Der Lion-Schokoriegel von Nestlé ist mit (fast) 50 noch immer knusprig

Nestlé Lion Wild Peanut Sweet+Salty 6 Stück
Nestlé Lion Wild Peanut Sweet+Salty 6 Stück

1976 wurde der Lion-Schokoriegel vom britischen Süßwarenhersteller Rowntree Mackintosh Confectionery eingeführt, der 1988 von Nestlé übernommen wurde. Der Riegel besteht aus einer knusprigen Waffel, zähem Karamell (ca. 30%) sowie Knuspergetreide und ist mit Schokolade (ca. 40%) überzogen. Durch die verschiedenen Texturen bietet der Riegel ein vielfältiges Kaugefühl, eine Mischung aus knusprig, zäh und fest – in der Fach- und Werbesprache auch „multitexturaler Biss“ genannt.

Es gibt verschiedene Sorten von Lion wie Peanut, Weiße Schokolade, Black & White, Wild (mit süßen und salzigen Erdnüssen) oder 2GO – dabei handelt es sich um einen Müsliriegel mit Lion-Geschmack, bei dem das klassische Rezept um Rosinen, CranberriesPuffreis und Schokostückchen ergänzt wurde. Der Lion-Müsliriegel wurde erstmal zwischen 2000 und 2003 hergestellt, dann aber 2011 in einer veränderten Version als „Lion 2GO“ vermarktet.

Selbstverständlich gibt es Lion auch in verschiedenen Packungsgrößen, zum Beispiel einzeln an Tankstelle und Kiosk, in 4er- oder 6er-Packungen im Supermarkt, außerdem als King Size oder als Minis im Multipack.

Bei der Category Extension ist Nestlé bisher eher zurückhaltend. Lion gibt es in Deutschland außerhalb der Süßigkeitenregale nur bei Frühstücksflocken, Müslis und bei einem Joghurt. Von den besonders in England beliebten gefüllten Riesen-Schokoeiern gibt es auch eine Lion-Version.

Süßwarenforensik: Zur Geschichte des Lion-Schokoriegels

Im deutschen Wikipedia steht, der Riegel sei in den 1970er Jahren als „tam“ in einer gelb-roten Verpackung auf den Markt gebracht, dann eingestellt und kurz vor der Übernahme durch Nestlé als „Lion“ wieder vermarktet worden. Im englischsprachigen Wikipedia heißt es, das ursprüngliche Rezept des Riegels wurde von dem experimentellen Konditor Alan Norman in Preston, Lancashire, England, entwickelt, enthielt Erdnüsse und sei mancherorts als „Big Cat“ (Großkatze) bezeichnet worden.

Nach der Übernahme durch Nestlé sei die Rezeptur um die Erdnüsse erleichtert und die Verpackung überarbeitet worden. Vielleicht auch um die Nähe zu Snickers zu reduzieren – wobei der Riegel aus dem Hause Mars zwar Karamell und Erdnüsse enthält, aber weder Waffel noch Knusper-Cerealien. Leider konnte ich bisher keine Abbildung des alten Tam-Riegels auftreiben – aber ich bleibe dran. (Bitte nicht mit dem Minzkeks „TimTam“ verwechseln!)

Arnott's TimTam Choc Mint Kekse mit Minzschokolade
Arnott’s TimTam Choc Mint Kekse

Die zum Mondelez-Konzern gehörende Schokoladenmarke Cadbury vertreibt einen Riegel, der dem Lion-Schokoriegel mit Erdnüssen ähnelt, namens „Mr. Big„.

Interessanterweise gibt es in Großbritannien auch einen Süßwarenhersteller mit Namen „Lion„, der auch einen stilisierten Löwenkopf auf seiner Verpackung abbildet und verschiedene Wein– und Fruchtgummis sowie Lakritzbonbons anbietet. Die Namensgleichheit scheint kein Problem darzustellen – jedenfalls sind bisher keine Unterlassungsklagen an die Öffentlichkeit gedrungen.

Hier einige verschiedene Varianten vom Lion-Schokoriegel im Überblick

Übrigens habe ich bereits über den 70-jährigen Nuts-Riegel und die Choclait Chips von Nestlé geschrieben sowie über gespaltene Galaxy- bzw. Dove-Schokolade von Mars und die „Milka von England„, Cadbury.

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