Mokka-Bohnen gehören nicht in die Kaffeemaschine!


Erich Hamann Mokka-Bohnen Bitterschokolade
Eine kleine Schachtel mit Mokka-Bohnen (Bitterschokolade) des Berliner Traditionsunternehmens „Erich Hamann“

Mokka bezeichnet zugleich eine Zubereitungsart für Kaffee und eine eigene Geschmacksrichtung. Traditioneller Mokka-Kaffee wird gebrüht, in dem man sehr fein gemahlenes Kaffeepulver mit heißem Wasser übergießt und etwas ziehen lässt. Beim Einschenken landet dann unvermeidlich auch Kaffeesatz im Becher. Bis zur Erfindung von Kaffeefiltern war quasi jeder Kaffee ein Mokka, denn er enthielt immer Kaffeesatz. Weil der Geschmack gerösteter, fein gemahlener Kaffeebohnen leicht an Kakaobohnen erinnert, wurde der Begriff Mokka im Deutschland der Wirtschaftswunderjahre für viele süße Produkte mit Kaffee- und Schokoladenaroma verwendet wie Mokka-EiskremKaffeeschokolade und eben Mokka-Bohnen. Letztere haben sich bis heute erhalten – nicht zuletzt für die Dekoration von Mokka-Sahnetorten! Aber für neue Produkte mit demselben Geschmack bevorzugt die Süßwarenindustrie heute eher moderne italienische Kaffeebezeichnungen als Zusätze wie Cappucino oder Latte macchiato. In den USA und Großbritannien, im deutschsprachigen Raum auch bei Kaffeeautomaten oder Kaffeehausketten wie Starbucks oder Dunkin‘ Donuts bezeichnet das englische Wort „Mocha“ einen Kaffee mit Kakao oder Schokolade, welcher in der Regel auch Milch oder Sahne enthält.

Bei den heute noch in Deutschland angebotenen dunklen Schokoladenbohnen müssen zwei Sorten unterschieden werden: Einerseits Mokka-Bohnen – zu Bohnen geformte Schokolade mit Kaffeegeschmack – andererseits „schokolierte Kaffeebohnen„, also mit Schokolade umhüllte echte Kaffeebohnen, die keineswegs für Kinder geeignet sind und weit mehr Koffein haben. Letztere werden gern in zum Getränk in Cafés und nach dem Essen in Restaurants gereicht.

Ich selbst war positiv überrascht, wie gut die bitteren Mokka-Bohnen von Erich Hamann schmecken, die ich eigentlich als Geschenk für Nicht-Berliner mitgebracht hatte, aber dann doch auch probieren durfte. Die klassische Verpackung von Hamann mit dem dezenten Karomuster ist auch etwas besser zu ertragen, als die roten (Vollmilch) und lila-farbenen (Zartbitter) Verpackungen mit ultrahässlichen Kaffeekannen, in denen die ostdeutsche Marke „Rotstern“ ihre Bohnen verkauft.

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