Kinofilm-Merchandising auf Food-Verpackungen


Sonderedition Ghostbusters vomn Rocky Mountain.
Sonderedition Ghostbusters-Marshamllows von Rocky Mountain.

Beim Food-Marketing unterschied ich bisher grundsätzlich Spin-offs (temporäre oder dauerhafte Derivate erfolgreicher Basisprodukte wie Twix mit Cappucino-Geschmack) und Two-in-One-Produkte (zwei Brands in einem Produkt z. B. Milka-Schokolade mit eigelegten Oreo-Stückchen). Jetzt habe ich eine neue Kategorie aufgemacht: Food-Verpackungen mit Werbung für Kinofilme darauf. Denn gerade schnell drehende Produktgruppen wie Chips, Cerealien oder Milcherzeugnisse bieten geeignete Werbeflächen für aktuell anlaufende Filme. Keiner hat das so aufwändig durchexerziert wie Disney 2015 mit der Neuauflage der Star Wars-Reihe. Weil da so unfassbar viel (Food-)Marketing gemacht wurde, muss ich Star Wars an dieser Stelle aussparen, behandle das Food-Merchandising für Star Wars aber hier separat. Aber auch ohne Star Wars sind Disney-Filme auf Lebensmittelverpackungen gut vertreten, nämlich mit Frozen und The Jungle Book. Sehr, sehr, sehr marketing-affin ist auch Universal Pictures mit seinem Erfolgsfilm „Minions – Despictable me“, der sich auf vielen unterschiedlichen Lebensmitteln findet: Auf Keksverpackungen, Chips, Gummibärchen. Sogar eine eigene TicTac-Sorte „Minions“ gibt es. Außerdem dabei sind Dreamworks /Comcast mit „Kung Fu-Panda“, Warner Bros mit „Batman vs. Superman“, Sony mit „Angry Birds“ und 20th. Century Fox mit „Ice Age“. Allerdings gibt es bei Filmwerbung auf Lebensmitteln zwei große Gefahren für Filmverleiher wie für Händler …

Unschön ist es für Hersteller und Einzelhändler, wenn die Produkte entgegen der Planung länger im Regal stehen bleiben und damit das Alter des Produkts offensichtlich wird. Wie etwa bei den Kuhflecken-Bonbons mit Werbung für einen neuen Heidi-Kinofilm, die ich in einem Berliner Reichelt-Markt vorfand: Denn zu diesem Zeitpunkt war der Film längst aus den Kinos verschwunden, die Bonbons wirkten auf mich wie abgelaufen“. Ein anderes Problem können als schlecht oder anstößig empfundene Filme sein, die von der Öffentlichkeit verrissen werden und deren Kritiken sich negativ auf das Produkt auswirkt. Gerade junge Verbraucher reagieren empfindlich auf „uncoole“ Filmwerbung auf einem Produkt. So wurde das ausschließlich mit weiblichen Hauptrollen besetzte Ghostbusters-Remake von männlichen Jugendlichen im Netz verspottet. Würden sie trotzdem Marshmallows der Sonderedition Ghostbusters kaufen?

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