Dirndl und Lederhose: Süßes zum Oktoberfest

Einmal im Jahr steht Bayern im Mittelpunkt des Interesses – nicht nur in Deutschland, sondern inzwischen weltweit: Zum Oktoberfest! Das beginnt allerdings meistens schon im September. Den Supermärkten kann es nur recht sein, denn ihre Sonderverkaufsflächen stehen im Oktober ja schon voll mit den Halloween-Sachen und den ersten Weihnachts-Vorboten. Auch die Süßigkeiten-Sondereditionen-Maschinerie ist auf das Oktoberfest als zusätzliche „Verkaufs-Saison“ aufmerksam geworden und bringt mehr und mehr Süßigkeiten mit Bezug zu Volksfesten und natürlich den bayerischen USPs Dirndl und Lederhose auf den Markt. Einige Verpackungsinnovationen stelle ich nachfolgend vor…

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Experteninterview: Neue Produkte brauchen ein „geiles Display“ – sonst sieht sie keiner

Den regelmäßigen Lesern und Abonnenten des naschkater-Blogs dürfte meine Begeisterung für originelle Displays und Aufsteller für Süßwaren und Snacks nicht entgangen sein. Bei jedem Supermarkt-Besuch dokumentiere ich besonders gelungene oder besonders grottige Zweitplatzierungen und veröffentliche sie in diesem Beitrag. In der Fachzeitschrift „Neue Verpackung“ habe ich endlich einmal den Namen eines Herstellers gefunden, der derartige Displays produziert: Die Thimm Group aus Northeim bei Göttingen. Kurzerhand habe ich Display-Experten Michael Weber – seines Zeichens Leiter Corporate Marketing – alles zum Thema gefragt, was mir schon so lange auf der Seele brennt… „Experteninterview: Neue Produkte brauchen ein „geiles Display“ – sonst sieht sie keiner“ weiterlesen

Süße Meilen: Treuepunkte fürs Naschen gibt es zur WM von Ferrero und Storck

Jeder kleine Coffeeshop bietet Stempelkarten zur Kundenbindung an, für die man nach zehn gekauften Latte Macciatos den elften gratis bekommt. Die großen Ketten wie Starbucks führen die Kundenbindung selbstverständlich digital durch und bieten ihren Topkunden sogar goldene VIP-Plastikarten (hatte ich auch mal!). Selbst im Restaurantbereich gibt es Kundenbindungsprogramme wie etwa „Vapiano People“ und natürlich bei den großen Hotelketten wie zum Beispiel meinem Favoriten, den Hilton Hotels, das Hilton Honors-Programm. Ursprünglich sind vor allem Fluggesellschaften für ihre Meilensammelsysteme bekannt, aber eigentlich hat alles angefangen mit den Rabattmarken im Super- oder Drogerieriemarkt, deren digitaler Nachfolger die Payback– und Deutschland-Card-Systeme sind.

Warum ich das erzähle? Weil ich mich frage, warum nicht mehr Süßwarenhersteller ihre Kunden über solche Programme an sich binden. Ist es die Angst vor dem Kosten, Zweifel an der Wirksamkeit oder schlicht Trägheit und Fantasielosigkeit? Immerhin zwei große Hersteller unterhalten anlässlich der Fußball-WM temporäre Bonusprogramme für ihre treuesten Fans…

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Trendmotiv „Meerjungfrau“ adressiert süße Mädchenträume

Nicht nur Matrosen träumen von Meerjungfrauen, auch kleine Mädchen und der ein oder andere Junge. Sicherlich hat der Disney-Film „Arielle, die Meerjungfrau“ zur Popularität des Fabelwesens beigetragen, aber allein die Vorstellung, anmutig und blitzschnell, halb Mensch, halb Fisch,  durchs Wasser zu gleiten und noch dazu magische Kräfte zu  besitzen, gefällt natürlich vielen Kindern und Jugendlichen. Umso erstaunlicher, dass dem Verpackungsmotiv Einhorn nicht die Meerjungfrau auf den Fuße folgte – zurzeit erleben wir einen Boom bei Süßigkeitenverpackungen mit Flamingo-Motiven. Nun hat Krüger, der Experte für löslichen Kaffee, zu dem unter anderem die Firma Ludwig Schokolade mit den Marken Trumpf, Schogetten, Edle Tropfen sowie dem Kaubonbonstreifen Fritt gehören, den Bann gebrochen und ein wunderbar verspieltes, lösliches Milchmischgetränk auf den Markt gebracht, bei dem meiner Meinung nach wirklich alles stimmt, den Mermaid Latte.

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Personalisierung: Individuelle Süßigkeiten werden immer beliebter

Personalisierung von Süßwaren dient dazu, Kaufanreize zu schaffen und die Kundenbindung zu erhöhen. Ich habe hier die Personalisierung als einen der großen Süßwarentrends für das Jahr 2018 vorhergesagt und bisher spricht alles dafür, dass sie weiter zunimmt. Nicht nur bei den Großen der Branche wie Ferrero oder Coca Cola, die ihre Produkte in immer mehr und zum Teil künstlerisch anspruchsvollen Verpackungsvarianten auf den Markt bringen. Dank entsprechender Web-Apps und Digitaldruck wird es auch für kleine und mittelständische Süßwarenhersteller möglich, ihre Produkte zu individualisieren und dem Kunden dabei viel kreativen Freiraum zu ermöglichen. Dazu kommen Start-ups wie z. B. Chocri, die ihr Geschäftsmodell ganz auf die individuelle Zubereitung von Schokolade und Gestaltung der Verpackung ausgerichtet haben. Insgesamt habe ich 4 Formen von Personalisierung im Süßwaren-Segment abgegrenzt. Ein paar Beispiele…

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Vom Werk ins Regal: Warum es für Hersteller so teuer ist, neue Süßigkeiten auf den Markt zu bringen

Hersteller von Süßwaren haben es wirklich nicht leicht: Wenn sie ein leckeres neues Produkt kreiert haben (zum Beispiel einen Schokoriegel) und einen Weg herausgefunden, wie sie es bei gleichbleibender Qualität maschinell herstellen und hübsch, aber zugleich sicher verpacken können, müssen sie erstens Händler finden, die es ins Regal stellen und zweitens Kunden, die bereit sind, es zu kaufen. Angesichts der Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland wird man, um viele Menschen erreichen zu können, früher oder später auch an die großen Händler herantreten müssen: EDEKA/Netto, Rewe/Penny, Aldi, Lidl/Kaufland und Metro/real. Und dass die ein neues Produkt überhaupt in ihre internen Bestelllisten aufnehmen, so dass die angeschlossenen Supermärkte das Produkt ordern können, lassen sie sich inzwischen sogar oftmals bezahlen. Der Hersteller muss für die so genannte Listung einen Werbekostenzuschuss in Höhe von mehreren Tausend Euro bezahlen – angeblich sogar für jede einzelne Variante seines Produkts. Doch damit sind seine Investitionen noch lange nicht zu Ende…

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Süßes aus der Blechdose: Formschöne und beständige Verpackungen

Manche Pralinen– oder Zigarren-Marke von früher* wäre heute längst in Vergessenheit geraten, gäbe es nicht die schönen Schachteln aus Holz oder Pappe, die die Menschen behalten haben, um darin Liebesbriefe mitsamt Haarlocke, Quittungen oder Kinderfotos zu sammeln. Inzwischen sind die filigranen Pappschachteln praktischeren Verpackungen gewichen, aber vereinzelt findet man noch Süßigkeiten, die in besonders schön ausgeformten Blechdosen verkauft werden, insbesondere die Schokoladen von der Confiserie Heidel, Kalfani (Pullmoll) und Kekshersteller Walkers verpacken ihre Süßwaren gern in hübschen Schmuckdosen. Aber auch im Duty Free-Bereich der Flughäfen finden sich viele aufwändig verpackte Süßigkeiten in Blechdosen.

Vielleicht sind das dann die Zeugen vergangener Markenblühte in späterer Zeit. Einige Beispiele…

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Süßigkeiten als Reisemitbringsel: Das süße Souvenir

Wir Deutschen reisen ja so gern und viel und stets stellt sich aufs neue die Frage: Was bringen wir den Daheimgebliebenen mit? Zumal sie heutzutage ja nicht mehr mit Postkarten rechnen dürfen, sondern quasi in Echtzeit die Urlaubsentwicklung via Facebook, Instagram und Co verfolgen können (müssen). Ich kritisiere das gar nicht, ich bin ja selbst so. Umso besser, wenn man dann eine Überraschung mitgebracht hat, die nicht nur exotisches Lokalkolorit aufweist, gern gesprenkelt mit etwas Groteskem, aber zugleich bloß nicht irgendwo hingestellt und aufbewahrt werden muss – unsere Wohnungen sind schließlich allesamt bis zum Rand voll mit Tand und Tinnef.

Das beste Souvenir ist deshalb etwas zum Verspeisen, kein Schinken oder Gemüse, sondern eine nette Nascherei mit gefälliger, repräsentativer Verpackung mit deutlichem Ortsbezug, die möglichst teuer aussieht und die selbstredend überteuert ist, weil die Händler im Urlaubsland ja auch wissen, was wir vorhaben. „Süßigkeiten als Reisemitbringsel: Das süße Souvenir“ weiterlesen

Stäbchen-Schokolade mit Milchcremefüllung: Nicht nur für KINDER

Früher gab es die köstlichsten Schokoladen-Stäbchen mit Milchcremefüllung bei Aldi – ein No Name-Produkt, an dessen Geschmack ich mich noch gut erinnern kann: jedes Stäbchen in goldenes Glanzpapier eingefaltet, so süß und weich! Mittlerweile ist unter den großen Schokoladenmarken nur noch die KINDER-Schokolade von Ferrero übrig geblieben – und deren Riegel sind deutlich fester als jene Schokoriegel aus meiner Kindheitserinnerung. Stäbchen-Schokolade gibt es heute nur noch selten und wenn dann meist von Billigherstellern mit Lizenz- oder Trendmotiven wie Star Wars, Sandmännchen, Barbie oder Einhörnern in allen Facetten. Im Ausland scheint die sauber zu portionierende Schokolade in Stäbchen weiter verbreitet zu sein als bei uns. Das zeigen die Beispiele aus Spanien, Russland und Israel in der nachfolgenden Galerie…

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Bitte mit dem Essen spielen! Süßigkeit mit Spielzeug ist doppelt beliebt

Keine Frage, jeder kennt und liebt die Überraschungseier von Ferrero wegen der genialen Kombination aus Süßigkeit und Spielzeug – das perfekte kleine Mitbringsel für Kinder inklusive Überraschungseffekt beim Öffnen. Trotz dieses Erfolgs gibt es erstaunlich wenig Nachahmer, die ihr an Kinder ausgerichtetes Süßwarenprodukt mit einem Spielzeug kombinieren. So etwas findet man noch am ehesten bei Stückartikeln vom Kiosk oder im Lizenz– und Merchandising-Bereich und damit häufig am unteren Ende der Qualitätsspanne.   „Bitte mit dem Essen spielen! Süßigkeit mit Spielzeug ist doppelt beliebt“ weiterlesen