Zwieback gibt’s nicht nur von Brandt

Hümmlinger Zucker-Zwieback
Regionaler Retro: Ein Zwieback mal nicht von Brandt, sondern von Hümmlinger. Hatte ich noch nie zuvor gehört, ist nicht wirklich eine Süßigkeiten, aber ich pack das trotzdem mal hier mit rein.

Zwei mal gebacken und dadurch fast ohne Restwasser im Produkt: Das ist das Geheimnis der langen Haltbarkeit von Zwieback. Darin ähnelt es dem skandinavischen Knäckebrot, das aber salzig ist, der Zwieback hingegen süß.

Früher warn Zwieback ein weit verbreitetes Lebensmittel, das man nicht nur Kindern und Kranken zum Knabbern bzw. Lutschen gab, sondern das auch Erwachsene häufig gegessen haben: Zum Beispiel mit Butter zum Frühstück oder mit Zucker bestreut als Kuchenalternative Tee, als „krönende Decke“ einer Schale mit Haferflocken oder Müsli, über die heiße Milch gegeben wird, oder als Dipp für warme Getränke. Natürlich war Zwieback auch ein wichtiger Teil des Proviants beim Militär, auf Schiffen oder auf Reisen.

Weil Zwieback früher so weit verbreitet war, gab s auch deutlich mehr Hersteller als heute. Viele sind wegen der erhaltenen Metalldosen gut zu recherchieren, als schmucke Aufbewahrungsgefäße und natürlich als Werbemittel dienten.

Folgende Zwieback-Hersteller gibt es heute noch in Deutschland:

  • Carl Brandt, Hagen
  • Feldbacher Zwieback, Österreich (gehört zu Brandt)
  • Neukircher Zwieback, Lausitz (in Nachfolge der Bäckerei Hultsch)
  • Hümmlinger Zucker-Zwieback

Und diese historischen Produzenten habe ich gefunden:

Übrigens: Die Stadt Friedrichsdorf im Taunus (Hessen) in bezeichnet sich als Stadt des Zwiebacks, da hier einige Hersteller wie Paulchen oder Stemler ihren Sitz hatten und die Art „Friedrichsdorfer Zwieback“ auch ein besonderes Qualitätsmerkmal war.

Übersicht einiger Zwieback-Produkte unterschiedlicher Hersteller

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