Im kleinen Israel gibt es ein Unternehmen, das so ziemlich alles herstellt, von Milchprodukten bis Backwaren, und sich dabei über einen unfassbar hohen Marktanteil von 70% freuen kann: Tnuva. 2014 war es arg in die Kritik geraten, weil es seine Waren vergleichsweise teuer verkauft – damals hatte ein israelischer Tourist in Berlin einen Pudding fotografiert, der bei Aldi nur ein paar Cent kostet, und das Bild in sozialen Netzwerken gepostet, was zu Entrüstungsstürmen und einer Auswanderungswelle unter jungen Israelis geführt hat, weil dort die Lebensmittel so unverschämt teuer sind.
Von Chips bis Schokolade kommt vieles von einem Unternehmen
Tnuva ist inzwischen an eine chinesische Holding verkauft worden. Ein wichtiger Wettbewerber ist die Strauss Group, die vor allem Kaffee– und Schokoladen-Spezialitäten produzieren (aber auch Mineralwasser, Joghurt, Margarine, Chips und unfassbar hartes Kaugummi verkaufen) und in Israel, Russland und Brasilien verkaufen. Zur Strauss-Gruppe gehört übrigens auch die Schokoladen-Kette „Max Brenner“ mit ihren leckeren Pralinen und dem fantastischen Eis-Schokoladen-Fondue in den angeschlossenen Cafés, etwa im Hafen von Tel Aviv.
Den Instantkaffee der Marke Elite kann man getrost im Regal stehen lassen (schmeckt mir nicht), aber die Elite-Schokoladen sind zum Teil genießbar. Gerade die fotografierten Milchschokoladen-Riegel sind tatsächlich wohlschmeckend und erinnern an die leckeren Billig-Kinderriegel, die es in meiner Jugend bei Aldi gab: Einzeln verpackt, dünne Milchschokoladenhaut und darunter weiße Creme (aber OHNE Crisp-Elemente wie heute leider). Dazu zeugen das kreativ und kindgerecht bedruckte Glanzpapier und die mit einer nach oben aufzureißenden Lasche versehene Kartonage vom Qualitätsanspruch der Produktmanager.
Über die Firma Osem Investments ist auch Nestlé in Israel tätig. Zu Untermarken von Osem gehören der größte Backwarenhersteller Israels („Bonjour„), Babynahrung und Eiskrems.
Nährwerthinweise: Das israelische Pendant zum Nutri-Score
Auch auf den Lebensmittelverpackungen in Israel finden sich vermehrt Hinweise zu den Nährwerten. Allerdings nicht in Form einer farblich unterlegten, fünfstufigen Ampel wie der Nutri-Score in einigen europäischen Ländern, sondern in Form von Piktogrammen, die mit roter Farbgebung auf hohe Gehalte bei Fett und Zucker hinweisen.

Übrigens habe ich bereits über die Süßigkeiten in anderen Ländern berichtet wie Österreich, Holland, Skandinavien, Spanien oder Tschechien.
Jetzt direkt bei Amazon kaufen (Affiliate Links)
Wenn Sie einen Rechtschreibfehler gefunden haben, benachrichtigen Sie uns bitte, indem Sie den Text auswählen und dann Strg + Eingabetaste drücken.





















Kommentar verfassen