Gastbeitrag: Erdnussbutter, Schokolade und Keksartiges – eine einzigartige Konsistenz


IMG_8622von Eva-Katharina Wenzel

Psychologen wissen es, Sterneköche ahnen es und seit einiger Zeit schmecken es auch Chocolatiers: Gegensätze ziehen sich an! Nur ausgerechnet eine Kontrastkombination, die im amerikanischen und britischen Markt längst als echter Klassiker gilt, fristet in deutschen Süßwarentempeln, Supermärkten und Tankstellen ein echtes Nischendasein: Der von Erdnussbutter und Schokolade. Und während vielen Menschen schon der Gedanke an zu Butter verarbeitete Erdnüsse die Kehle zuschnürt, gibt es für mich – wenn es um Süßwaren geht – nichts Vergleichbares. Nur leider viel, viel zu wenig davon. Als Liebhaber dieser süß-salzigen Verbindung mit Wohnsitz in Deutschland muss man sich zwar auf die Suche begeben, aber immer wieder finden sich an unerwarteten Orten unverhofft spannende Delikatessen.

Häufig sind es Tankstellen, Videotheken oder unscheinbare Tante-Emma-Läden mit überraschend großer und ausgefeilter Auswahl an Süßwaren bekannter Marken oder Importprodukten der Geschmacksrichtung Erdnussbutter-(-mit-oder-ohne-Keks-)Schokolade. Manchmal müssen auch Urlaube oder Auslandsaufenthalte zum Finden herhalten: Denn andere Länder, andere Sitten. Neben den Briten, Australiern und Amerikanern schätzen auch unsere direkten Nachbarn, die Holländer, Erdnussbutter in allen Kombinationen, darunter die mit Schokolade.

Cremige Gegensätze ziehen sich an
Zu meinen absoluten Favoriten in dieser Hinsicht  gehören neben den Klassikern von Reese’s vor allem Twix- und Snickers-Peanutbutter: Die Kombination aus Keks, Erdnussbutter und Schokolade bzw. der snickerstypisch-kompakten Masse, nur eben dieses Mal mit Erdnussbutter versetzt, ist hier einfach rundum gelungen und kulinarisch kaum zu überbieten. Ebenso großartig funktionieren die orangeverpackten Auskopplungen von KitKat, M&M und Lion. Gerade letzteres finde ich in der Originalfassung ein wenig hart, was durch die Verbindung mit Erdnüssen perfekt aufgehoben wird. Nicht so sehr überzeugt mich dagegen die Erdnussbutter-Variante von Oreo. Zugegeben, schon das Original zählt nicht zu meinen Lieblingen. Aber die erdnussige Variante ist für meinen Geschmack zu trocken, der Keks geht geschmacklich völlig unter und von Schokolade, Gegensatz und Cremigkeit so gar keine keine Spur. Wer einmal die Konkurrenz „Butter-Nutter“ (die heißen wirklich so, sind aber so schwierig aufzutreiben als würden sie in Gold aufgewogen) des amerikanischen Herstellers Nabisco probiert hat, wird sicher sofort verstehen, was ich meine. Und dabei kommen diese Kekse völlig ohne Schokoanteil aus.

Zurück bleibt die unbestimmte Sorge, wo und wann wir Erdnussbutterjunkies unauffällig und mit einem vor Freunden und Familie vertretbaren Aufwand den nächsten orange-leuchtenden Kick ergattern können.

2 Gedanken zu „Gastbeitrag: Erdnussbutter, Schokolade und Keksartiges – eine einzigartige Konsistenz

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