Karlsbader Oblaten: groß, rund, staubtrocken

Stärkungen für unterwegs sollten vor allem eines sein: praktisch, klein und stabil. Karlsbader Oblaten dagegen sind extrem unpraktisch, weil groß, rund und zerbrechlich. Noch dazu sind sie mit relativ einfachen Zutaten (Wasser, Mehl, Stärke, Zucker, Mandelsplittern) hergestellt, insofern also nicht gerade leicht zu vermarkten. Trotzdem sind Karlsbader Oblaten neben dem Schnaps Becherovka sicherlich das populärste Mitbringsel aus Tschechien, denn sie sind kunstvoll gestaltet und vergleichsweise günstig.

In Deutschland weit verbreitet sind die Waffeln der Hersteller Wetzel aus dem bayerischen Dillingen an der Donau und Dr. Quendt aus Sachsen, wobei nur noch Wetzel die Bezeichnung „Karlsbader Oblaten“ verwenden darf, weil sie die Bezeichnung patentieren ließen, bevor die tschechische Regierung 2011 für das Gebäck eine „geschützte geografische Angabe“ reklamierte. Seitdem darf nur noch als „Karlsbader Oblaten“ bezeichnet werden, was auf dem Gebiet der Stadt Karlsbad unter Verwendung des Karlsbader Mineralwassers hergestellt wird.

In Österreich ist wie so oft auch bei Oblaten die Firma Manner der Platzhirsch. Sie haben zwar die gleiche äußere Erscheinung wie die Karlsbader, dürfen sich aber nur „Oblaten“ nennen.  „Karlsbader Oblaten: groß, rund, staubtrocken“ weiterlesen

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Waffelschnitten: Neapolitaner, Nussini, Knoppers und Co

Manner stellt mit seinen Schnitten natürlich einer der bekanntesten Waffelsnacks her, aber im Grunde ist Nussini von Milka oder Knoppers von Storck auch nichts anderes als eine knusprige Waffelschnitte mit etwas Cremefüllung, Nüsschen und in einigen Fällen mit Schokoladenüberzug.

Das Praktische an Waffelschnitten ist, dass man sie in ein gut transportierbares, quadratisches Format zuschneiden kann, dass sie lange haltbar und relativ unempfindlich gegen Stöße und Wärme sind. Damit also die ideale Wegzehrung oder Pausensnack für Kinder wie für Erwachsene. In einer runden, unpraktisch großen Form wird ein ähnliches Gebäck übrigens als Karlsbader Oblaten bezeichnet.  „Waffelschnitten: Neapolitaner, Nussini, Knoppers und Co“ weiterlesen

Marken und Lizenzen auf Backwaren: Nutella-Muffins, Oreo-Donuts und Rolo-Kekse

Markennamen wirken anziehend auf Kunden – in allen Segmenten und auch im Süßwarenbereich. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass erfolgreiche Marken durch alle Produktgruppen gezogen werden (siehe mein Beitrag hier zu Line Extensions). Auch im Backwarenregal des Supermarkts oder im Backshop der Tankstelle wirken Marken anziehend, deshalb findet man auch hier immer öfter bekannte Brands wie Oreo und Milka von Mondelez, Smarties, Rolo oder Munchies von Nestlé und sogar die Muh-Muh-Toffee-Kuh auf Verpackungen wieder. Daneben gibt es auch ein paar Lizenzfiguren wie die Simpsons oder Minions, die ich hier gleich mit aufführe. Für das Branding verpackter Backwaren eignen sich offenbar Donuts und Muffins besonders gut, in England habe ich – schon vor ein paar Jahren – auch Kekse mit Candy Brands gefunden.

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Mannerschnitte: Österreichs rosafarbenes Waffelkeksimperium

Manner ist so etwas wie das österreichische Äquivalent zum deutschen Bahlsen – ein Waffelkeksgigant auf dem heimischen Markt. In einer Umfrage unter Verbrauchern in Österreich 2017 gaben 45% an, Produkte von Manner regelmäßig zu konsumieren. Mit deutlichem Abstand folgen der Leibnitz-Keks von Bahlsen mit 21% und die DeBeaukelaer Prinzenrolle mit 20% auf den Plätzen 2 und 3 (siehe Statistik in Galerie). Manner wurde 1890, ein Jahr nach Bahlsen, gegründet und ist wie diese ebenfalls überwiegend im Familienbesitz, wenngleich auch eine Aktiengesellschaft. Größenmäßig allerdings fällt Manner mit einem Umsatz von rund 200 Mio. Euro (2016) doch etwas kleiner aus als Bahlsen mit jährlich rund 560 Mio. Euro Umsatz (2017). Das Produktportfolio von Manner unfassbar umfangreich, gigantisch, schier unerschöpflich! Ob da überhaupt noch einer durchsteigt, was sie alles an verschiedenen Waffeln und Keksen im Programm haben. Und zu Manner gehören darüber hinaus auch noch weitere Süßwarenmarken mit großer Bekanntheit nicht nur in Österreich wie Napoli (Dragee-Keksi, Lebkuchen Brezerl), Casali (Schoko-Bananen), Ildefonso (Schicht-Nougat) und Viktor Schmidt (Mozartkugeln), die ihrerseits wieder viele verschiedene Süßigkeiten produzieren.

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Müsliriegel Corny und Co: Energielieferanten für unterwegs

Müsliriegel haben einen besseren Ruf als Schokoriegel, dabei unterscheiden sie sich bei der Kalorienmenge kaum. Immerhin birgt das enthaltene, ungebackene Getreide die Chance, sich irgendwie positiv auf die Verdauung auszuwirken. Und auf das Gemüt – schließlich kann man sich der Illusion hingeben, etwas gesundes zu essen. Und einige Riegel schmecken auch ziemlich gut: Gerade wenn viele Nüsse verarbeitet sind wie etwa bei „Corny Nussvoll“ mag ich das. Der Markt für Müsli wächst weltweit, während er für Zerealien schrumpft (weshalb Kellogg’s, Nestlé und Co ihr Produktportfolio dorthin ausdehnen) und das gilt auch für Müsli-Riegel…

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Kalter Hund: Eine schokoladige Kekskuchen-Spezialität

Kekskuchen, Kalte Oma, Zebrakuchen, Schwarzer Peter, Kellerkuchen – es existieren viele Bezeichnungen für diese Kuchen-Spezialität namens „Kalter Hund“. Wobei Kuchen in die Irre führt, denn er ist gar nicht gebacken, sondern einfach aus Butterkeksen und einer Kakao-Kokosfett-Mischung in einer Kuchenform geschichtet und dann kalt gestellt. Aber woher bitte kommt dieser Name? Und dann die Gretchenfrage: Stammt das Rezept wirklich aus Ostdeutschland, wie so oft gesagt wird, oder gab es den schon früher? Hier die Antworten…

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Darauf stehen die Italiener: Weichgebäck und Brioche

Wer schon mal in Italien Urlaub gemacht hat, der weiß: beim Frühstücksbüfett gibt es eine Menge verschiedener Küchlein, Kekse und Croissants zur Auswahl. Nur leider sind diese in der Regel nicht frisch gebacken, sonder aufgebacken oder gar haltbar verpackt! Und entsprechend schmecken sie mir oft nicht, weil sie picksüß, pappig und klebrig sind. Aber die Italiener stehen auf dieses haltbare Weichgebäck, für die unzählige Regalmeter in jedem Supermarkt reserviert sind. Ferrero spielt ganz vorne und bietet verschiedene Produkte mit Milchcreme- und Aprikosen-Füllung, Schokoladenüberzug oder als Mehrkorn-Variante an, zum Beispiel KINDER delice, Cerealé oder Brioss. Die Bezeichnung Brioss ist dabei sicherlich an das französische Hefeteiggebäck Brioche angelehnt. In Deutschland ist dieses Gebäck nicht so stark verbreitet – wir bevorzugen eben knusprige Brötchen zum Frühstück! Wenn man es doch findet, dann unter dem Namen  Apostelkuchen, in Österreich Buchteln. Ob so ein verpacktes Frühstück eigentlich ökologisch oder ernährungsphysiologisch eine guter Start in den Tag ist…? Egal, ich denke dass

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Bahlsen bringt Leibniz-Minikekse mit Lizenz von DC Comics raus: Justice League und Super Hero Girls

Leibniz Superheroes Boys
Leibniz Superheroes Boys

Neu: Bahlsen hat eine Lizenz von DC Comics für Justice League erworben. Die Comichelden Superman, Batman und Flash prangen jetzt auf einer Tüte mit Leibniz-Minis namens „Super Heroes“, Zielgruppe sind Jungs. Daneben gibt es noch eine zweite Ausgabe mit den Super Hero Girls mit der Zielgruppe Mädchen. Auf den Minikeksen sind stilisierte Motive aus den Comics eingeprägt, allerdings sind die Keksformen selbst nicht besonders an das Thema angepasst. Im Produktformat Leibniz Mini in der Standtüte sind bereits Lizenzprodukte mit Minions und den Peanuts erschienen.

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Voodoo Doughnut in Portland: Lustvolle Fett-Zucker-Fantasien

Logo Voodoo Doughnuts PortlandIch habe schon viel von Voodoo Doughnuts in Portland gehört und dann überall in der Stadt Menschen gesehen, die deren rosa Pappschachteln wie Trophäen mit sich herum trugen. Endlich an der Bäckerei angekommen hieß es zunächst: In die professionell abgesperrte Zickzack-Schlange vor dem Eingang einreihen und mit den Dutzenden anderen Touristen und Foodys auf Einlass warten.

Derweil konnte man schon mal die Speisekarte studieren und den überaus schwierigen Auswahlprozess anwerfen: Für welche Donuts soll ich mich eigentlich entscheiden, wenn ich endlich an die Reihe komme?! Diese Entscheidung wird einem nicht leicht gemacht, zeichnet sich Voodoo Doughnuts doch durch die vielen originellen und kreativen Varianten des Fettgebäcks aus: So gibt es neben den namensgebenden Voodoo-Figürchen mit Gesichtern und ausgestreckten Armen aus Brandteig („Voodoo Doll„) auch den „Captain My Captain„-Donut mit Cap’n Crunch-Cornflakes und Vanille-Fondant, den Butterfingering, den Old Dirty Bastard, den Voodoo Bubble (Gum) oder den Bacon-Maple-Doughnut mit gebratenem Speck und Ahornsirup und viele andere mehr…

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Auch die Peanuts von Charles M. Schulz haben Werbung für Süßes gemacht

Kürzlich habe ich gemeinsam mit einem Freund Kalifornien, Oregon und Washington State bereist und dabei meine Candy-Vorräte wieder gehörig aufgefüllt. Nebenbei haben wir viele nette Menschen, viel Natur (u. a. Reedwoods) und auch Kultur kennengelernt. Unter letzteres fasse ich das Charles M. Schulz-Museum in Santa Rosa. Dort hat uns ein ausgesucht freundlicher Guide durch die Ausstellungen geführt und mit viel Begeisterung alles erklärt. Für mich war natürlich von besonderem Interesse, was das berühmte „LizenzproduktPeanuts – und allen voran natürlich Hündchen „Snoopy“ – früher schon im Bereich Lebensmittel vermarktet haben. Heute findet man vor allem dank des 2015 veröffentlichten Peanut-3D-Films hier und da ein paar Peanuts-Figürchen, u.a. auf Bahlsen-Keksen, PEZ-Spendern und einem Adventskalender.

Aber so richtig rund läuft das Geschäft mit den Peanuts-Lizenzen nicht mehr – die Comic Strips sind doch etwas in die Jahre und auch die Zeichentrickserie wird kaum noch irgendwo gezeigt. Es ist möglich, dass die Peanuts in einigen Jahren dem jüngeren Publikum – insbesondere außerhalb seinem kulturellen Ursprungsort USA – gar nicht mehr geläufig sind. Das wäre schade…

Aktuelle Lizenzfiguren, zu denen ich eigene Beiträge verfasst habe, sind etwa die Minions, Star Wars und die Schlümpfe.

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