Zuckerfrei naschen: Immer mehr Süßigkeiten mit weniger und ganz ohne Zucker!

Haribo Fruitilicious 30% weniger Zucker

Zucker gibt uns Energie und schmeckt lecker. Aber Zucker macht uns auch dick und bereitet Karies den Weg. Wie fantastisch wäre es also, wenn wir süßen Geschmack genießen könnten, ohne die Nachteile des Zuckers hinnehmen zu müssen?! Entsprechend sucht die Süßwarenindustrie ebenso wie die Getränkehersteller seit Jahren nach dem Stein der Weisen, der Zauberformel, die es den Verbrauchern ermöglicht, bei vollem Genuss ohne negative Konsequenzen zu naschen. Erste Schritte auf dem Weg zu weniger Zucker waren Zuckeraustauschstoffe mit ähnlicher Süße, aber weniger Kalorien als Haushaltszucker wie Fructose, Inulin, Sorbit oder Xylit. Gerade Fructose wurde früher häufig für Diabetikerprodukte verwendet, da sie insulin-unabhängig ist. Xylit findet man oft in Kaugummi und Zahncreme, die meisten Zuckeraustauschstoffe sind nämlich nicht kariogen, fördern also nicht die Kariesbildung. Allerdings können diese Zuckeraustauschstoffe bei zu großen Mengen abführend wirken – und gerade bei süßen Erfrischungsgetränken werden durchaus große Mengen konsumiert.

Die Industrie hat weiter geforscht und diverse Süßstoffe ge-  bzw. erfunden. Zuletzt ist Steviosid, das aus den Blättern der Stevia-Pflanze gewonnen wird, recht bekannt geworden, das etwa in „Coke Life“ und neuerdings auch in Schokolade (siehe Beispiele in der Galerie) eingesetzt wird. Bereits seit langem verwendete Süßstoffe sind Aspartam und Saccharin, die ebenfalls zum Süßen von Cola verwendet werden. Doch in Wahrheit haben auch diese Süßstoffe verschiedene Nachteile, zum Beispiel schmecken sie manchmal nicht nur süß, sondern bringen auch einen eigentümlichen Beigeschmack mit, zum Beispiel eine leichte Bitternote. Und einzelne Süßstoffe stehen im Verdacht, Krebserkrankungen auszulösen. Dazu muss man beachten, dass alle Zutaten in Lebensmitteln akribisch geprüft werden und beispielsweise das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) immer wieder aktuelle Studienergebnisse zu Süßungsmitteln mit Einschätzungen veröffentlicht. In einer Stellungnahme von 2014 wurden Unbedenklichkeitswerte aus Tierversuchen veröffentlicht und explizit zu Aspartam festgestellt: „…die im Stoffwechsel aus Aspartam entstehenden Stoffe Asparaginsäure, Phenylalanin und Methanol (wurden) mit unerwünschten Wirkungen wie Kopfschmerzen, Allergien, neuroendokrinen
Veränderungen, Epilepsie oder Hirntumoren in einen mutmaßlichen Zusammenhang gebracht. Nach mehrfacher eingehender Überprüfung durch den SCF, die EFSA und andere Expertengremien konnten die vermuteten Zusammenhänge nicht bestätigt werden.“

Auch wenn die Zuckeralternativen nach bisherigen Erkenntnissen gesundheitlich unbedenklich sind, stellt der immer nachdrücklicher geäußerte Wunsch der Verbraucher nach kalorienarmer Süße die Hersteller von Süßwaren vor Herausforderungen. Nicht zuletzt deshalb, weil sie ihre Rezepturen anpassen müssen. Denn Süßstoffe haben häufig eine viel kleinere Masse als Haushaltszucker bei gleicher oder sogar mehr Süßkraft. Der Zucker ist aber wichtig für das Volumen eines Produkts und auch für die Materialeigenschaften, etwa beim Backen im Falle von Teigwaren oder der sonstigen Weiterverarbeitung. Die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) veranstaltet deshalb regelmäßig Konferenzen, in denen es um die Reformulierung von Rezepten geht, zuletzt im März dieses Jahres im Rahmen des Sensoriktages auf der Anuga Food Tec in Köln. Ich war auch dabei und berichte baldestmöglich ausführlich darüber.

Bis alle Rezepte umgestellt sind, sehe ich vor allem eine wirksame Möglichkeit, den vollen Geschmack zu erhalten und gleichzeitig weniger Kalorien zu sich zu nehmen: Die Süßigkeiten nicht verändern, sondern einfach etwas weniger davon essen und dafür bewusst genießen!

Im Folgenden möchte ich einige Süßigkeiten vorstellen, die teilweise oder vollständig mit Süßungsmitteln anstelle des Zuckers arbeiten. Getränke, Kaugummi und Zahncreme lasse ich dabei aus, weil das in weniger spannend ist, als klassische Süßwaren wie Schokolade, BonbonsGebäck, Weingummi und Lakritz. Über Hinweise auf weitere Produkte freue ich mich.

Übrigens kann man einige der vorgestellten zuckerfreien Süßigkeiten und viele andere hier bestellen.

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