tuc tuc: Cracker sind salzige Kekse aus England, oder?

DeBeukelar Lu Tuc Sweet Chili Geschmack
Neue Variante von Tuc von DeBeukelar Lu: Sweet Chili Geschmack

Mit dem lautmalerischen Ausspruch „tuc tuc“ endete einst eine berühmte Fernsehwerbung für den Cracker „tuc“ mit dem damals berühmte Volksschauspieler Walter Sedlmayr als Testimonial. (Sedlmayr hatte auch Werbung für das Weißbier Paulaner und Nescafé gemacht und ist 1990 mit 64 Jahren tragischerweise ermordet worden.)

Zwischen einem Cracker (auch eingedeutscht zu Kräcker) und einem Biscuit zu unterscheiden ist leicht: der Biskuit (englisch für Keks oder Plätzchen) ist süß, der Cracker salzig. Aber wo ist eigentlich der Unterschied zwischen Cracker und Chips? Nun die Grenzen verschwimmen in dem Maße, in dem wir mit Chips immer häufiger nicht nur frittierte Kartoffelscheiben bezeichnen, sondern auch gebackene Teigmischungen. Denn da verläuft eigentlich die Linie zwischen beiden.

Der bekannteste Cracker in Deutschland heißt „TUC“ und kam früher von Griesson – de Beukelaer, aber inzwischen von unserem Freund Mondelez. Erfunden wurde TUC allerdings in Belgien. (Vielleicht stellt das Familienunternehmen Griesson – de Beukelaer die auch im Auftrag oder in Lizenz her  – man sieht ja nicht mehr durch…) Insgesamt hat es diese Knusper-Spezialität bei uns wohl eher schwerer als in Großbritannien, dem Ursprungsland des Crackers. Die Engländer unterschieden verschiedene Sorten von Crackern, etwa quadratische oder muschelförmige sowie jene mit Käse bestreuten.

Dieser Salzgebäck machen Appetit auf mehr

Dort wird er traditionell gern zusammen zu Käse verspeist. Aber weniger TUC als sein britisches Äquivalent „Ritz„. Generell eignen sich Cracker prima als Beilage zu Wein, Bier oder Cocktails, weil sie – abgesehen von den gewürzten und bestreuselten Sorten – in der Regel selbst nicht zu viel Eigengeschmack einbringen. Zudem sind sie in der Regel dünn ausgebacken und dadurch beschweren sie den Magen nicht unnötig. Man will sich ja von dem Vorspeisensnack nicht den Appetit auf das Abendessen verderben lassen.

Ursprünglich hat sich der Cracker aus dem Dauer- und Hartgebäck entwickelt, dass britische Seeleute als Proviant auf ihren Schiffspassagen dabei hatten. Analog zum Cracker ist die süße Variante der Zwieback. Durch das doppelte Backen wird ihm noch der letzte Rest Feuchtigkeit entzogen und das macht ihn so haltbar – und furztrocken.

Verschiedene Kräcker mit und ohne tuc tuc

Übrigens habe ich auch schon über einen anderen Verwandten des Crackers geschrieben: Brotchips. Und über mein eigenes Chips-Projekt schreibe ich hier

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