Berliner Mythen: Die Heimat des Yes-Torty


Ansichtsexemplar
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„Kleine Torte statt vieler Worte“ – dieser Werbespruch machte das Yes-Torty, einen Kuchenriegel in den Geschmacksrichtungen Caramel, Kakao und Zitrone, deutschlandweit berühmt. Im dazugehörigen TV-Spot wurde einer erschöpften Eisläuferin oder einer durchnässten Zelterin das Torty mit einer Kerze darauf feierlich überreicht. Doch die industriell gefertigte Süßspeise sprach immer weniger Käufer an, ALDI warf sie 1999 aus dem Sortiment und der WDR deckte auf, dass sie geringe Mengen Alkohol enthielt. 2003 stellte Nestlé die Produktion ein und schloss sein Werk in Tempelhof, in dem bis dato 470 Berliner jährlich 13.000 Tonnen Yes-Tortys buken. In der einst weltgrößten Schokoladen-Fabrik produzierten zeitweise über 2.000 Mitarbeiter „Sarotti“-Schokoladen. Die Berliner „Confiseur-Waaren-Handlung Felix & Sarotti“ gibt es bereits seit 1852. Damals stellte sie ihre Pralinen und Fondants allerdings noch in der Mohrenstraße her – deshalb prangt ein solcher auf den Verpackungen. 1929 übernahm Nestlé Sarotti mitsamt des Tempelhofer Werks. Von 1981 bis 2003 wurden hier ca. 4,5 Milliarden Yes-Tortys hergestellt und in aller Welt verkaut. Alternativen zur ausgestorbenen Süßigkeit sind „Relax” von „KuchenMeister“, „Tender“ von Milka oder der “Feine Kuchenriegel” der Edeka-Eigenmarke “Backstube”.

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