Das Katerorakel prophezeit für 2021 smartes Naschen, mehr Bio und vegan und neue Sortenbezeichnungen

Weniger wird mehr – weniger Zucker, Fett, Salz, Kalorien, aber auch weniger Plastikverpackung und kleinere Portionen – nicht allein die Reduktionsziele von Julia Klöckner, sondern auch die Wünsche der Verbraucher gehen in diese Richtung. Sie wollen smartes Naschen, etwa durch neue, modernisierte Rezepturen mit weniger Kalorien und Zusätzen, aber dem vollen Geschmack. Zugleich möchten sie ein reines Gewissen und freuen sich über kreative Technologien der Hersteller, die Umwelt und Klima weniger belasten.

Mach vegan und bio, was schon konventionell funktioniert

Eine zeitlang war das Mantra von Startup-Gründern: mach alles digital, was auch analog funktioniert. Damals entstanden die vielen spezialisierten Onlineshops und Digitalangebote. Jetzt gilt das gleiche für „konventionelle“ Süßigkeiten und Snacks: Wenn es konventionell funktioniert, dann mache es vegan und bio! Egal ob Schokoriegel, Fruchtgummi oder Kaugummi: Die Innovation, so es denn eine ist, besteht vor allem daraus, herkömmliche Zutaten durch nicht-tierische Alternativen zu ersetzten und dabei Bioqualität zu liefern. Das ist leichter gesagt als getan, denn nicht nur sind die Zutaten oft teuerer, sie funktionieren und schmecken häufig anders. Viele Food Startups tüfteln an den neuen, cleaneren Genüssen. 2021 zeigt sich, welche bei den Verbrauchern ankommen.

Die Sortenextravaganz nimmt 2021 ungeahnte Ausmaße an

Was früher schlicht Schokolade, Erdbeere und Vanille war, heißt 2021 Strawberry Cheesecake, Schoko-Brownie und Vanille-Kipferl. Was würde Fürst Pückler dazu sagen?! Die klassischen Geschmacksrichtungen bei Süßigkeiten werden gehörig aufgemotzt und mit mundwässernden Bezeichnungen aus der internationalen Konditoreiwelt aufgeladen. Keks mit Apfel? Keinesfalls! Das heißt jetzt Apfelstrudel oder mondän Apple Pie. Weiße Schokolade mit bunten Nonpareille-Streuseln trägt selbstverständlich den Namen „Birthday Cake„. Die Sorte Kirsche heißt in Zukunft Cherry Tarte und wenn noch dunkle Schokolade dazu kommt: Schwarzwälder Kirschtorte.

Auch wenn 2021 smartes Naschen auf der Agenda steht und an den Kalorien der Süßigkeiten gespart wird, so soll doch die Aroma-Fantasie der Kunden kräftig angeregt werden!

Übrigens haben schon einige Medien meine Prophezeiungen aufgegriffen, zum Beispiel der Stern, die Westdeutsche Zeitung und die Allgemeine Zeitung. Meine Beiträge zu den Süßwarentrends, die 2020 auf der ISM vorgestellt wurden, finden Sie hier (ausgezeichnete Neuheiten und Lieblingsprodukte) sowie hier (neue Produkte von Food Startups).

Bildnachweis: CC0 via pixabay.com

Wenn Sie einen Rechtschreibfehler gefunden haben, benachrichtigen Sie uns bitte, indem Sie den Text auswählen und drücken Sie dann Strg + Eingabetaste.

Ersten Kommentar schreiben

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.