Walkers Shortbread Fingers: Das schottische Mürbteiggebäck kommt zu uns

O'Neils shamrock all butter shortbread 80 Gramm
O'Neils Shamrock all Butter shortbread, 80 Gramm

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Bread steht im Englischen nicht nur für Brot, sondern auch für Kuchen: Gingerbread heißt bei uns Lebkuchen, Banana Bread kennen wir als Bananenbrot und Shortbread würde man auf deutsch als Mürbteiggebäck bezeichnen. Mürbe steht hier für weich – das Gegenteil von knusprig. Allerdings wird Shortbread in der Regel auch in Deutschland unter seinem originalen Namen „Shortbread“ verkauft.

Die englische Bezeichnung leitet sich von der „krümeligen“ Textur des Shortbreads ab, denn short bedeutet auf Englisch früher auch krümelig. Der Grund für diese Krümeltextur ist der hohe Fettgehalt der reichlich enthaltenen Butter. Das traditionelle Rezept für Shortbread besteht aus einem Teil Zucker, zwei Teilen Butter und drei Teilen Mehl. Die zerbrechliche Struktur ist ein Ergebnis des Fettes, das die Bildung langer Proteinstränge hemmt.

In Großbritannien und insbesondere in Schottland gehört Shortbread zu den beliebtesten Gebäckarten, die bei keiner Tea Time fehlen dürfen.

Shortbread wird klassischerweise in drei verschiedenen Formen gebacken: als Shortbread Fingers, weil die längliche Quaderform einer Keksrippe die Länge eines Fingers hat (vgl. Butterfinger, KitKat Finger), als „Shortbread Rounds“ oder als Petticoat Tails, die aus dünnen Scheiben herausgebrochen werden.

Shortbread ist in deutschen Supermärkten noch eine Besonderheit

Bei uns ist Shortbread erst seit einigen Jahren in normalen Supermärkten erhältlich und dabei fast ausschließlich in Fingerform. Bekanntester Hersteller ist sicherlich das 1898 von Joseph Walker gegründete schottische Familienunternehmen Walkers. 4.000 Mitarbeiter produzieren an 15 Standorten Shortbread, Kekse, Biscuits und Cracker, die in die ganze Welt exportiert werden. Walkers sollte nicht mit dem Chipshersteller Walkers verwechselt werden, das ein Teil des PepsiCo-Konzerns ist.

Das Walkers Shortbread ist im markanten Design schottischer Kilts mit roten und schwarzen Streifen gehalten. Außerdem verkauft Walkers seine hochpreisigen Produkte auch gern in sehr hübschen metallenen Schmuckdosen in Geschenkabteilungen oder in Duty Free-Shops an Flughäfen.

Weitere Hersteller sind O’Neils Shamrock und Mc Vities, einer Marke von United Biscuits, zu denen u. a. die bekannten Digestive Biscuit sowie die Jaffa Cakes gehören. Campbell’s bietet Shortbread mit Cranberry, Himbeere und weißer Schokolade an.

Besonders erfreulich: der Berliner Hersteller Tim’s produziert ebenfalls Shortbread, aber als talerförmige „Rounds“ nach original kanadischem Rezept – klassisch und mit Schoko- oder Zitronengeschmack.

Interessanterweise habe ich inzwischen sogar bereits Shortbread-Produkte als Eigenmarken bei ALDI und REWE gefunden. Wenn deren Beliebtheit bei dendeutschen Verbrauchern steigt, dann hat das sicherlich auch mit dem gewachsenen Interesse an „exotischen“ ausländischen Genuss-Spezialitäten zu tun.

Einige Beispiele für typische Shortbread-Kekse

Übrigens habe ich mich erst kürzlich mit der britischen Riesenschokoladenostereiermode auseinandergesetzt und kam in dem Zusammenhang auch auf die traditionelle britische Schokoladenmarke Cadbury zu sprechen. Schon vor einer Weile schrieb ich über das britische Unternehmen Swizzels, die unter anderem Double Dip, Fizzers und Drumstick machen. Noch viel früher schrieb ich über die lustigen Millions-Kaubonbons, die ebenfalls aus England kommen. 

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