Handgemachte Schokoriegel aus der Berliner Candy Farm

Wenn ich mir die ideale Süßigkeit vorstelle, eine die mich so sehr begeistern würde, dass ich sie nicht nur naschen, sondern auch selbst herstellen wollen würde, dann hätte sie folgende Eigenschaften: klassische Zutaten – innovativ aufgepeppt-, kräftig im Biss, intensiver Geschmack, verspielte Namensgebung und originelle Verpackung. Und nun stelle sich einer vor: Kürzlich in der Berliner Sonnenallee 70 habe ich genau das gefunden: Candy Farm, das Schokoladen-Start-up von den zwei sympathischen Kreativen Uli und Reto, die aus Ihrer Liebe zum Naschen einen Beruf gemacht haben.

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Impressionen von der Süßwarenmesse ISM 2018

Es gab wieder sehr viel zu entdecken auf der weltgrößten Süßwarenmesse. – ich muss alles neu entdeckte in den nächsten Tagen aufarbeiten und werde an dieser Stelle nach und nach alles berichten. Eine gute Nachricht voeweg: Treets kommt zurück!!! Piasten hat die Rechte von Mars übernommen und bringt zwei Varianten raus: ganze Erdnuss in Schokolade und Erdnussbutter in Schokolade. Ich habe sie schon probiert: Sie schmecken super! Auch die Verpackung ist schön retroesk geworden.

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Senf mit Erdbeere, Kaffee und Kakao? So was verrücktes gibt es wirklich!

Senf Salon Kreuzberg Berlin  Colonial Senf Kakao und Kaffee
Der Colonial-Senf des Berliner Senf-Salons enthält zwei Zutaten, die es früher nur in Kolonialwaren-Geschäften gab: Kaffee und Kakao. Man kann es kaum glauben, aber irgendwie passt das zusammen mit Senf. Man stelle sich nur ein knuspriges Hühnchen vor, das mit diesem Senf bestrichen wird. Erinnert doch an die mexikanische Küche, oder?!handgemachte 

Exklusive und originelle Produkte kommen immer häufiger aus so genannten Manufakturen. Sie stellen in Handarbeit in kleinen Mengen besonders hochwertige oder spezielle Produkte her und vertrieben sie auf Wochenmärkten oder über das Internet. Eine solche Manufaktur ist auch der Senf Salon in Berlin-Kreuzberg. Hier gibt es ganz klassischen Senf, (den „Senf Senf“), der perfekt zu einer Knackwurst passt, aber eben auch Dutzende kreative Abwandlungen, bei denen neben Senf noch andere passende oder auf den ersten Blick unpassende Zutaten ins Spiel kommen. Für den Naschkater natürlich von größtem Interesse sind die süßen Sorten, also etwa der „Colonial-Senf„, in dem tatsächlich neben Senfsaat auch Kakao und Kaffee enthalten ist! Er schmeckt nicht süß, aber leicht bitter und könnte tatsächlich einen Genuss darstellen, etwa zu einem kross gebratenem Grillhühnchen. Auch der Erdbeer-Senf ist überraschend gut! Erdbeerig, aber eben kaum süß. Wie wäre es mit einem Weihnachtssenf mit weihnachtlichen Gewürzen, dem Arabischen Senf (mit Mokka) oder Senf mit Banane, Birne, Pfirsich,Chili oder Whiskey? Die Auswahl ist schier unerschöpflich. Und wozu passen solche Senfsorten? Natürlich zu allen Arten von Fleisch, zum Kochen und Würzen von Soßen und Salatdressings, aber auch zu Käse(-fondue), als Brotaufstrich, zu Aufläufen und zum Anrichten von Gemüsen (z. B. Blattspinat) natürlich! Daneben gibt es im kleinen „Salon“ im Souterrain der Hagelberger Str. 46 auch Senf-Likör (!), Marmeladen und Chutneys. Chutneys sind fruchtige, stückige Soßen aber im Unterschied zu Marmeladen nicht süß, sondern würzig. Die Senfe sind größtenteils vegan (bis auf solche mit Honig) und dafür, dass sie in Handarbeit hergestellt werden, wirklich preiswert, die kleinen Gläschen mit 105ml kosten zwischen 3 und 4 Euro, die größeren Chutneys ebenfalls 4 Euro. Übrigens ist Senf fast unbegrenzt haltbar –  nur aus gesetzlichen Gründen muss ein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben werden. Sollte er nach einigen Jahren an Aroma verlieren oder anfangen, muffig zu riechen, kann man ihn immer noch zum Kochen verwenden. Zum Onlineshop geht es hier.

 

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Voodoo Doughnut in Portland: Lustvolle Fett-Zucker-Fantasien

Logo Voodoo Doughnuts PortlandIch habe schon viel von Voodoo Doughnuts in Portland gehört und dann überall in der Stadt Menschen gesehen, die deren rosa Pappschachteln wie Trophäen mit sich herum trugen. Endlich an der Bäckerei angekommen hieß es zunächst: In die professionell abgesperrte Zickzack-Schlange vor dem Eingang einreihen und mit den Dutzenden anderen Touristen und Foodys auf Einlass warten.

Derweil konnte man schon mal die Speisekarte studieren und den überaus schwierigen Auswahlprozess anwerfen: Für welche Donuts soll ich mich eigentlich entscheiden, wenn ich endlich an die Reihe komme?! Diese Entscheidung wird einem nicht leicht gemacht, zeichnet sich Voodoo Doughnuts doch durch die vielen originellen und kreativen Varianten des Fettgebäcks aus: So gibt es neben den namensgebenden Voodoo-Figürchen mit Gesichtern und ausgestreckten Armen aus Brandteig („Voodoo Doll„) auch den „Captain My Captain„-Donut mit Cap’n Crunch-Cornflakes und Vanille-Fondant, den Butterfingering, den Old Dirty Bastard, den Voodoo Bubble (Gum) oder den Bacon-Maple-Doughnut mit gebratenem Speck und Ahornsirup und viele andere mehr…

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Keksteig zum Naschen? Den gibt es jetzt immer öfter!

Es mag schon zehn Jahre her sein, dass ich erstmals die Sorte „Keksteig“ (englisch: Cookie Dough) als Eiskreme von Ben & Jerry’s wahrgenommen habe, später bemerkte ich noch „half baked„, ebenfalls von Ben & Jerry’s. Aber inzwischen setzt sich diese Gechmacksrichtung mehr und mehr auch bei anderen Süßigkeiten durch: So gibt es schon ein KitKat Chunky mit Cookie Dough (noch mehr Sorten und Infos zur Rezeptveränderung bei KitKat gibt es hier), Poptarts, aromatisierte Erdnussbutter und ebensolcher löslicher Kaffee, Sirup für den Kaffee und eine ganze Reihe von Cookie Dough Bites („Keksteigbissen“) mit Editionen wie Fudge Brownie und Geburtstagskuchen. Oft kommt Cookie Dough zusammen mit Chocolate Chip – das scheint im angelsächsischen Raum ein geläufiges Geschmacksversprechen zu sein. Besonders viele Produkte dieser Art habe ich bei Proteinriegeln festgestellt. Sportler mögen es offenbar gern teigig mit Schokostückchen…

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Bonbons, Fudge und Eiskreme: Sweets Etc. in Portland bietet handkuratierte Süßigkeiten

Gleich neben dem „Fat City“ Frühstückscafé auf dem Capitol Highway in Multnomah Village, Portland, befindet sich das liebenswertes, schnuckelige Süßwarengschäft Sweets Etc. von Tricia Leahy und ihrem Team. Vor ein paar Jahren hieß es noch „Hattie’s“ (nach Tricias Oma) und hatte sogar eine Filiale in der Innenstadt von Portland. Doch inzwischen sind die Expansionspläne auf Eis gelegt und an den alten Namen erinnern nur noch die Fudge-Kartons, die selbstverständlich weiter aufgebraucht werden. Chocolatiére Tricia bietet handverlesene Süßigkeiten, darunter insbesondere Schokolade und Pralinen, selbst gemachtes Fudge (Mürbkonfekt aus Zucker, Butter, Milch, Sahne und die Geschmacksrichtung bestimmenden Zutaten wie Vanille, Honig oder Schokolade, Minze, Nüssen oder ähnlichem), typische US- und importierte Süßigkeiten (z. B. von Haribo und Ritter Sport), 35 verschiedene Sorten Lakritz und 15 Sorten Eiskreme der Marke Umpqua. Ein Besuch lohnt sich allein schon, weil der Laden so nett gemacht ist. Außerdem findet man beim Stöbern mit größter Wahrscheinlichkeit besonders originelle oder rare Zuckerwaren, die das Herz des Candy Lovers erfreuen oder sich vorzüglich verschenken lassen.

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See’s Candy in South San Francisco: Traditionelle amerikanische Süßigkeiten

Wer den Fabrikverkauf von See’s Candy in South San Francisco besucht, direkt an deren zentralen Produktions- und Verwaltungssitz, und die nostalgischen Pralinen-Verpackungen mit dem Portrait von Oma Mary See’s darauf sieht, wird überrascht sein zu erfahren, dass das 1921 gegründete Unternehmen inzwischen über 200 Geschäfte in den USA und Asien betreibt und zum Portfolio der Birkshire Hathaway von Starinvestor Warren Buffet gehört. See’s Candy ist mit anderen Worten ein echter Big Player auf dem US-amerikanischen Süßwarenmarkt. Umso überraschender, dass die Produkte sehr klassisch daher kommen: Pralinen, in Schachteln vorsortiert oder nach freier Auswahl aus der Vitrine, Tafelschokoladen, FudgeKrokant- und Karamell-Spezialitäten, ein exklusives Sortiment von Lollies, Weingummis und Lakritz sowie saisonale Produkte. Ich war überrascht, dass sie auch einen dunklen Schokoriegel und Brittles ohne Zucker anbieten. Das Key Lime Truffle, das Scotchmallow und das Divinity Puff, welche ich gekostet habe, waren geschmacklich recht grobschlächtig, die Schokolade längst nicht so fein wie hierzulande. Dennoch waren sie deutlich teurer (24,50$ für 450 Gramm) als Pralinen bei uns. Nicht zuletzt deshalb scheint es für See’s gut zu laufen, Warren Buffet hat die Anteile am Unternehmen bisher behalten…

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