Voodoo Doughnut in Portland: Lustvolle Fett-Zucker-Fantasien

Logo Voodoo Doughnuts PortlandIch habe schon viel von Voodoo Doughnuts in Portland gehört und dann überall in der Stadt Menschen gesehen, die deren rosa Pappschachteln wie Trophäen mit sich herum trugen. Endlich an der Bäckerei angekommen hieß es zunächst: In die professionell abgesperrte Zickzack-Schlange vor dem Eingang einreihen und mit den Dutzenden anderen Touristen und Foodys auf Einlass warten.

Derweil konnte man schon mal die Speisekarte studieren und den überaus schwierigen Auswahlprozess anwerfen: Für welche Donuts soll ich mich eigentlich entscheiden, wenn ich endlich an die Reihe komme?! Diese Entscheidung wird einem nicht leicht gemacht, zeichnet sich Voodoo Doughnuts doch durch die vielen originellen und kreativen Varianten des Fettgebäcks aus: So gibt es neben den namensgebenden Voodoo-Figürchen mit Gesichtern und ausgestreckten Armen aus Brandteig („Voodoo Doll„) auch den „Captain My Captain„-Donut mit Cap’n Crunch-Cornflakes und Vanille-Fondant, den Butterfingering, den Old Dirty Bastard, den Voodoo Bubble (Gum) oder den Bacon-Maple-Doughnut mit gebratenem Speck und Ahornsirup und viele andere mehr…

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See’s Candy in South San Francisco: Traditionelle amerikanische Süßigkeiten

Wer den Fabrikverkauf von See’s Candy in South San Francisco besucht, direkt an deren zentralen Produktions- und Verwaltungssitz, und die nostalgischen Pralinen-Verpackungen mit dem Portrait von Oma Mary See’s darauf sieht, wird überrascht sein zu erfahren, dass das 1921 gegründete Unternehmen inzwischen über 200 Geschäfte in den USA und Asien betreibt und zum Portfolio der Birkshire Hathaway von Starinvestor Warren Buffet gehört. See’s Candy ist mit anderen Worten ein echter Big Player auf dem US-amerikanischen Süßwarenmarkt. Umso überraschender, dass die Produkte sehr klassisch daher kommen: Pralinen, in Schachteln vorsortiert oder nach freier Auswahl aus der Vitrine, Tafelschokoladen, FudgeKrokant- und Karamell-Spezialitäten, ein exklusives Sortiment von Lollies, Weingummis und Lakritz sowie saisonale Produkte. Ich war überrascht, dass sie auch einen dunklen Schokoriegel und Brittles ohne Zucker anbieten. Das Key Lime Truffle, das Scotchmallow und das Divinity Puff, welche ich gekostet habe, waren geschmacklich recht grobschlächtig, die Schokolade längst nicht so fein wie hierzulande. Dennoch waren sie deutlich teurer (24,50$ für 450 Gramm) als Pralinen bei uns. Nicht zuletzt deshalb scheint es für See’s gut zu laufen, Warren Buffet hat die Anteile am Unternehmen bisher behalten…

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Rocket Fizz Portland: Candy, Comics, Cola

Rocket Fizz Portland Innen: Root Beer und Soda Pops.
Das Rocket Fizz ist nicht nur Verkaufsraum, sondern auch Ausstellung für viele extrem selten und verrückte Getränke.

Die amerikanische Kette „Rocket Fizz“ unterhält auch eine Filiale in Downtown Portland (535 SW 6th Avenue): Ein wahres Schlaraffenland für Candy Lover jeden Alters: In einer riesigen Halle, deren Wände vollständig mit Comicmotiven und Süßigkeitenpackungen ausgekleidet sind, findet man Tausende verschiedener Naschereien aus aller Welt, aktuelle und Retro-Ware, aber auch die verrücktesten Kaltgetränke (am absonderlichsten ist wohl die Brause mit Chicken Wings-Aroma), Dekorationsartikel, diverse Spender und Ständer für Süßes sowie geschmacklose Scherzartikel jeglicher Couleur. Zu den anderen Filialen, zum Onlineshop und dem Franchise-Offerten geht es hier: www.rocketfizz.com.

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Candy Babel Portland: Süße Schatzkiste

Candy Babel Portland Ronald
Ronald zeigt eine lokale Spezialität: blaue Schokoladeneier von Candy Babel.

Auf Portlands berühmtester Straße, der Alberta Main Street, befindet sich ein unscheinbares Ladenlokal, in dem geneigte Candy Lover viele Schätze entdecken kann: Candy Babel. Man findet hier handgemachte Manufakturprodukte wie Schokoladen von „Tom Bumble“ oder Marshmallows von „Lil Miss“, die in Portland oder Umgebung hergestellt werden, lose Einzelwaren und Saisonales, verschiedenste Sorten von Zuckerwatte, aber auch wunderschöne antike Blechdosen und Verpackungen von Süßigkeiten aus vergangenen Zeiten. Mehr Infos auch zum Candy Catering und dem Lieferservice hier: www.candybabel.com

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Amerikanische Süßigkeiten mitten in Berlin: American Lifestyle

Endlich wieder neue US-Schoko-Riegel! Weil gestern mein Smart schlapp gemacht hat, als ich bei Doerrwerk in Tempelhof zu Besuch war, und ich zu Fuß nach Kreuzberg laufen musste, habe ich es endlich einmal geschafft, in diesem, ebenfalls in Tempelhof beheimateten „Kultladen“ vorbei zu schauen: American Lifestyle in der Attillastraße 177 in Tempelhof. Es ist tatsächlich eher ein Kiosk, was die reine Verkaufsfläche angeht, dafür aber von oben bis unten vollgestopft mit genau den Dingen, die ein Amerika-Fan einfach immer wieder haben muss: US-Süßigkeiten von Reeses, Life Savers, Little Becky Marshmallows, Crunch ’n Munch, Hostess Twinkles, Pringles, Hersheys, gekühlte und ungekühlte Getränke in typisch amerikanischen Geschmacksrichtungen wie A&W Root Beer, Vanilla, Cherry, Grape, Kraft Macaroni and Cheese-Fertigerichte, Senf, Ketchup, Sprühkäse, Dekorationsartikel, Aufkleber, Metallschilder, USA- und Kanada-Fahnen! Die Preise sind angemessen, es gibt einige Schnäppchen, aber auch manches, was erstmal teuer erscheint, in den USA, wo das Preisniveau höher ist, aber ganz normal ist. Dazu kommt der gegenüber dem Dollar schwache Euro – aber dafür hat man auch wirklich Original-US-Ware und keine europäischen oder deutschen Nachahmerprodukte. Dafür sorgt Inhaberin Brigitte Wittig, die selbst großer Amerika-Fan ist und penibel darauf achtet, wo die Produkte produziert werden. Schöner Laden, nette Bedienung mit Gratis-Fachsimpelei. Ich komme bald wieder!

Amerikanische (aber auch deutsche) Schokoriegel behandle ich hier, außerdem gibt es eigene Beiträge für Oreo-Variationen, M&M-Sondereditionen und tictac-Vielfalt.

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Viba-Welt in Schmalkalden: So geht Nougat!

„Appetit auf Nougat“ heißt das Video, dass in der Nougatwelt von Viba gedreht habe. Ich hätte nicht gedacht, was alles aus Nougat gemacht wird – guckt es euch selbst an!

Wodurch unterscheidet sich Nougat von Schokolade, was sind die Marketinginstrumente von Viba und wie sieht es überhaupt aus in der riesigen Nougatwelt von Viba? Der kleine Film meines Besuchs in Thüringen gibt Antworten auf diese Fragen. Übrigens verlosen Naschkater.com und Viba Sweets zusammen ein Nougat-Kochbuch von Christian Senff mit 54 süßen, aber auch herzhaften (!) Rezepten – komplett mit einem Nougat-Starterpaket. Für eine Teilnahme einfach bis zum 15. August 2017 eine E-Mail an info@naschkater.com schreiben und folgende Frage beantworten: In welcher Stadt befindet sich die Viba-Nougatwelt? – Lösung: Schmalkalden in Thüringen! 

Die Verlosung ist beendet. Die Gewinnerin ist Gabriele Schmidt aus Nussloch (Baden-Württemberg). Naschkater und Viba gratulieren ganz herzlich und wünschen gutes Gelingen beim Nachkochen der Rezepte! 

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Fabrikverkauf, Werksverkauf, Flagschiff-Läden der deutscher Süßwarenhersteller

img_8840Ich liebe das Sammeln und Sortieren: lückenlose Vollständigkeit und makellose Ordnung sind meine Ansprüche. Deshalb dauert bei mir alles etwas länger bzw. wird nie fertig. Das Internet ist deshalb genau mein Medium, weil hier nie etwas fertig werden muss, sondern immer im Werden begriffen ist. Deshalb kann ich diese angefangene Liste mit exklusiven, extratollen Fabrikverkaufs-Adressen schon jetzt veröffentlichen, wohlwissend, dass sie eine jahrelange Baustelle sein wird so wie ein Gaudiischer Kathedralenbau, um mal eine andere als die ewige Flughafen- bzw. Konzerthausanalogie zu bemühen.

Viele der hier aufgeführten Ladengeschäfte habe ich selbst besucht, etliches gekauft und viel zu viel davon probiert. Manchmal gibt es überraschende Einblicke, mitunter auch echte Schnäppchen – aber immer ist es ein kleines Erlebnis, so nah an den Geburtshäusern der geliebten Naschereien zu sein, dass ihr Duft bereits beim Verlassen des Fahrzeugs in die Nase steigt. Ich hoffe, für jede Leserin und jeden Leser ist wenigstens ein Fabrikverkauf oder ein Flagschiffladen in meiner Liste, den sie oder er noch nicht kannte.

Zum Bonner Haribo-Flagschiffladen habe ich einen eigenen Beitrag geschrieben.

Eins noch: Alle Angaben sind ohne Gewähr, da sie sich permanent ändern können.

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Erste Eindrücke von der ISM Cologne: geschäftig, vielfältig, aber nicht vollständig

img_8660Keine Frage, wer wie ich das erste Mal die Internationale Süßwarenmesse in Köln besucht, ist beeindruckt: Von der schieren Menge der Aussteller und ihren oft aufwändig gestalteten Ständen, aber auch von der reinen Menge und Vielfalt der angebotenen Produkte. Dazu kommt die labyrinthische Anlage der Kölner Messehallen, mit versetzen Durchgängen, so unpräzisen wie winzigen Lageplänen und praktisch ohne Ausschilderung innerhalb der Hallen, die von der Koelnmesse sicher bewußt so angelegt wurden, um die desorientierten Besucher auf ihrer Suche nach Ausgängen auch in die letzten Winkel zu locken. Keine Frage, die ISM sollte in Berlin stattfinden – hier gibt es viel bessere Messehallen und deutlich mehr, günstigere und modernere Hotelbetten. Außerdem hätte ich es dann nicht so weit. Was mir noch auffiel: Die Abschottung der größeren Markenhersteller wie Ritter Sport, Trolli oder Haribo, deren Stände (im Falle Haribos eine eigene Halle) gegen Otto-Normal-Besucher abgeschirmt waren wie Trutzburgen und die blanke Abwesenheit der wirklich großen nationalen wie internationalen Marktführer wie Storck und Bahlsen, Ferrero, Mars, Kellogg’s oder Mondelez. Die haben es wohl einfach nicht nötig, sich mit den kleinen und mittleren Unternehmen aus aller Welt, den traditionellen wie den Start-ups und Newcomern gemeinsam zu präsentieren. Sie schotten sich dadurch aber auch gegen kleinere Einkäufer und das Fachpublikum ab und verhindern einen fachlichen Austausch unter Kollegen. Keine „Solidarität“ angesichts gemeinsamer Herausforderungen wie steigenden Rohstoffpreisen und preisdrückenden Discountern, Nudging-Bestrebungen der Politik und fehlenden Fachkräften – es gäbe viele gemeinsame Themen zu besprechen… Umso so erfreulicher, dass der Veranstalter einige Akzente gesetzt hat, wie mit der Ausstellung „Sweet Traditions“ mit innovativen Produkt- und Verpackungsideen von Studierenden der Kölner School of Design“ oder der (leider kaum zu findenden) Newcomer-Area. Überhaupt war die Stimmung bei Standbetreibern wie Besuchern bis auf wenige Ausnahmen aufgeschlossen und unbeschwert, man kam meist leicht ins Gespräch und mit etwas Glück ergeben sich viele neue geschäftliche Verbindungen. Lediglich Marketing und kanalübergreifende Kommunikation scheinen bei manchen alteingesessenen Familienbetrieben noch ein etwas stiefmütterliches Dasein zu fristen – viel mit dem hashtag #ismcologne getwittert wurde nicht. Aber vielleicht fehlte dafür vor lauter Geschäftsabschlüssen bisher einfach die Zeit…

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Die süße Portugiesin „Docura“ verkauft ausgewählte Naschereien

IMG_5346Der Verkehrslärm bleibt draußen, die Klimaanlage verschafft milde Kühlung und es duftet nach Kaffee und Schokolade: das kleine Süßwarengeschäft „Docura“ auf der turbulenten Zossener Straße in Kreuzberg ist eine kleine Oase der zarten, sinnlichen Genüsse. Nur wenige Schritte von der Marheineke-Markthalle entfernt, werden hier ausgewählte Spezialitäten aus vielen Ländern einem bunten Publikum angeboten: Von Schulkindern, die mit ihren letzten Taler grellbunte „Nerds“-Pillen oder extra ordinäre „Camel Balls“-Kaugummis kaufen, über eilige Geschenke-auf-dem-letzten-Drücker-Sucher bis zu den kenntnisreichen Liebhabern edler Schokoladen etwa von Hamann, Sawade oder Coppeneur, die mit den Experten hinter der Ladentheke fachsimpeln wollen. Zwar ist der Sommer nicht die Hauptsaison eines auf Süßigkeiten ausgerichteten Delikatessengeschäfts (Süßigkeitenempfehlung für die warme Jahreszeit siehe hier), aber hier können Candy-Lover mit einem Sinn für Schönes und Seltenes das ganze Jahr über auf Entdeckungsreise gehen. Der Name „Docura“ ist übrigens portugiesisch (weil Ladenmitbesitzerin Marina Pereira Monteiro ursprünglich aus Brasilien kommt) und heißt übersetzt „die Süße“ – und meint damit die süße Leckerei wie auch die „süße Geliebte“. Einige der schönsten Produkte aus dem aktuellen Sortiment stelle ich in diesem Beitrag vor…

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Berlin für Naschkatzen: Die besten Orte süßer Verführung

Bildschirmfoto 2016-06-10 um 16.49.59Berlin erlebt einen regelrechten „candy storm„: Es gibt immer mehr Süßigkeiten-Geschäfte für Naschspezialitäten, Lakritz-Shops und Schoko-Cafés! Dazu kommen Flagshipstores und Werksverkaufsläden der hiesigen Süßigkeitenhersteller. Die besten habe ich in diese Karte eingetragen, die bei der Suche nach Sweet-Highlights in der Hauptstadt helfen kann. Auch im benachbarten Potsdam gibt es empfehlenswerte Ziele. Falls ein potentiell lohnender Ort fehlt, sendet mir einen Hinweis, dann nehme ich ihn auf.