Lebkuchen, Gingerbread oder Weckmann? Das sind die Unterschiede!

In Deutschland verbinden wir mit Lebkuchen das Lebkuchenherz vom Jahrmarkt, das Lebkuchenhaus in der Adventszeit und natürlich die mit Schokolade überzogenen Brezeln oder gefüllten Herzen aus Lebkuchenteig, die vor allem in der Adventszeit gegessen werden. Außerdem wird Lebkuchen in der Küche als Soßenkuchen für die Verfeinerung und Bindung von deftigen Soßen verwendet. Die Zutaten für Lebkuchen nach klassischem deutschem Rezept sind Mehl, Zucker, Eier und Mandeln, Zitronat und Orangeat gewürzt mit Zimt, Nelken, Piment und Kardamom.  „Lebkuchen, Gingerbread oder Weckmann? Das sind die Unterschiede!“ weiterlesen

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Was macht die Waffel im Eis? Das Mouthfeel abrunden!

Ob für den Eisgenuss aus der Tiefkühltruhe oder im Café: Im Eisbecher steckt meist eine Waffel oder ein Keksröllchen. Warum das so ist? Dekoration und sensorische Variation, denn zum weichen Halbgefrorenen gehört auch etwas Knuspriges, um das Mouthfeel abzurunden. Interessanterweise hat sich der Südtiroler Keksbäcker Loacker in Deutschland auf die enge Nische der Eiswaffeln gestürzt und bietet an Tiefkühltruhen seine Produkte in den Varianten Vanille und Zitrone an. Seine eisbegleitenden Gebäckröllchen nennt das österreichische Keks- und Schokoladeunternehmen Manner übrigens „Dekorhippen“.  „Was macht die Waffel im Eis? Das Mouthfeel abrunden!“ weiterlesen

Manner eröffnet ersten deutschen Pop up-Store bei Berlin

Immer mehr Süßwarenhersteller verkaufen ihre Produkte in eigenen Geschäften direkt an die Endkunden. Fast alle Hersteller betreiben Fabrikshops in der Nähe ihrer Produktionsstätten (z. B. Haribo, Trolli, Bahlsen, Storck), in denen es Waren mit kleinen Fehlern vergünstigt gibt, die anderen nutzen Flagschiff-Geschäfte, um ihre Marke zu inszenieren wie etwa allein in Berlin Katjes, Ritter-Sport und Rausch. Wieder andere betreiben ein Filialsystem, das zu einem zusätzlichen Standbein neben LEH und Online-Shop wird, das tun unter anderem Lindt, Viba, Loacker und – seit Ende September erstmals in Deutschland – Manner. „Manner eröffnet ersten deutschen Pop up-Store bei Berlin“ weiterlesen

Karlsbader Oblaten: groß, rund, staubtrocken

Stärkungen für unterwegs sollten vor allem eines sein: praktisch, klein und stabil. Karlsbader Oblaten dagegen sind extrem unpraktisch, weil groß, rund und zerbrechlich. Noch dazu sind sie mit relativ einfachen Zutaten (Wasser, Mehl, Stärke, Zucker, Mandelsplittern) hergestellt, insofern also nicht gerade leicht zu vermarkten. Trotzdem sind Karlsbader Oblaten neben dem Schnaps Becherovka sicherlich das populärste Mitbringsel aus Tschechien, denn sie sind kunstvoll gestaltet und vergleichsweise günstig.

In Deutschland weit verbreitet sind die Waffeln der Hersteller Wetzel aus dem bayerischen Dillingen an der Donau und Dr. Quendt aus Sachsen, wobei nur noch Wetzel die Bezeichnung „Karlsbader Oblaten“ verwenden darf, weil sie die Bezeichnung patentieren ließen, bevor die tschechische Regierung 2011 für das Gebäck eine „geschützte geografische Angabe“ reklamierte. Seitdem darf nur noch als „Karlsbader Oblaten“ bezeichnet werden, was auf dem Gebiet der Stadt Karlsbad unter Verwendung des Karlsbader Mineralwassers hergestellt wird.

In Österreich ist wie so oft auch bei Oblaten die Firma Manner der Platzhirsch. Sie haben zwar die gleiche äußere Erscheinung wie die Karlsbader, dürfen sich aber nur „Oblaten“ nennen.  „Karlsbader Oblaten: groß, rund, staubtrocken“ weiterlesen

Waffelschnitten: Neapolitaner, Nussini, Knoppers und Co

Manner stellt mit seinen Schnitten natürlich einer der bekanntesten Waffelsnacks her, aber im Grunde ist Nussini von Milka oder Knoppers von Storck auch nichts anderes als eine knusprige Waffelschnitte mit etwas Cremefüllung, Nüsschen und in einigen Fällen mit Schokoladenüberzug.

Das Praktische an Waffelschnitten ist, dass man sie in ein gut transportierbares, quadratisches Format zuschneiden kann, dass sie lange haltbar und relativ unempfindlich gegen Stöße und Wärme sind. Damit also die ideale Wegzehrung oder Pausensnack für Kinder wie für Erwachsene. In einer runden, unpraktisch großen Form wird ein ähnliches Gebäck übrigens als Karlsbader Oblaten bezeichnet.  „Waffelschnitten: Neapolitaner, Nussini, Knoppers und Co“ weiterlesen

Marken und Lizenzen auf Backwaren: Nutella-Muffins, Oreo-Donuts und Rolo-Kekse

Markennamen wirken anziehend auf Kunden – in allen Segmenten und auch im Süßwarenbereich. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass erfolgreiche Marken durch alle Produktgruppen gezogen werden (siehe mein Beitrag hier zu Line Extensions). Auch im Backwarenregal des Supermarkts oder im Backshop der Tankstelle wirken Marken anziehend, deshalb findet man auch hier immer öfter bekannte Brands wie Oreo und Milka von Mondelez, Smarties, Rolo oder Munchies von Nestlé und sogar die Muh-Muh-Toffee-Kuh auf Verpackungen wieder.

Daneben gibt es auch ein paar Lizenzfiguren wie die Simpsons oder Minions, die ich hier gleich mit aufführe. Für das Branding verpackter Backwaren eignen sich offenbar Donuts und Muffins besonders gut, in England habe ich – schon vor ein paar Jahren – auch Kekse mit Candy Brands gefunden.

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Mannerschnitte: Österreichs rosafarbenes Waffelkeksimperium

Manner ist so etwas wie das österreichische Äquivalent zum deutschen Bahlsen – ein Waffelkeksgigant auf dem heimischen Markt. In einer Umfrage unter Verbrauchern in Österreich 2017 gaben 45% an, Produkte von Manner regelmäßig zu konsumieren. Mit deutlichem Abstand folgen der Leibnitz-Keks von Bahlsen mit 21% und die DeBeaukelaer Prinzenrolle mit 20% auf den Plätzen 2 und 3 (siehe Statistik in Galerie). Manner wurde 1890, ein Jahr nach Bahlsen, gegründet und ist wie diese ebenfalls überwiegend im Familienbesitz, wenngleich auch eine Aktiengesellschaft. Größenmäßig allerdings fällt Manner mit einem Umsatz von rund 200 Mio. Euro (2016) doch etwas kleiner aus als Bahlsen mit jährlich rund 560 Mio. Euro Umsatz (2017). Das Produktportfolio von Manner unfassbar umfangreich, gigantisch, schier unerschöpflich! Ob da überhaupt noch einer durchsteigt, was sie alles an verschiedenen Waffeln und Keksen im Programm haben. Und zu Manner gehören darüber hinaus auch noch weitere Süßwarenmarken mit großer Bekanntheit nicht nur in Österreich wie Napoli (Dragee-Keksi, Lebkuchen Brezerl), Casali (Schoko-Bananen), Ildefonso (Schicht-Nougat) und Viktor Schmidt (Mozartkugeln), die ihrerseits wieder viele verschiedene Süßigkeiten produzieren.

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Müsliriegel Corny und Co: Energielieferanten für unterwegs

Müsliriegel haben einen besseren Ruf als Schokoriegel, dabei unterscheiden sie sich bei der Kalorienmenge kaum. Immerhin birgt das enthaltene, ungebackene Getreide die Chance, sich irgendwie positiv auf die Verdauung auszuwirken. Und auf das Gemüt – schließlich kann man sich der Illusion hingeben, etwas gesundes zu essen. Und einige Riegel schmecken auch ziemlich gut: Gerade wenn viele Nüsse verarbeitet sind wie etwa bei „Corny Nussvoll“ mag ich das. Der Markt für Müsli wächst weltweit, während er für Zerealien schrumpft (weshalb Kellogg’s, Nestlé und Co ihr Produktportfolio dorthin ausdehnen) und das gilt auch für Müsli-Riegel…

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Kalter Hund: Eine schokoladige Kekskuchen-Spezialität

Kekskuchen, Kalte Oma, Zebrakuchen, Schwarzer Peter, Kellerkuchen – es existieren viele Bezeichnungen für diese Kuchen-Spezialität namens „Kalter Hund“. Wobei Kuchen in die Irre führt, denn er ist gar nicht gebacken, sondern einfach aus Butterkeksen und einer Kakao-Kokosfett-Mischung in einer Kuchenform geschichtet und dann kalt gestellt. Aber woher bitte kommt dieser Name? Und dann die Gretchenfrage: Stammt das Rezept wirklich aus Ostdeutschland, wie so oft gesagt wird, oder gab es den schon früher? Hier die Antworten…

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Darauf stehen die Italiener: Weichgebäck und Brioche

Wer schon mal in Italien Urlaub gemacht hat, der weiß: beim Frühstücksbüfett gibt es eine Menge verschiedener Küchlein, Kekse und Croissants zur Auswahl. Nur leider sind diese in der Regel nicht frisch gebacken, sonder aufgebacken oder gar haltbar verpackt! Und entsprechend schmecken sie mir oft nicht, weil sie picksüß, pappig und klebrig sind. Aber die Italiener stehen auf dieses haltbare Weichgebäck, für die unzählige Regalmeter in jedem Supermarkt reserviert sind. Ferrero spielt ganz vorne und bietet verschiedene Produkte mit Milchcreme- und Aprikosen-Füllung, Schokoladenüberzug oder als Mehrkorn-Variante an, zum Beispiel KINDER delice, Cerealé oder Brioss. Die Bezeichnung Brioss ist dabei sicherlich an das französische Hefeteiggebäck Brioche angelehnt. In Deutschland ist dieses Gebäck nicht so stark verbreitet – wir bevorzugen eben knusprige Brötchen zum Frühstück! Wenn man es doch findet, dann unter dem Namen  Apostelkuchen, in Österreich Buchteln. Ob so ein verpacktes Frühstück eigentlich ökologisch oder ernährungsphysiologisch eine guter Start in den Tag ist…? Egal, ich denke dass

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