Kalter Hund: Eine schokoladige Kekskuchen-Spezialität

Oma Hartmanns Kalter Hund Mini Kekse Softbeutel

Kekskuchen, Kalte Oma, Zebrakuchen, Schwarzer Peter, Kellerkuchen – es existieren viele Bezeichnungen für diese Kuchen-Spezialität namens „Kalter Hund“. Wobei Kuchen in die Irre führt, denn er ist gar nicht gebacken, sondern einfach aus Butterkeksen und einer Kakao-Kokosfett-Mischung in einer Kuchenform geschichtet und dann kalt gestellt. Aber woher bitte kommt dieser Name? Und dann die Gretchenfrage: Stammt das Rezept wirklich aus Ostdeutschland, wie so oft gesagt wird, oder gab es den schon früher? Hier die Antworten…

Angeblich leitet sich der Name „Kalter Hund“ von den „Grubenhunten“ ab, das sind kastenförmige Tröge auf Schienen ab, die den rechteckigen Kuchenformen ähnlich sehen, in denen man diesen Kuchen anrichtet. Und diese Bergmannssprache rührt daher, dass der Kuchen zunächst im Harz aufgetaucht sei. Der Zusatz „kalt“ ergibt sich aus gleich drei Gründen: Erstens wird die Masse zum Aushärten gekühlt (zum Beispiel im Keller = Kellerkuchen) und nicht gebacken, also ist er kalt. Außerdem ist in der Schokoladenglasur traditionell Kokosfett enthalten, das einen kühlen Nachgeschmack im Mund erzeugt. Drittens behaupten manche, die Oberfläche des Kuchens erinnere an die feuchte Schnauze eines Hundes erinnert und davon leite sich die Bezeichnung ab. Bereits in den 1920er Jahren hat Bahlsen ein Rezept für einen Schokoladenkuchen aus Leibniz-Keks veröffentlicht, das heißt, zu dem Zeitpunkt war diese Art der Süßspeise schon bekannt und damit weit vor der Teilung Deutschlands in Ost und West.

Inzwischen gibt es verschiedene Varianten wie den „Kalten Igel“, bei dem der Kuchen noch mit Mandelspänen gespickt wird oder den „Kalten Welpen“ von der Potsdamer Konfiserie Galerie Délice. Dabei handelt es sich um eine Miniversion des Kalten Hunds. In Berlin gibt es sogar die Kalter-Hund-Manufaktur, die den Kuchen in vielen verschiedenen Varianten herstellt, u. a. mit weißer Schokolade, Rum oder Marzipan. Im Supermarkt findet man sehr häufig Kalte-Hund-Spezialitäten „Oma Hartmanns“ der Sächsischen und Dresdner Back- und Süßwaren GmbH, die auch den Nougataufstrich „Nudossi“ herstellen.

 

3 Gedanken zu „Kalter Hund: Eine schokoladige Kekskuchen-Spezialität

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