Kurz vorgestellt: Ungewöhnliche Aromen-Kombinationen bei Süßwaren

Manchmal bin ich doch überrascht und erfreut, dass es Süßwarenunternehmen in Deutschland gibt, die sich trauen, einmal etwas ungewöhnlichere Kombinationen aus zwei oder mehr Aromen in ihren Produkten auszuprobieren. Zum Beispiel Lakritz mit Zitrone (Hitschies von Hitschler), Kokos mit Blaubeere (Mermaid-Latte von Krüger) oder – ganz aktuell – Mint mit Erdbeere (After Eight von Nestlé). Noch ein paar weitere stelle ich in der folgenden Galerie vor… „Kurz vorgestellt: Ungewöhnliche Aromen-Kombinationen bei Süßwaren“ weiterlesen

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Ex-Wrigley’s-Manager Schmidt: Erfolgreich dank hoher Spanne und Kassendisplays

Nachdem Wilfried Schmidt jahrzehntelang als Topmanager für Wrigley’s auf der ganzen Welt gearbeitet hat, lebt er heute wieder vorwiegend in München und leitet mit einem seiner Söhne und ehemaligen Wrigley’s Managern von Dubai und Miami aus das Beratungsunternehmen für den Lebensmittel-Export „in die ganze Welt“. Wir kennen uns von der gemeinsamen Arbeit in der Jury des Sweetie Awards der Rundschau für den Lebensmittelhandel. Neulich hatten wir endlich Gelegenheit für ein ausführliches Gespräch über die Besonderheiten beim Vertrieb von Kaugummi.

naschkater.com: Herr Schmidt, ich kann mich erinnern, dass es zu meinen Jugendzeiten in den 70er Jahren auch noch andere Kaugummi-Marken außer Wrigley’s gab. Inzwischen habe ich das Gefühl, es gibt nur noch Wrigley-Produkte. Wie haben Sie das geschafft?

Wilfried Schmidt: Wir haben kontinuierlich eine ganz klare Marktaufbaustrategie durchgeführt. Und massiv von den Fehlern anderer profitiert.

naschkater.com: Was haben die anderen falsch gemacht?

Wilfried Schmidt: Die Wettbewerber waren nicht fokussiert genug auf Kaugummi, sie haben die Eigenständigkeit der Produktgruppe unterschätzt. Zudem gab es in Europa kaum Wettbewerb, nur in einzelnen Ländern gab es lokale Platzhirsche wie Perfetti in Italien, Dandy in Dänemark und das „Hollywood“-Kaugummi von Warner Lambert in Frankreich. „Ex-Wrigley’s-Manager Schmidt: Erfolgreich dank hoher Spanne und Kassendisplays“ weiterlesen

Gibt es „faire“ Süßigkeiten? Und was unterscheidet sie von „unfairen“?

Die gute Schokolade ISM 2017 Naschkater
Promo-Twitter-Bild für faire Schokolade.

Beim Thema „Fairer Handel“ bin ich familiär vorbelastet, denn meine Frau Mama hat jahrelang im Eine Welt-Laden auf Langeoog ehrenamtlich Waren aus Entwicklungsländern verkauft (siehe Beitrag hier). Die Idee, dass Konsumenten für Produkte mehr bezahlen, um damit Herstellern in Ländern mit schlechter Infrastruktur zu helfen, finde ich grundsätzlich gut. Sie widerspricht nicht automatisch  marktwirtschaftlichen Grundprinzipien, denn man kann „fair gehandelt“* einfach als ein positives Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Produkten auffassen, für das Konsumenten bereit sind, mehr zu bezahlen, so wie bei Bio-, veganen oder laktosefreien Produkten.

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Boom bei Adventskalendern: Immer größer und bunter – das sind die besten!

Argenta Confiserie Adventskalender
Nachtrag, weil zu spät entdeckt: Eine fantastisch schöne Kleinstadtidylle als Adventskalender von Argenta: Groß und prachtvoll, gefüllt mit Weihnachtszapfen, Brockensplitter, Krokant-Nougat-Stern, Marzipan in weißer und Zartbitterschokolade, Trüffel Marce de Champagne, Rum-Trüffel, Weihnachtsnougat, Marzipan mit Orangenfüllung, Blätterkrokant in Zartbitterschokolade und Nougat-Glocken. Preis um 15 Euro.

Die einen klagen über die zunehmende Kommerzialisierung des Weihnachtsfests, die anderen freuen sich einfach, dass nun auch das Segment der Adventskalender Beachtung erfährt und die angeboten Varianten deutlich aufgewertet werden. Die Lebensmittelindustrie bringt inzwischen neben den klassischen, flachen und mit meist 80 Gramm Schokolade gefüllten Kalendern immer größere, das heißt vor allem auch schwerere und aufwändiger gestaltete Kalender auf den Markt, hinter dessen 24 Türchen sich Schokolade, aber auch viele andere leckere Sachen finden wie etwa Marzipan, GummibärchenChipsCerealienSäfte, Tee und sogar Bier! An dieser Stelle muss ich mich allerdings auf die Süßigkeiten und salzige Snacks beschränken und kümmere mich nicht weiter um Kalender mit Getränken; ebenso bleiben Adventskalender mit Spielzeug, Pflege- und Beautyprodukten und diesem ganzen Schnickschnack außen vor.

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Look-O-Look im Interview: Fantasien aus Marshmallow und Weingummi

Dirk Köhm, Accountmanager von Look-O-Look in Deutschland.

Ich bin mir sicher, jedem sind die bunten und witzigen Weingummi- und Marshmallow-Produkte wie die Candy Pizza oder das Candy Sushi von Look-O-Look schon einmal aufgefallen – sie sind einfach ein Augenschmaus! Einer der Verantwortlichen dieses ursprünglich holländischen Unternehmens, das zur Perfetti Van Melle Group (u. a. Mentos und ChupaChups) gehört ist Dirk Köhm. Er hat sich freundlicherweise die Zeit genommen, um meine vielen Fragen, die ich an dieses Unternehmen habe, zu beantworten.

naschkater.com: Lieber Dirk, ich habe gerade die Halloween Candy Pizza probiert und bin wieder mal begeistert! Wie kriegt ihr das so weich und fruchtig hin? Wer hat eigentlich das allererste Rezept entwickelt?

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Jelly Belly Bean: Was ich schon immer wissen wollte!

Frederik Luzki ist Key Account Manager bei Jelly Belly Bean in Deutschland.

Auf der diesjährigen ISM habe ich Frederik Luzki von Jelly Belly Deutschland kennengelernt und ihn gleich mal alles gefragt, was ich schon immer über die kleinen Geleebohnen wissen wollte, etwa wo sie hergestellt werden, wie sie sich von Mitbewerbern abgrenzen und welche die in der Herstellung teuerste Sorte ist. Hier seine Antworten…

Fangen wir locker an: Lieber Frederik, was ist Ihre Lieblingsgeschmacksrichtung und warum?
Frederik Luzki: Auf jeden Fall „Apfelkuchen“. Diese Bean schmeckt wie ein echtes Stück Apfelkuchen, nur eben im Miniformat – und ich liebe Kuchen!

Wo kommen eigentlich die Jelly Belly Beans her, die wir in Deutschland kaufen können – auf meinen Packungen stand Thailand – stimmt das oder waren das nur die Samples von der Messe? Schmecken Jelly Belly Beans überall auf der Welt immer gleich?
Frederik Luzki: Ja, die in Deutschland erhältlichen Jelly Belly Beans werden in Thailand hergestellt, da diese Produktionsstätte optimal auf den Export ausgelegt ist. Unabhängig vom Herstellungsort schmecken die unterschiedlichen Sorten Jelly Belly Beans zwar überall auf der Welt gleich, allerdings gibt es länderspezifische Sorten wie „Guaraná“ in Brasilien. Saisonale Schwankungen können wir hierzulande nicht feststellen.

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Schlumpf-Lizenzen für Haribo, PEZ, Kinder und Zott

Haribo ist immer recht zurückhaltend, was das Lizenzgeschäft angeht – man setzt hier eher auf eigene Figuren. Nur bei den Schlümpfen macht Haribo eine Ausnahme, die gab es schon früher als losen Pfennigartikel am Kiosk. Mir sind sie in Erinnerung, weil sie immer ziemlich hart waren im Vergleich zu anderen Fruchtgummis. Erst Jahrzehnte später habe ich auf der Sweetie-Jurysitzung von meiner Jury-Kollegin Prof. Busch-Stockfisch erfahren, warum das so ist: Die Schlumpf-Fruchtgummis von Haribo waren deren ersten, die OHNE GELATINE und stattdessen mit Stärke hergestellt wurden.  Anläßlich des Kinofilms „Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf“ brachte Haribo 2017 noch eine ganze Reihe weiterer blaugefärbter Süßigkeiten mit Schlumpf-Bezug auf den Markt, natürlich vor allem Fruchtgummi, mit und ohne Fizz, in verschiedenen Packungsgrößen, u.a. in der Reihe Balla Stixx aber auch eine Schaumzuckerware unter dem (seltsamen, aber schon lange verwendeten) Zusatztitel Chamallow„Schlumpf-Lizenzen für Haribo, PEZ, Kinder und Zott“ weiterlesen

Experten-Interview: Können Produkte aus der sozialistischen Diktatur Kuba wirklich „fair“ sein?

El Puente Cuba Libre
El Puente Cuba Libre mit Zutaten aus Kuba.

Naschkater: Frau Labode, Sie sind beim Hersteller von Fairtrade-Süßwaren El Puente zuständig für Information und Kommunikation. Wie stellt El Puente bei der Verwendung von Produkten aus Kuba sicher, dass nicht Gelder an den Staatsapparat fließen? 
Als Fairhandels-Unternehmen sehen wir es als unsere Aufgabe Menschen, die strukturell oder aus anderen Gründen benachteiligt sind, einen möglichst direkten Marktzugang zu eröffnen, damit sich durch den Fairen Handel ihre Lebenssituation verbessern kann. Wir stehen in der Regel mit den Produzenten vor Ort in Kontakt, besuchen unsere Handelspartner und einzelne Produzenten regelmäßig. Im Bereich der Überprüfung versuchen wir Synergie-Effekte zu schaffen und erkennen bestimmte Zertifizierungen anderer Fairhandels-Akteure an. Wo andere Zertifizierungen oder Überprüfungen nicht greifen, greift unser eigenes Internes Monitoring System, bei dem die Handelspartner umfassende Auskünfte zur Verfügung stellen. Somit erfassen wir so genau wie möglich, wie die Situation der Menschen vor Ort aussieht. Zahlungen gehen an unsere Handelspartner, die wiederum mit den Produzenten zusammenarbeiten. Bis vor Kurzem gab es keine Möglichkeit, direkt mit den Produzenten in Kuba zusammenzuarbeiten – Handel (Export) war nur über die Verarbeiter der Produkte möglich, die sich in Staatsbesitz befinden. Um die Menschen in Kuba durch Handel zu unterstützen, mussten wir demnach die Produkte über staatseigene Firmen beziehen, auch wenn die Rohstoffe von Kleinbauern stammen.

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