben – obwohl Malta von 1814 bis 1947 britische Kronkolonie war. Aber die Bewohner Maltas werden auf Englisch ebenso wie deren Sprache als „Maltese“ (ausgesprochen ‚Molties‚) bezeichnet, während die Bällchen Maltesers wie ‚Moltiesörs‚ ausgesprochen werden. Zusätzlich verführt natürlich die rote Farbe, die stark an das Rot des Malteser-Kreuzes und damit der maltesischen Flagge erinnert, hier eine Verbindung zu sehen. Aber wie gesagt, offiziell habe ich dazu nichts gefunden.

Maltesers gibt es in den meisten Commonwealth-Staaten und seit 2017 auch in den USA. In Deutschland sind Maltesers eher selten zu erhalten. Noch am ehesten bei Aktionen mit Zweitplatzierungen oder als Teil von Mars-Mischungen wie Celebrations.

Es gibt die Schoko-Kügelchen in verschiedenen Formen, die sich etwa Buttons oder Teasers nennen, und in Dutzenden verschiedenen Verpackungen, darunter sehr hübschen. Wie bei allen seinen Marken, zieht Mars auch Maltesers seit ein paar Jahren durch sämtliche Produktkategorien, deshalb finden sich auch Kekse, Brotaufstriche, Torten und Kakaopulver mit dem Maltesers-Geschmack. Der zeichnet sich vor allem durch eine malzige (karamellige) Süße und eine kräftige Salznote aus. Tatsächlich macht diese süß-salzige Mischung vermutlich den Reiz und damit das Erfolgsrezept der Süßigkeit aus.

Beispiele für verschiedene Darreichungsformen von Maltesers

Übrigens habe ich zum Beispiel auch schon über die berühmten Piemontkirschen in Mon Chéri geschrieben, über den knusprigen Nestlé-Klassiker Choclait Chips und über schokolierte Geleebällchen á la ValParaiso

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