
Senf – oder Mostrich wie der Berliner sagt – ist ein unterschätztes und vielfältiges Würzmittel. Und auch Senf als Aroma für Snacks wie Kartoffelchips ist immer häufiger zu finden, sogar bei uns in Deutschland. Exklusive und originelle Senfprodukte kommen oft aus so genannten Manufakturen. Sie stellen in Handarbeit in kleinen Mengen besonders hochwertigen oder speziellen Senf her und vertrieben ihn auf Wochenmärkten oder über das Internet.
Eine solche Manufaktur ist auch der Senf Salon – ehemals in Berlin-Kreuzberg, jetzt ansässig im Sternenpark Westhavelland.Hier gibt es ganz klassischen Senf, (den „Senf Senf„), der perfekt zu einer Knackwurst passt, aber eben auch Dutzende kreative Abwandlungen, bei denen neben Senf noch andere passende oder auf den ersten Blick unpassende Zutaten ins Spiel kommen.
Senf in ungewöhnlichen Geschmacksrichtungen
Für mich als Naschkater natürlich von größtem Interesse sind die süßen Sorten, also etwa der „Colonial-Senf„, in dem tatsächlich neben Senfsaat auch Kakao und Kaffee enthalten ist! Er schmeckt nicht süß, aber leicht bitter und könnte tatsächlich einen Genuss darstellen, etwa zu einem kross gebratenem Grillhühnchen. Auch der Senf mit Erdbeer ist überraschend gut! Erdbeerig, aber eben kaum süß. Wie wäre es mit einem Weihnachtssenf mit weihnachtlichen Gewürzen, dem Arabischen Senf (mit Mokka) oder Senf mit Banane, Birne, Pfirsich, Chili oder Whiskey?
Die Auswahl ist schier unerschöpflich. Und wozu passen solche Senfsorten? Natürlich zu allen Arten von Fleisch, zum Kochen und Würzen von Soßen und Salatdressings, aber auch zu Käse(-fondue), als Brotaufstrich, zu Aufläufen und zum Anrichten von Gemüsen (z. B. Blattspinat) natürlich! Daneben bietet der „Senf Salon“ auch Senf-Likör (!), Marmeladen und Chutneys.
Chutneys sind fruchtige, stückige Soßen aber im Unterschied zu Marmeladen nicht süß, sondern würzig. Die Senfe sind größtenteils vegan (bis auf solche mit Honig) und dafür, dass sie in Handarbeit hergestellt werden, wirklich preiswert, die kleinen Gläschen mit 105ml kosten zwischen 3 und 4 Euro, die größeren Chutneys ebenfalls 4 Euro. Übrigens ist Senf fast unbegrenzt haltbar – nur aus gesetzlichen Gründen muss ein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben werden. Sollte er nach einigen Jahren an Aroma verlieren oder anfangen, muffig zu riechen, kann man ihn immer noch zum Kochen verwenden.
Verkostung von Senf mit Erdbeere im Berliner Senf Salon



Senf als Aroma bei Kartoffelchips und anderen Snacks
Originelle Senf-Spezialitäten aus dem Supermarkt
Übrigens habe ich in diesem Blog bereits über andere salzige Aromen berichtet wie Currywurst-Geschmack, Ranch, Sour Cream & Onion oder Macaroni & Cheese. Mehr zu originellen Kartoffelchips gibt es hier und alles über Pringles hier.
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